Die Deutsche Post IT Services GmbH will Integrationsdienste als On-Demand-Lösung beziehungsweise als Application-Service-Provider (ASP) anbieten. Das dazu aufgesetzte Shared Integration Service Center (Sics) besteht aus einer Middleware-Plattform, die den Kunden des IT-Dienstleisters zentral gehaltene Funktionen für Enterprise Application Integration bereitstellt. Hierzu gehören FTP- und Soap-Services, Routing oder Scheduling sowie Dienste wie Fehlerbehandlung, Logging, Billing oder File-Storage-Services. Zum Aufbau der Plattform hat sich die Post-Tochter für die "E2E Bridge" und damit für den modellbasierenden Integrationsansatz des in Basel ansässigen Herstellers E2E entschieden.
Das Prinzip hinter dem Produkt besteht darin, dass es in die Prozessmodellierung mit Hilfe der Unified Modeling Language (UML) auch die Schnittstellen zu Bestandssystemen einbezieht. Deren Integration in ein Prozessmodell erfordert üblicherweise einigen Programmieraufwand. Die zum Standard XML Metadata Interchange (XMI) kompatiblen E2E-Werkzeuge erfassen die Metadaten solcher Interfaces und wandeln sie für ihre Verwendung im UML-Modell um.
"Wir haben uns umfassend am Markt informiert und verschiedene Anbieter und Lösungen evaluiert", erklärt James Kariko Kimathi, Head of Integration Solutions bei der Deutsche Post IT Solutions GmbH. Ausschlaggebend sei die Schnelligkeit und Qualität gewesen, mit der sich Integrationsprojekte auf Basis von E2E aufsetzen lassen. Ein schwieriges Proof-of-Concept-Szenario sei in Rekordzeit um- gesetzt worden, die erzielte Performance würde von klassischen Plattformen nicht ereicht, so der Manager. (ue)