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Wahnsinn im Postfach

Die größten E-Mail-Sünden

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von Alexandra Mesmer (COMPUTERWOCHE-Redakteurin)
Suchen sie oft nach einer Mail? Mailen Sie an möglichst viele Adressaten? Treffen Sie gar Entscheidungen per Mail? Gratulation, Sie sind ein E-Mail-Sünder und kommen ihrer Firma teuer zu stehen.

Erinnern Sie sich noch, wie wir ohne E-Mails gearbeitet haben? Briefe wurden diktiert oder per Hand vorgeschrieben. Die Sekretärin hat mit dem Chef besprochen, wer den Brief als Kopie erhält und wie der Betreff formuliert werden muss, damit man ihn in der Ablage wiederfindet. Heute schreiben auch hochrangige Manager und Experten ihre E-Mails selbst - mit allen Folgen. Unternehmensberaterin Christiane Eckhardt, Principal bei Detecon International GmbH und Mitglied des European Womans Management Development Network, hat die schlimmsten E-Mail-Sünden zusammengestellt.

Der Wahnsinn schlummert im Postfach

Sie suchen verzweifelt die Mail zum Angebot aus dem Januar mit dem Anbieter XY aus der Schweiz, bei dem die Konditionen geändert werden sollen. Mit diesem Betreff ist aber nichts zu finden in Ihrer elektronischen Ablage zu diesem Thema. Sie ärgern sich, weil die Mail noch in ihrem Posteingang schmort. Das Angebot müssten Sie von der Kollegin Müller erhalten haben …aber die war im Januar in Urlaub…dann war es ihr Vertreter Herr Schmidt…Sie finden nichts unter Müller, nichts unter Schmidt, nichts unter Angebot Firma XY, Schweiz.

Da bleibt nichts übrig, als alle Januar-Mails zu prüfen. Wenn Sie die richtige Mail finden, ist sie garantiert von Frau Meier, der Sekretärin von Frau Müller. Sie ist erst am 8. Februar und die Betreffzeile lautet "Polnisches Angebot aus dem Rennen". Im Text steht, dass Sie alternativ das Angebot der Schweizer Firma zur Kenntnis erhalten, weil die polnische Firma die Anforderungen nicht erfüllt. Außerdem könnten Sie den Vorschläge entnehmen, wie die Konditionen verändert werden sollen.

Die Mailkette umfasst acht E-Mails von Kollegen des Absenders mit widersprüchlichen Vorschlägen. Also schreiben Sie dem Absender eine barsche E-Mail und fragen, was denn nun der letzte Stand für die Konditionen dieses Angebots ist. Willkommen im täglichen Wahnsinn, den wir uns gegenseitig in Form von E-Mails bereiten!

Wer Regeln nicht einhält, verursacht Kosten

Die meisten Manager wurden in ihrer Ausbildung mit den Grundregeln der Kommunikation vertraut gemacht. Sie haben erfahren, dass jede Kommunikation vier Komponenten hat:

  • den Sachinhalt,

  • die Beziehungsinformation (Wie gehe ich mit meinem Gegenüber als Empfänger um?),

  • einen Appell, der den Wunsch betrifft, welche Wirkung die Kommunikation haben möge,

  • die Selbstoffenbarung: Wie stelle ich mich selbst dar, was sagt diese Nachricht über mich aus?

Kommunikation im geschäftlichen Zusammenhang dient dem Geschäftszweck. Sie hat zielgerichtet zu sein, soll die Performance verbessern und Probleme lösen. In Zahlen ausgedrückt stellt sich die Problematik wie folgt dar: In einem Unternehmen arbeiten 10.000 Mitarbeiter mit E-Mail. Jeder verliert täglich durch Wirrungen der E-Mail- Kommunikation fünf Minuten produktiver Arbeitszeit. Rechnen Sie mit: Das ergibt pro Jahr bei einem Kostensatz von 100 Euro pro Mitarbeiter und 200 Arbeitstagen die stolze Summe von zirka 16 Millionen Euro. Was läuft also schief?

De-Mail auf einen Blick
Sichere elektronische Kommunikation
Vertrauliche Dokumente können Unternehmen künftig per De-Mail statt mit der Post verschicken. Die Vorteile: Der Versand ist schnell, sicher und nachweisbar. Darüber hinaus reduzieren die Firmen damit ihre Kosten für Porto, Papier und Bearbeitung.
FAQ De-Mail
Die wichtigsten Fragen und Antworten
Die FAQs erklären, was De-Mail ist, wie sicher De-Mail ist und welche Vorteile Unternehmen haben, die De-Mail nutzen.
Nützliche Links zum Thema De-Mail
Infos der Telekom

Infos des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Infos der IT-Beauftragten der Bundesregierung

De-Mail-Gesetz

Infos zum De-Mail-Pilotprojekt
De-Mail Video De-Mail Video
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