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IT-Management

Smatch.com: Shoppen mit Gefühl

01.02.2008
Autor(en): Björn Schäfers.
Die Otto Group schafft eine neuartige Anlaufstelle für Mode, Wohnen und Lifestyle-Produkte. Sie verbindet die Produktsuche mit emotionalem Social Shopping.

Die Kaufgewohnheiten der Konsumenten im Web verändern sich. Nicht mehr die Shops und ihre Betreiber, sondern die Produkte stehen heute im Vordergrund. Kunden wählen mit einer Suchmaschine ein Produkt aus und entscheiden sich erst danach für einen Anbieter. Auch haben sich mittlerweile Vermittlerportale etabliert, die den Konsumenten bei der Auswahl von Technik, Büchern, Musik oder Reisen unterstützen. Für Mode, Wohnen und Lifestyle gab es bislang jedoch noch keine spezialisierte Plattform, die das Angebot vieler hundert Online-Shops bündelt. An diesem Punkt setzt das Projekt Smatch an, das seit knapp drei Monaten online ist und zuvor in sechsmonatiger Arbeit entwickelt wurde. Smatch ist das zweite Shopping-Portal der Shopping 24 GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Otto Group.

Smatch.com-Besucher sollen gezielt nach Produkten suchen, aber auch spontan stöbern und Angebote kommentieren können.
Smatch.com-Besucher sollen gezielt nach Produkten suchen, aber auch spontan stöbern und Angebote kommentieren können.

Trendige, in kleinen Stückzahlen produzierte Spezialprodukte, der so genannte Long Tail, finden im Web zunehmend eine interessierte Käuferschar und geraten dadurch in den Fokus von Blogs und Medien. Für eine möglichst vollständige Produktinformation ist daher nicht nur die Integration von bekannten Markenshops wichtig, sondern auch die Präsentation der Angebote von kleinen, spezialisierten Online-Shops (siehe auch "Social Commerce: Wer die Trendsetter im E-Commerce sind").

Für Coolness zahlen manche Kunden gerne etwas mehr

Bei der Auswahl von Mode, Wohnen und Lifestyle-Produkten spielen ferner neben rationalen Kriterien wie dem Preis insbesondere emotionale Faktoren wie der persönliche Geschmack oder der "Coolness-" und "Trendfaktor" eine zunehmend wich-tige Rolle. Besucher müssen ihre Wunschprodukte aus einer großen Anzahl an Angeboten möglichst einfach herausfiltern oder sich von Empfehlungen anderer Nutzer leiten lassen können. Im so genannten Social Commerce reden die Konsumenten über Neuheiten oder geben Empfehlungen ab, wenn sie einen guten Shop oder ein interessantes Produkt gefunden haben, erstellen Styles und kombinieren passende Produkte - ganz gleich, ob das Produkt von einem Unternehmen aus der Otto Group oder einem kleinen Nischenanbieter stammt. Deshalb war es wichtig, in Smatch innovative und hilfreiche Web-2.0-Funktionen zu schaffen und für eine umfassende Produktinformation die User stark einzubinden.(siehe auch "Web 2.0: Sozial Prozesse bringen Geld")

Die Planungen für Smatch begannen Anfang 2007 mit den genannten Vorüberlegungen, die sowohl die anfängliche Ideenentwicklung als auch die Grob- und Feinkonzeption entscheidend mitbestimmt haben. Für die Produktentwicklung standen Fragen im Vordergrund wie: "Welche Faktoren prägen maßgeblich die Einkaufsentscheidung in den drei Produktbereichen?", "Was kann das Internet leisten, um die Kaufentscheidung zu unterstützen?" oder "Welche Informationen benötigt der Konsument, um das exakt zu ihm passende Produkt zu finden?" Die Entwicklung und Umsetzung von Smatch übernahm ein junges Team, das sich aus ehemaligen Otto-Mitarbeitern und neuen Kräften zusammensetzt. Frühzeitig wurden zudem erfahre-ne Begleiter der Web-2.0-Szene eingebunden, die als Außenstehende bei der Konzeption halfen. Heute besteht das Team aus Marketing-, Vertriebs-, E-Commerce- und IT-Spezialisten mit der nötigen Web-2.0-Affinität.



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