Der kalifornische Datenbankspezialist Sybase hat zwar kein spektakuläres Ergebnis für das zweite Quartal vorgelegt, aber eine Verbesserung für den Verlauf des Geschäftsjahres in Aussicht gestellt. Im jüngsten Berichtszeitraum stiegen die Einnahmen um knapp 14 Prozent auf 245 Millionen Dollar, der Nettogewinn schrumpfte um ein Prozent auf 26 Millionen Dollar. Während der Profit die Ziele der Wallstreet übertreffen konnte, blieb der Umsatz leicht hinter den Prognosen zurück. Immerhin konnte die operative Marge (nach GAAP) in den vergangenen fünf Quartalen gesteigert werden, sie belief sich zuletzt auf 15 Prozent.
Die Lizenzeinnahmen sanken im Vorjahresvergleich um sieben Prozent auf 77,4 Millionen Dollar. Sybase begründete dies mit einem großen Vertragsabschluss, über dessen Modalitäten mit einem Bestandskunden noch verhandelt wird. Besser lief es im Bereich Sybase 365, den sich das Unternehmen mit der amerikanischen Firma Mobile 365 Ende 2006 einverleibt hat. Der Kaufpreis betrug 425 Millionen Dollar, und Sonderaufwendungen aus der Akquisition belasteten auch im jüngsten Quartal das Ergebnis. Mit Sybase 365 offeriert das Unternehmen Mobilfunk-Providern und Anwenderfirmen eine Plattform für Handy-Nachrichten und mobiles Mail-Management. Hier sieht Sybase seine Zukunft, deren Wachstum derzeit noch vom Geschäft mit klassischen Datenbankprodukten unterstützt wird.
Die Ergebnisprognose fiel relativ optimistisch aus, was sowohl den laufenden Berichtszeitraum als auch das Gesamtjahr betraf. (ajf)