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Goy-Hinrich Korn | Bernard Krone Holding

"Die IT kann sich sehen lassen"

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von Ina Hönicke
Kommunizieren und überzeugen anstatt überfahren nach dieser Maxime agiert Goy-Hinrich Korn als CIO von Bernard Krone.

Als Goy-Hinrich Korn vor drei Jahren zum niedersächsischen Hersteller von Landmaschinen und Nutzfahrzeugen Bernard Krone kam, erwartete ihn eine mittelständische Firma mit zweistelligen Umsatzraten. Zuletzt lag der Umsatz bei 1,2 Milliarden Euro. Das starke Wachstum war erfreulich, doch es bestand akuter Handlungsbedarf auch in der IT. Deshalb führte Korn in der Maschinenfabrik sowie im Fahrzeugwerk SAP ein: "Durch das Engagement unseres Teams gelang uns das sehr gut."

Kurzporträt | Goy-Hinrich Korn

Geburtsjahr1964.

PositionCIO (Leiter Organisation/EDV).

StationenLeiter der Abteilung Org/EDV der Firma Saueressig (1998 2003), Leiter der Abteilungen "Qualitätsmanagement" und "Informations- und Kommunikationssys-teme" am Institut für Angewandte Produk-tionstechnologie IAP GmbH (1995 - 1997).

AusbildungDiplominformatiker, Promotion.

Ein CIO muss ...strukturiert denken und Mitarbeiter führen können.

Er liest ...eine Biographie über Condoleezza Rice.

Er wollte mal ...Historiker werden.

Unternehmen

BrancheAutomobil, Maschinenbau. Mitarbeiter 1920.

IT des Unternehmens

Mitarbeiter 25.

IT-Budget 12,5 Millionen Euro.

OrganisationCost-Center + Serviceabteilung

.

ProjektSAP-Einführung in der Maschinenfabrik Bernard Krone in Spelle sowie im Fahrzeugwerk in Werlte.

ZieleVollständig integrierte Auftragsabwicklung mit Schwerpunkt der Integration der Auftragskonstruktion in den ERP-Prozess. Inte-gration des Kunden in die Auftragsabwicklung: Konfiguration von Aufträgen, Garantieabwicklung, Live Tracking etc.

Ziel war die Optimierung der Prozessabläufe über die gesamte Auftragsabwicklung hinweg. Darüber hinaus wollte Korn eine IT-Infrastruktur schaffen, um sein Unternehmen in einer starken Wachstumsphase zu unterstützen. Der Landmaschinenhersteller steigerte seine Produktion immerhin um 50 Prozent innerhalb eines Jahres.

Von der Bestellung bis zur Rechnungsstellung läuft heute alles ohne Medienbrüche ab. Und der Informatiker und promovierte Ingenieur Korn beabsichtigt weitere Verbesserungen. So wird er in der Planung sowie Optimierung der Bestände weitere SAP-Werkzeuge und damit eine so genannte Kapazitätsglättung einführen. Seine Strategie lautet: SAP als Standard in Warenwirtschaft und Logistik, Outsourcing dort, wo sich Aufgaben unter funktionalen und Kostengesichtspunkten ausgliedern lassen. Korn ist stolz darauf, mit dem IT-Bereich in den vergangenen Jahren so große Fortschritte gemacht zu haben: "Das Niveau der IT kann sich heute wirklich sehen lassen." Die Widerstände im Projekt hielten sich in Grenzen, sie waren nur "bei einzelnen Personen gegeben", die daraufhin zum Teil bewusst als Key User mit ins Projekt aufgenommen wurden, wie der IT-Chef versichert. Für ihn war der Erfolg auch deshalb möglich, weil es sich bei der Bernard Krone Holding um eine mittelständische Firma handelt, an deren Spitze der Inhaber selbst steht.

Dass die IT- und die Geschäftsstrategien stark ineinandergreifen, liegt auch an Korns Position im Unternehmen, der sowohl die IT als auch die Organisation verantwortet. Der CIO: "Dadurch entstehen echte Synergien." Die Kommunikation liegt Korn ebenfalls am Herzen. Alle zwei Wochen finden sich deshalb die Geschäftsführer und Bereichsleiter zu Leitungssitzungen zusammen. Zwischendurch setzen sich die IT-Profis mit den Kollegen der Fachabteilungen an einen Tisch, Korn wiederum berichtet dem CEO täglich. Bei neuen Projekten bezieht er die Anwender mit ein: "Wir lassen neue Applikationen grundsätzlich von Test-Usern prüfen. Schließlich wollen wir keine böse Überraschung erleben." Kommunikation und die Möglichkeit, Mitarbeiter zu führen, haben ihn letztlich zur IT gebracht haben: "Ich wollte schon immer mit Menschen zu tun haben, Know-how weitergeben und Neues anstoßen. Genau deshalb fühle ich mich hier am richtigen Platz."

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