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Job & Karriere

Festplattentechnik: Deutscher Forscher erhält Physik-Nobelpreis



Portrait Peter Grünberg

Herzlichen Glückwunsch! Fotos: FZ Jülich
Herzlichen Glückwunsch! Fotos: FZ Jülich

Peter Grünberg liebt außer der Wissenschaft Musik und Sport. "Ich habe viele Jahre intensiv klassische Gitarre gespielt; heute brauche ich als Ausgleich den Sport", erzählte der mehrfach ausgezeichnete Physiker einmal. Der heute 68-Jährige arbeitete mehr als 30 Jahre am Forschungszentrum Jülich und trat 2004 offiziell in den Ruhestand. Dennoch kommt er noch mehrmals wöchentlich in sein Büro. Seinen aus der Grundlagenforschung geborenen Beitrag zur Computertechnik betrachtet Grünberg ohne übertriebene Leidenschaft: "Ich hätte mir eigentlich mehr gewünscht, dass ich im Bereich Energieeinsparung, im Bereich Umwelt eine Entdeckung mache oder etwas voranbringe", bekannte er zur Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 1998. Forscher würden jedoch in der Regel dem folgen, was möglich erscheine, und nicht dem, was nötig sei.

Der am 18. Mai 1939 in Pilsen (heute Tschechien) geborene Grünberg emigrierte 1946 nach Lauterbach in Hessen, wo er später auch sein Abitur machte. Nach der Promotion an der Technischen Universität Darmstadt ging er zunächst nach Kanada und kam 1972 zum Forschungszentrum Jülich. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Japan und in die USA.

Seit der Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands 1988 hat Grünberg mehrere Auszeichnungen bekommen, darunter den Zukunftspreis 1998 und die Ehrendoktorwürde der Universität Bochum (2002). Zudem erhielt er 2007 den renommierten israelischen Wolf Prize. Mit seinen Mitstreitern Albert Fert von der Université Paris-Sud und Stuart Parkin vom Computerkonzern IBM teilte sich Grünberg den Internationalen Preis für Neue Materialien 1994 der American Physical Society und den Hewlett-Packard-Europhysics-Preis der Europäischen Physikergesellschaft EPS. (dpa/ajf)



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