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Fit für die nächste Netzrevolution

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Die Next Generation Networks (NGN) verändern laut IDC die TK-Landschaft.

Dass der Trend auch bei den großen Carrriern zu reinen IP-Netzen geht, ist unstrittig. Wie sich der Aufbau dieser Netze der nächsten Generation auswirkt, untersuchen Analysten von IDC in ihrer Studie "Next-Generation Networks: Prepare for the Global Revolution". Unisono erhoffen sich die Carrier von den neuen Netzen deutliche Kosteneinsparungen.

Auch wenn die NGN-Infrastrukturen erst in drei bis fünf Jahren stehen, sollten sich CEOs und CIOs in den Augen von Dan Bieler, Director Consulting European Telecommunications and Networking bei IDC und Autor der Studie, bereits heute mit dem Thema befassen, um auf die Veränderungen in der TK-Landschaft vorbereitet zu sein.

Bieler geht etwa davon aus, dass die meisten Carrier zum Ende des Jahrzehnts keine klassischen Zeitmultiplex-(TDM-)Dienste mehr anbieten. Unternehmen sollten deshalb, so der Consultant, rechtzeitig damit beginnen, ihr Netzequipment zu erneuern, damit es auch in der Lage ist, nur reinen IP-Verkehr zu verarbeiten. Verbraucher sollten sich auf neue Preismodelle und Applikationen einstellen. Bieler zufolge sind dies jedoch nur die offensichtlichsten Veränderungen. Der NGN-Aufbau wirkt sich nach seiner Meinung zudem direkt auf die Geschäftsprozesse der Unternehmen aus. "Billing, CRM, ERP, fast alle Prozesse werden sich durch die neue Kommunikationsinfrastruktur verändern", blickt der IDC-Analyst in die Zukunft.

Telcos als IT-Anbieter

NGN verändern aber nicht nur die Geschäftsprozesse in den Anwenderunternehmen selbst, sondern auch die Anbieter. "In der NGN-Welt von morgen", erklärt Bieler, "befinden sich die Telcos eher in der Rolle eines IT-Dienstleisters." Angesichts dieses Wandels stellt sich die Frage, ob die Telcos oder IT-Dienstleister wie EDS und Co. zu den großen Gewinnern zählen werden.

Aus heutiger Sicht drohen die Telecom-Anbieter nach Meinung von Bieler ihre Zukunft zu verspielen, "denn sie sehen die Gefahr, die ihnen durch die NGN erwächst, nicht in ihrer Gesamtheit". Die internen Strukturen der großen europäischen Carrier seien einem Business-Modell, das auf IT-Diensten basiert, nur bedingt zuträglich. Am interessantesten ist für den IDC-Manager hier noch die British Telecom positioniert, auch wenn diese für seinen Geschmack bisher zu Telco-lastig aufgestellt ist. Vor großen Herausforderungen auf dem Weg in die NGN-Zukunft ständen dagegen noch die Deutsche Telekom und France Télécom mit ihren Töchtern T-Systems und Orange. Für den Analysten gäbe ein T-Systems-Verkauf - über den in den letzten Wochen wiederholt spekuliert wurde - wenig Sinn. Zielführend wäre für Bieler lediglich eine T-Systems-Partnerschaft, bei der die Telekom die unternehmerische Kontrolle behält. (hi)

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