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So finden Sie das richtige EAM-Tool

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Trotzdem erhält der Aris IT Architect aus der Aris Platform hinsichtlich der Flexibilität des Informationsmodells eine unterdurchschnittliche Bewertung. In der Kategorie EA-Management-Aufgaben fallen die Beurteilungen für IDS Scheer insgesamt positiv aus, wenn auch nicht ganz so gut wie beim Berliner Konkurrenten Alfabet.

Mega Modeling Suite

Mega legt den Schwerpunkt seines Pakets auf das Thema Metamodellierung. Die Tools bieten eine reiche Auswahl eingebauter Analysen und Berichte, die auf dem vordefinierten Information Model aufsetzen. Anwender können Analysen durch individuelle Abfragen anstoßen. Um rasch auf bereits bestehende Visualisierungen zurückgreifen zu können, bietet das Produkt einen nach Einschätzung der Prüfer herausragenden Annotationsmechanismus.

Zusammen mit zahlreichen weiteren Funktionen könnten Anwender auf einfache Weise typische EA-Management-Aufgaben lösen. Stärken offenbare das System insbesondere in den Bereichen Synchronisations- und Infrastruktur-Management. Zusammen mit Adaptive EAM erhält Mega die höchste Wertung in Sachen Flexibilität des Informationsmodells.

Provision

Auch Metastorm stellt mit dem System Provision das Thema Metamodellierung in den Vordergrund. Dabei dreht sich der Ansatz für das EA-Management vor allem um eine einfach zu erlernende und bedienbare grafische Oberfläche, über die Benutzer Modellierungsdaten editieren können. Das vordefinierte Informationsmodell unterstützt mehrere einschlägige Frameworks, darunter DoDAF und Zachman. Zudem lässt es sich nach Ansicht der Prüfer einfach anpassen.

Aufgrund des flexiblen Informationsmodells und der mitgelieferten Visualisierungstechniken können Unternehmen eine individuelle Methode für ihr EA-Management entwickeln und einführen, so das Urteil. Dennoch schneidet ProVision mit Ausnahme der Kategorie Usability im Vergleich leicht unterdurchschnittlich ab.

System Architect

Die von IBM übernommene Softwareschmiede Telelogic nutzt für System Architect ein Metamodell, das sich an individuelle Anwenderbedürfnisse anpassen lässt. Damit verbunden ist eine breite Palette an Visualisierungsfunktionen, die sich mit Hilfe der integrierten Scripting-Sprache auch automatisieren lassen. Die bayerischen Softwaretester heben unter anderem die starken Analysefunktionen für EA-Daten hervor. Dabei hilft eine ebenfalls integrierte SQL-ähnliche Abfragesprache. Damit lassen sich nicht nur Grafiken, sondern auch Berichte in Textform generieren, um EA-Aufgaben wie das Strategien- und Ziel-Management zu organisieren.

Auf der Habenseite verbuchen die Autoren auch die einfach bedienbare und anpassbare Benutzeroberfläche. Unterm Strich erhält System Architect eine ausgeglichen gute Bewertung in den meisten Einzelkategorien.

Troux

Auch Troux von Troux Technologies steuert EA-Aufgaben im Kontext einer strategischen IT-Planung über ein anpassbares Metamodell. Über das eingebaute Modul Troux Intelligence können Unternehmen mächtige Analysen von EA-relevanten Daten fahren, so die Prüfer. Diverse Visualisierungsfunktionen lassen sich auch automatisiert nutzen. Hinzu kommen umfassende Optionen zum Sammeln und Integrieren von Informationen aus unterschiedlichsten Datenquellen, die das Teilsystem Troux Metaverse zur Verfügung stellt. Profitieren können davon nach Einschätzung der Experten vor allem EA-Aufgaben wie SOA Transformation oder das Projektportfolio-Management.

Studiensteckbrief

Die Studie "Enterprise Architecture Management Tool Survey 2008" entstand am Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme (Sebis) der Technischen Universität München. Es handelt sich um eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage der gleichnamigen Untersuchung aus dem Jahr 2005. Zu den Autoren zählen neben dem Informatikprofessor Florian Matthes Sabine Buckl, Jana Leitel und Christian M. Schweda. Die TU München kooperierte dabei mit einer Reihe von Unternehmen. Die Hauptsponsoren sind Allianz Group IT, sd&m und Siemens IT Solutions and Services. Das 384-seite Werk in englischer Sprache enthält mehr als 350 Grafiken, Screenshots und Tabellen.

Zu beziehen ist die Studie in gedruckter Form für 450 Euro plus Mehrwertsteuer unter: http://www.systemcartography.info/eamts. Für die Druckversion inklusive PDF veranschlagt die Hochschule 1200 Euro plus Mehrwertsteuer.


Wie Gartner EAM-Anbieter bewertet

Das amerikanische Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner folgt mit seinem Magic Quadrant einem anderen Bewertungsmodell als die TU München.

Die Analysten betrachten einerseits die "Vision" eines Anbieters, andererseits dessen Fähigkeit, sie zu verwirklichen. Danach gibt es im EAM-Markt derzeit vier führende Anbieter: IBM mit den Telelogic-Produkten, Troux Technologies sowie die beiden deutschen Hersteller IDS Scheer und Alfabet.

In die Kategorie der Herausforderer ("Challengers") stufen die Auguren Mega und Metastorm ein. Alle anderen untersuchten Player bezeichnet Gartner als Nischenanbieter. Zu ihnen zählen Sybase, Salamander, ASG, Qualiware, Adaptive und Bizzdesign.

Um in die Wertung zu kommen, mussten die Tools bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem ein Repository zum Vorhalten der zahlreichen EA-relevanten Informationen. Auch Gartner legt in seinem Vergleich Wert auf ein Metamodell, das sowohl betriebswirtschaftliche als auch technische Sichtweisen abbilden kann.


Geht es um die Flexibilität des Informationsmodells, erreicht Troux in der Version 7.0 eine leicht überdurchschnittliche Einstufung. Weniger gut schneidet die Tool-Sammlung in den Bereichen Collaboration und Synchronisations-Management ab.


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