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Wann sich Server-Konsolidierung lohnt

12.01.2006
Autor(en): Roland Klausnitzer, Rolan Klausnitzer ist Senior-Berater bei der JSC Management- und Technologieberatung AG in Eltville..
Wann sich Server-Konsolidierung lohnt Ein großer Teil der Server in Unternehmen lässt sich mit Virtualisierungssoftware einsparen.

Hier lesen Sie ...

  • wie sich Server mittels Virtualisierung konsolidieren lassen;

  • welche Rechner dafür in Frage kommen;

  • welche Schritte dazu erforderlich sind.


Ein typisches Rechenzentrum betreibt heute eine Vielzahl von Servern für diverse Anwendungen und Dienste. In Bezug auf proaktives Kosten-Management, Maschinenauslastung und System-Monitoring hinken Rechner, die auf Intel-Prozessoren basieren hinter den Mainframe- und Midrange-Systemen her. Dies hat einen einfachen Grund: Die Anschaffungskosten eines Intel-Servers sind im Vergleich zu anderen Rechnerklassen gering. In der Konsequenz machen Intel-basierende Computer im Rechenzentrum bis zu 70 Prozent des Maschinenparks aus. Bei dezentral betriebenen Systemen liegt ihr Anteil bei nahezu 100 Prozent.

Meist dedizierte Server

Aus Gründen der Stabilität wird ein Intel-Server meist dediziert betrieben und stellt nur eine Anwendung beziehungsweise einen Dienst bereit. Doch dies ist nicht wirtschaftlich: Zum einen führt es zu einer geringen Auslastung von weniger als 15 Prozent. Zum anderen verursacht eine hohe Anzahl an Servern hohe Betreuungs- und Lizenzkosten. Diese Kosten lassen sich verringern.

Da Intel-Server oft nicht ausgelastet sind, können sie über Virtualisierungslösungen konsolidiert werden.
Da Intel-Server oft nicht ausgelastet sind, können sie über Virtualisierungslösungen konsolidiert werden.

Ein erster Schritt dahin ist die Standardisierung von Server-Hardware und Systemsoftware. Damit nimmt der Betreuungsaufwand pro Server ab. Per se reduziert Standardisierung nicht die Server-Anzahl. Sie ist aber eine wichtige Vorbedingung für die physikalische Konsolidierung. Damit ist die Zusammenführung von bisher dezentral betriebenen Rechnern an einem Standort beziehungsweise an wenigen Standorten gemeint.

Projektbeispiele zeigen, dass bei konsequenter Standardisierung sowie der Einführung aktueller Software 30 bis 50 Prozent der Rechner eingespart werden können. Der Grund: Die Rechner können mehr Nutzer bedienen. Dabei bleibt es jedoch bei der dedizierten Zuordnung von Computern, Anwendungen und Diensten. Die Auslastung der meisten Systeme ändert sich allerdings kaum. Hier setzt die Server-Virtualisierung an.

Bei der Server-Virtualisierung wird zunächst ein Rechner inklusive der Hardware, des Betriebssystems sowie der Applikationen und Dienste als eine logische Einheit aufgefasst.

Mittels geeigneter Software wird ein virtueller Server auf einem realen, physischen Server abgebildet. Dabei ist die Virtualisierungssoftware in der Lage, eine Vielzahl virtueller Systeme gleichzeitig und vollständig unabhängig voneinander auf einem physischen Server auszuführen und zu administrieren. Das erreichbare Verhältnis tatsächlicher zu virtuellen Servern liegt - je nach Anwendungsgebiet - zwischen eins zu fünf bis eins zu 20. Zwar sind auch virtuelle Server immer noch dediziert. Da aber mehrere virtuelle auf einem physischen System betrieben werden, steigt die Auslastung des physischen Rechners erheblich. Die Leerkapazitäten reduzieren sich dementsprechend deutlich.


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