CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden

Jedes vierte IT-Projekt geht den Bach hinunter

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
Wie eine Studie von Infora belegt, liegen die größten Probleme in der Steuerung und im Controlling.

In den vergangenen zwei Jahren hat nur jedes fünfte Unternehmen mit seinen IT-Vorhaben wenigstens näherungsweise die angepeilten Ziele erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Beratungshauses Infora GmbH, Köln, für die mehr als 300 Firmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 100 Millionen Euro befragt wurden.

Schäden in Milliardenhöhe

Der Studie zufolge haben ganze 19 Prozent der Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit mehr als 90 Prozent ihrer IT-Projekte vollständig und mit den gewünschten Ergebnissen abgeschlossen. Weitere 42 Prozent waren immerhin mit 75 bis 90 Prozent der Maßnahmen erfolgreich. Die restlichen 39 Prozent mussten zumindest jedes vierte Projekt als Flop verbuchen. Diese (Miss-) Erfolgsquote stellt auch den Mittelwert aller Befragungsergebnisse dar. Fünf Prozent der Befragten hatten in den vergangenen 24 Monaten offenbar nur eine Fifty-fifty-Chance, die jeweiligen Projektziele zu erreichen. "Hochgerechnet auf das gesamte Projektvolumen in Deutschland verbirgt sich dahinter ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe", beschreibt die Infora-Beraterin und Geschäftsstellenleiterin Anja Zimmermann die Konsequenzen aus den Umfrageergebnissen.

Die Gründe für das Scheitern sind zum einen darin zu suchen, dass sich die Anforderungen häufig noch während der Realisierung ändern. Zwei Drittel der befragten IT-Manager beklagten diese "beweglichen Ziele".

Aber ebenso schwer fallen schlechte Projektsteuerung und mangelhaftes Projekt-Controlling ins Gewicht. Drei von fünf der Befragten stellten sich hier selbst ein schlechtes Zeugnis aus.

Keine billigen Ausreden

Eine untergeordnete Rolle spielen dagegen Restriktionen bei den Budgets. Zu dieser wohlfeilen Erklärung nahmen jedenfalls nur 43 Prozent der Studienteilnehmer Zuflucht. Auch unzureichende Ressourcen oder Mängel bei den fachlichen Kompetenzen dienten nur jedem zweiten Unternehmen als Entschuldigung für Projektfehlschläge.

Angesichts dieser Ergebnisse empfiehlt Zimmermann, das Thema Projekt-Management ernster zu nehmen. Es sei "das Herz-Kreislauf-System der IT-Vorhaben" und deshalb von erfolgskritischer Bedeutung. Im Prinzip hätten die Unternehmen das auch erkannt, doch zögen sie in der Praxis noch zu selten die Konsequenzen daraus.

"Großes IT-fachliches Know-how bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch die erforderlichen Fähigkeiten für die Ausrichtung, Steuerung und Kontrolle von Projekten vorhanden sind", weiß die Beraterin. Projekt-Management verlange von den damit betrauten Mitarbeitern "ein Profil mit großem Planungs- und Koordinationstalent". Trotzdem übertrügen die Unternehmen das Management der Projekte häufig Mitarbeitern, die sich vor allem durch fachliche Spezialisierung auszeichneten. (qua)

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Die beste Freeware der Welt Die beste Freeware der Welt Jede Aufgabe am PC lässt sich mittels Freeware hervorragend lösen. Wir stellen die besten Freeware-Programme vor, die auf keinem Rechner fehlen sollte ...
weiter
10 Fotosharing-Dienste im Check (Foto: Stefan von Gagern) 10 Fotosharing-Dienste im Check Wer gewinnt den "Website Award" in der Kategorie Fotosharing-Portale? Wir haben zehn bekannte Angebote unserem Website-Check unterzogen.
weiter
Marktübersicht Ultrabooks Marktübersicht Ultrabooks Die schicken Ultrabooks sollen dem iPad Paroli bieten. Doch was leisten die Topmodelle der Anbieter wirklich? Und sind sie ihren Preis wert?
weiter
Honig verführt Hacker (Foto: Yuri Arcurs - Fotolia) Honig verführt Hacker Mit Honigtöpfen, zu englisch Honeypots, lockt die Telekom Angreifer im Internet auf IT-Systeme ohne Funktion.
weiter
Welche Geräte von der WPS-Lücke betroffen sind Welche Geräte von der WPS-Lücke betroffen sind Eine neu entdeckte Schwachstelle erlaubt es aber, den PIN-Schutz WPS in WLAN-Komponentenen schnell und einfach auszuhebeln.
weiter
KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps