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Erster CMDB-Standardvorschlag

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Der Kern des IT-Service-Managements bleibt für Anwender noch diffus.

Die CMDB Federation hat erste Spezifikationen für die Configuration Management Database (CMDB) vorgelegt, die zentrale Informationsdrehscheibe für alle Teillösungen, die für ein Service-Management im Itil-Sinne notwendig sind. In ihr müssen unabdingbar Informationen zum Zustand einer umfassenden IT-Umgebung zusammenfließen, die beispielsweise im Asset-Management, Service Desk und Change-Management anfallen. Momentan verwenden die Anwender für diese unterschiedlichen Apekte des IT-Managements Punktlösungen, die oft mit einer eigenen Datenbank ausgestattet sind. Die dort gesammelten Informationen müssen aber über eine zentrale Lösung integriert werden, um sie anschließend wieder den IT-Mitarbeitern in den Teilbereichen zur Verfügung stellen zu können.

"Ein Hauen und Stechen"

Der äußerst vage Standardvorschlag der CMDB Federation lässt sich nicht nur als freundliche Einladung an die IT-Welt interpretieren. Man könnte auch klagen: Was, mehr habt ihr in 16 Monaten nicht auf die Beine stellen können? Das diffuse Ergebnis dürfte auch Ausdruck heftiger Kämpfe zwischen den Lösungsanbietern in der CMDB Federation sein. Die CMDB wird das zentrale Element in künftigen IT-Architekturen. Entsprechend eifersüchtig werden die Beteiligten an einer Standardisierung auf ihre Vorteile achten. Während alle Anbieter laut ihre Bemühungen um Standards beteuern, berichten Insider gegenüber der COMPUTERWOCHE bereits ganz anderes aus dem Standardisierungsverfahren. Es herrsche "ein Hauen und Stechen", erklärte ein Beteiligter. "Da geht es zu wie in den Unix-Kriegen." Offenbar werden wieder einmal unter dem Mäntelchen der Standardisierung Spezifikationen gesucht, die weich genug sind, um proprietäre und inkompatible Lösungen zu ermöglichen. (ls)

Management Data Repositories

Dies ist ein Anliegen der CMDB Federation, welche die "Big Four" des IT-Managements, BMC, CA, HP und IBM, sowie Microsoft und Fujitsu im April 2006 aus der Taufe gehoben haben. Der jetzt vorgelegte Vorschlag beschreibt Ansätze für so genannte Management Data Repositories. Der Plural deutet schon an, dass nicht unbedingt eine CMDB allein im Zentrum zu stehen hat, sondern auch verteilte Datenbanken möglich sind. Umso wichtiger sind daher die Mechanismen zum Datenaustausch zwischen den einzelnen IT-Management-Tools und den Repositories (auch für den Informationsfluss unter diesen) oder einer zentralen CMDB-Instanz. Dazu baut der Spezifizierungsvorschlag auf einer Service-orientierten Architektur auf und bedient sich Standards wie HTTP, Soap, WSDL und XML.

Allerdings sind diese technischen Grundlagen teilweise widersprüchlich und durchaus nicht nur in einer, sondern in herstellerspezifischen Implementierungen verbreitet. Die CMDB Federation scheint sich dieser Problematik bewusst zu sein. Denn sie bietet ihren ersten Vorschlag nicht etwa als konkretes Zwischenergebnis, sondern allen Anwender- und Anbieterunternehmen als erste Dis-kussionsgrundlage an. (ls)

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