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Knowledge-Mgmt.

Wie sich Knowledge- und Prozess-Management verbinden lassen

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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Know-how ist eine wichtige Ressource im Unternehmen. Vorhandene Informationen zu nutzen, ist schwer genug. Die richtigen Kenntnisse zur rechten Zeit zur Verfügung zu stellen - das ist Zukunftsmusik. Werkzeuge für das Geschäftsprozess-Management können Wissens-Management nur in begrenztem Umfang unterstützen. Das hat auch mit der Beschaffenheit von Information zu tun.

Sachverstand lässt sich häufig schlecht fassen. Woher weiß ein Mitarbeiter, dass der Inhalt seines Gesprächs künftig auch für andere Mitarbeiter wichtig sein kann? Wie kann ein Forscher in der Entwicklung überblicken, welche Konzepte ihm vielleicht bei der Lösung seines Problems helfen? Gerade kreative Leistungen können nicht gut in Schemata gepresst werden. Die Möglichkeit, Informationen bestimmten Ereignissen oder Prozessschritten zuordnen zu können, ist aber eine Grundvoraussetzung für die systematische Einbeziehung von Wissen in Prozesse. Das ist eine Erkenntnis aus der Studie * "Knowledge meets Process: Wissen und Prozesse managen im Intranet", die das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO) mit Unterstützung der COMPUTERWOCHE erstellt hat. Geschäftsprozess-Management und Wissens-Management sind zwei getrennte Sichten auf die gleichen Geschäftsprozesse. Während es im ersten Fall darum geht, bestimmte betriebliche Abläufe zu steuern, umfasst das Wissens-Management die hierzu benötigten Kenntnisse. * Die Studie "Knowledge meets Process: Wissen und Prozesse managen im Intranet" (ISBN 3-8167-5620-5) kann für 175 Mark im IAO-Shop (www.iao.fhg.de/d/shop) oder über folgende Adresse bezogen werden: Fraunhofer IAO Peter Schreiner Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart Fax: 0711/970-5103 E-Mail: mailto:service@iao.fhg.de

Prozess- und Funktionswissen Die Autoren der Studie unterscheiden daher zwischen Prozesswissen und Funktionswissen. Prozesswissen beschreibt die Aktivitäten und deren Zusammenhänge, die für einen konkreten Prozess benötigt werden. Hierzu gehören zum Beispiel der Ablauf, beteiligte Personen, Rollen und Organisationseinheiten. Die Abbildung dieser Objekte ist originäre Aufgabe von Prozess-Management-Werkzeugen. Anders ist das beim Funktionswissen . "Dieses lässt sich nur so weit in Prozesse einbinden, als es parametrisierbar ist", erläutert Martin Müller, im Fraunhofer IAO für Wissens-Management zuständig. Funktionswissen bezeichnet die Kentnisse, die für einen bestimmten Prozess-Schritt benötigt werden. Hierzu gehören Fähigkeiten, Fertigkeiten und Dokumente. Können diese nicht einem Prozesschritt zugeordnet werden, lassen sie sich auch nicht automatisch in einen Workflow aufnehmen. Funktionswissen muss also so dargestellt werden, dass auch das subjektive, auf Erfahrungen basierende Wissen der Mitarbeiter zur Verfügung steht.

"Wie weit sich Wissen in formale Prozessmodelle einbinden lässt, hängt sehr stark von den zu bewältigenden Aufgaben oder Unternehmensbereichen ab", stellt Peter Schreiner, Experte für Prozess-Management beim Fraunhofer IAO, klar. So ist es etwa in der Produktentwicklung vielfach unmöglich, das Funktionswissen auch in die Prozesse zu integrieren. Der Entwicklungsvorgang selbst läuft nicht immer geordnet ab. Die kreative Arbeit wird durch viele Nebenaspekte beeinflusst. Welche Patente oder anderen Entwicklungen aus den eigenen Labors eine Rolle spielen, lässt sich kaum vorhersagen. Selbst an normales Wissens-Management sind hier hohe Anforderungen gestellt. Die Einbeziehung in das Prozess-Management ist nur in Spezialfällen denkbar. Der Einsatzbereich entscheidet Anders sieht das zum Beispiel bei der Bewertung von Versicherungsverträgen und der Abschätzung von Versicherungsrisiken aus. Um zu einem Abschluss zu kommen, müssen die verschiedenen Gefahren eingeschätzt werden. Hierzu gibt es in der Regel Vergleichsfälle. Formeln und statistisches Material helfen bei der Abschätzung des finanziellen Risikos. Die Bearbeitung lässt sich also sehr gut in verschiedene Schritte unterteilen und in jeder Stufe, zum Beispiel der Risikoabschätzung, kann auf bereits im Unternehmen vorhandenes Wissen zurückgegriffen werden. Dabei ist Wissens-Management nicht nur auf die Speicherung und das Abrufen von Inhalten beschränkt. "Wir unterscheiden drei Formen des Wissens-Managements: Nutzung, Kommunikation und Entwicklung", erläutert Müller. Die Wissensnutzung umfasst die Aufbereitung von gespeicherten Informationen für andere Mitarbeiter. Hierzu gehört die Archivierung, Strukturierung und Aufbereitung zum Beispiel von Dokumenten. Voraussetzung für die Nutzung ist, dass die Informationen auch identifiziert werden können. Bei der Wissenskommunikation werden Mittel und Wege zur Verfügung gestellt, damit sich Know-how-Träger untereinander austauschen können. Das erfordert nicht immer ein aufwändiges Kommunikationssystem. Oft reichen schon Yellow-Pages und E-Mail, um Gespräche zu unterstützen oder zu initiieren. Die Wissensentwicklung schließlich ist darauf ausgerichtet, die Wissensbasis stetig zu erweitern. Hierbei stellen Mitarbeiter, aber auch externe Experten ihre Kenntnisse anderen zur Verfügung. So erhöhen sich Informationsbestände und Fähigkeiten der anderen Personen im Unternehmen. Wie weit Prozess-Management-Werkzeuge die verschiedenen Wissens-Management-Formen unterstützen, hängt nicht nur von dem Werkzeug selbst ab, sondern auch von der Aufgabe, für die es entwickelt worden ist. Was einzelne Tools leisten Die Fraunhofer-Experten des IAO haben nur Modellierungs- und Workflow-Management-Tools detailliert untersucht. Nur diese Werkzeugklassen eignen sich konzeptionell dafür, Funktionswissen in Prozesse zu integrieren. Die Möglichkeiten zur Wissensintegration haben die Anbieter sehr unterschiedlich ausgenutzt. So hat Computas AS , der norwegische Hersteller des Modellierungswerkzeugs "Metis 3.0.2", von vornherein vorgesehen, Modelle im Intranet zu diskutieren. Damit ist es eines der wenigen Werkzeuge, die die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander unterstützt. Auch der "Process Designer 4.0" von Ibo Software nutzt das Intranet, unter anderem um Ressourcen und Prozesse des Unternehmens zu transportieren, und bietet damit eine gute Voraussetzung für das Wissens-Management. Bestnoten erhält die "Aris E-Business Suite 5.01" der IDS Scheer AG . "Der Bedarf der Unternehmen an einem integrierten Management von Wissen und Prozesse durch die Unterstützung des Intranet hat die Entwicklung des Werkzeugs geprägt" resümiert Fraunhofer-Experte Schreiner. In allen Bereichen, also Wissensnutzung, -kommunikation und -entwicklung, weist der Werkzeugkasten entsprechende Funktionen auf. Pionier bei der Prozessmodellierung im Internet ist die Intraware AG . Das Werkzeug "Bonapart Collaborative" bietet optimale Unterstützung für die Zusammenarbeit von Teams über das Netz. Bei den Workflow-Management-Systemen erzielt unter anderem "Businessflow 3.7" von COI sehr gute Noten. Vor allem bei den Kommunikationsmöglichkeiten hat das Tool seine Stärken. Auch IBMs "MQ Series Workflow 3.2.2" schneidet in diesem Bereich gut ab, da sich Partnerprodukte des Anbieters wie Lotus Notes in das Tool integrieren lassen.

(2 Beiträge), 
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ÖsiInformatiker
dabei noch etwas gelernt. Nur mit dem PC Beispiel bin ich nicht einverstanden. Ich - Informatiker, meine Frau ebenfalls in EDV tätig, 1. Sohn Abgänger einer EDVO/HTL, 2. Sohn beginnt gerade mit HTL, Tochter ebenfalls informatiklastig Ich habe also im Haus ein Netzwerk dass das der meisten Kleinbetriebe übertrifft (1 Server, 2 aktive Notebooks, 5 Rechner) und warte dies auch. Aufwand, etwa auch eine Stunde pro Woche. Nutzungsdauer pro Woche geschätzt: 80 Stunden. Das Verhältnis ist also sehr zufriednestellend. Da ist etwa die Nutzungsdauerverhältnis beim Auto wesentlich ungünstiger. zum Beitrag

Jan Hachenberger
Schlaue Menschen ? dumme Prozesse vs. Schlaue Prozesse ? dumme Menschen? ? Schnürsenkel hin oder her Mein ältester Sohn lernt gerade Schnürsenkel binden. Nun muss man dazu sagen, er ist 3 ½ Jahre, verfügt über eine ausgeprägte Feinmotorik, aber Schürsenkel; da hat er bisher nie darauf geachtet. ?Darum kümmern sich Mama und Papa?. Jetzt im Kindergarten muss er sich aber als selbstständig beweisen. Und obschon ich ihm die notwendigen Fähigkeiten gerne vermitteln möchte, fällt es mir schwer, ihm zu erklären, warum und wann er mit dem Schnürsenkel durch welche Schlaufe muss. Ist ja auch eine selten dämliche Erfindung so ein Schnürsenkel. Mein Sohn fragt dann auch immer noch. ?Papa, warum muss ich das machen.? ?Damit die Schleife hält, gut aussieht, und damit man sie später wieder aufbekommt.? Gegenargument von meinem Sohn: ?Meine Sportschuhe sind besser und meine Gummistiefel auch? Da hat er zweifellos recht. Die kann er im Übrigen auch ganz alleine an- und ausziehen. Bei dem einen ist ein Klettverschluss dran und Gummistiefel, da muss man gar nix machen, einfach Füße reinstecken oder wieder rausziehen. Nun kann man sagen, der Junge ist noch zu klein. Aber mit der Zeit wird er schon lernen, sich seine Schürsenkel selber zu binden. Ich stelle mich auf die Seite meines Sohnes. Warum braucht es Schürsenkel, wenn es Klettverschlüsse gibt. Das ist einfacher, hält genauso gut und über die modischen Aspekte von Klettverschlüssen müssen sie mit einem 3-jährigen nicht diskutieren. ?Ich will doch nur Fußball spielen, beeil dich Papa?. Beobachten kann mein Ältester auch sehr gut. Ihm ist aufgefallen, dass ich die Schürsenkel meiner Schuhe aus Bequemlichkeit nicht aufmache und beim Anziehen einen Schuhanzieher benutze. Noch mal die Frage: Wozu braucht es Schnürsenkel? Um zu der eigentlichen Überschrift für diesen Kommentar überzuleiten: Für das Binden von Schnürsenkeln braucht es intelligente Menschen. Der Prozess ist komplex. Für das Schließen und öffnen von Klettverschlüssen braucht es weniger Intelligenz, genauso wenig wie für das Verwenden eines Schuhanziehers. Da steckt die Intelligenz im Prozess; jemand hat weitergedacht! Ich schließe aus den aktuellen Schnürsenkelschuhangeboten der Schuhhersteller, dass diese Erkenntnis noch nicht von Allen geteilt wird. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass wir Menschen uns täglich beweisen müssen, wie intelligent wir sind, allen Kreaturen überlegen, die Krone der Schöpfung. Wie kann man allerdings etwas unter Beweis stellen, wenn es keine entsprechenden Herausforderungen gibt. Schnürsenkel, Microsoft Windows / Office, Waschmaschinen, Fernsehfernbedienungen, Handys, Digitalkameras, alles strotzt vor Funktionen, kommt mit einem Handbuch, das umfangreicher ist, als die Missionsunterlagen für die Apollo-Missionen und ? noch viel schlimmer ? ist fehleranfällig. Deutsches Over-Engineering; KOTC (Keep others trying constantly - auf "Z" hab ich keinen englischen Begriff gefunden ;) ) statt KISS (Keep it stupid simple). Mag das im privaten Bereich noch eine Form der Freizeitbeschäftigung sein (ich verbringe übrigens pro Woche mindestens 1 Stunde damit, die Funktionsfähigkeit meines Heim-PCs sicherzustellen ? ohne tatsächliche Nutzung wohlgemerkt), sind hochkomplexe Prozesse und Systeme aus Sicht eines Prozessmanagers ein Dorn im Auge. Komplexe Prozesse benötigen qualifizierte Mitarbeiter. Prozesse dauern mit steigender Komplexität tendenziell länger. Zeit x Personalkosten = Prozesskosten. Einfachste Mathematik. Die Kosten für eventuelle Fehler nicht mitgerechnet. Was macht einen Prozess komplex: Anzahl und unlogische Reihung von Tätigkeiten Anzahl Entscheidungen Anzahl beteiligter Personen Anzahl Schnittstellen Anzahl Hilfsmittel (Formulare, Werkzeuge, IT-Systeme ?) Kleines Beispiel gefällig ? Kreditantrag in einer Bank: Formular ausfüllen ? inkl. Buchungsnummer Kundenunterschrift einholen Daten im Buchungssystem erfassen ? Buchungsnummer erzeugen Daten im Buchungssystem mit Formulardaten abgleichen Formular für Kunden mit Anfangsbuchstaben A ? H nach Köln ? Schon in diesem kurzen Ausschnitt zeigen sich mehrere Probleme: redundante Datenerfassung widersprüchliche Reihenfolge der Tätigkeiten Fehleranfälligkeit / Korrekturaufwand verteilte Verantwortlichkeiten (Person / Ort) Wie kann man dieses Problem kurieren? Hier das Patenrezept: Das für den Prozess notwendige Wissen in Prozessvorgaben transferieren. Henry Ford hat es vorgemacht: klar aufeinander abgestimmte Prozessschritte (Input / Output und Zeit / Takt) klare Verantwortlichkeiten (jeder kennt seine Aufgabe) ? Jetzt stellt der eine oder andere die Frage: wo bleibt da die Herausforderung, vielleicht auch der Spaß? Wer will schon gerne wie Charlie Chaplin in seinem Meisterwerk ?Moderne Zeiten? nur noch Schrauben festziehen. Nun, hier gilt das Prinzip, wer in kürzester Zeit die beste Qualität zu den geringsten Kosten liefert, wird den Markt dominieren. Dieses Optimierungsproblem ist für jedes Unternehmen anders gelagert. Und mit Sicherheit gibt es heute noch zahlreiche Unternehmen, die mit ihren Dienstleistungen und Produkten soviel Geld verdienen, dass sie sich die ?Bespaßung / Herausforderung? ihrer Mitarbeiter leisten können. Doch nicht vergessen: Der Wettbewerb kommt. Was glauben Sie, warum die chinesische Wirtschaft so schnell wächst? zum Beitrag


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