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Salesforce.com und Google ärgern Microsoft

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On-Demand-CRM-Anbieter integriert Online-Office des Suchmaschinenbetreibers.

Mit der Kombination aus Office- und CRM-Funktionen ("Salesforce for Google Apps") will Salesforce.com seinen Kunden eine erweiterte Softwareplattform liefern, die sie komplett autark von lokal installierter Software machen soll. Da Programmfunktionen, Kundendaten sowie Dokumente auf Servern im Internet liegen, benötigt der Nutzer lediglich einen Web-Browser.

Nutzer können mit Kunden über das CRM-Frontend per E-Mail kommunizieren, eingehende E-Mails einem Kundendatensatz zuweisen sowie Anschreiben und Angebote über die integrierte Textverarbeitung erstellen. Ferner lassen sich Kontakt- und Kalenderdaten zwischen beiden Systemen abgleichen, um Termine innerhalb von Vertriebsteams sowie mit dem Kunden abzustimmen.

Die Google-Features sind eng in die CRM-Oberfläche eingebunden. Der Nutzer kann beispielsweise eine E-Mail im Google-Postfach über einen Button einem Datensatz im CRM-System zuweisen. In der Ansicht der Kundendaten stehen zusätzliche Funktionen bereit, um mit Googles Office-Werkzeugen Dokumente zu erzeugen. Zudem können Online-Nutzer gemeinsam an Schriftstücken arbeiten.

Die Google Apps bestehen aus Online-Programmfunktionen für Textverarbeitung, Präsentation, Tabellenkalkulation, Kalender, E-Mail und Instant Messaging (Google Talk). Damit umfasst das Angebot zumindest die Grundfunktionen von Microsofts Office-Paket. Als Vorteil der Offerte hebt Salesforce.com auch hervor, dass beide Produkte bereits integriert sind, so dass hier für den Endanwender keine Arbeit anfällt. Zudem spare er sich Programm-Updates, da sowohl Google als auch Salesforce.com ihre Softwareplattform an zentraler Stelle für alle Nutzer pflegen.

Offline-Funktionen fehlen noch

Was noch fehlt, ist eine Offline-Variante, die es dem Nutzer gestattet, die CRM-Daten sowie seine Google-Dokumente auch ohne Internet-Verbindung zu nutzen. Derzeit verfügen beide Online-Produkte zwar über Offline-Features, diese lassen sich jedoch nicht kombinieren. Im Gegensatz dazu liefern heute praktisch alle Anbieter von CRM-Software auch Offline-Funktionen für mobile Nutzer.

Sowohl Google als auch Salesforce.com greifen mit ihren jeweiligen Angeboten die etablierten Softwarehersteller an, allen voran Microsoft. Der Softwarekonzern sucht händeringend nach Wegen, im Online-Geschäft besser zum Zuge zu kommen. Es geht dabei unter anderem um werbefinanzierte Dienste und Applikationen zur Miete, die auf PCs installierte Microsoft-Programme ergänzen sollen ("Software plus Service"). Alle bisherigen Bemühungen reichen offenbar nicht: Microsoft versucht seit einigen Wochen, den Online-Portalanbieter Yahoo zu kaufen.

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