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EDS verkauft Servicetochter Field

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Neuer Eigentümer der Geschäftseinheit ist IT-Dienstleister A&O.

Der IT-Dienstleister EDS hat seine in Frankfurt am Main ansässige westeuropäische Tochtergesellschaft Global Field Services (GFS) an deren Wettbewerber A&O für einen nicht genannten Betrag verkauft. Hintergrund ist eine stärkere Konzentration auf die Kernkompetenzen: "Das GFS-Geschäft besteht zum großen Teil aus Dienstleistungen, die keine hohen Margen bringen: lokaler Support, Wartung und Reparatur, Verkauf von Hardware. Das passt mittelfristig nicht in unser Portfolio", begründete Reinhard Clemens, Vorsitzender der Geschäftsführung von EDS Deutschland, die Entscheidung.

EDS baut Personal in Deutschland ab

Der IT-Dienstleister möchte 150 bis 200 Mitarbeiter loswerden. Wer freiwillig den Hut nimmt, kann zunächst in eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln, in der EDS berufliche Weiterbildung und Hilfe bei der Jobsuche anbietet. Insgesamt beschäftigt EDS Deutschland 4400 Mitarbeiter. Im Zuge des A&O-Deals verlassen bereits 824 IT-Experten das Unternehmen.

EDS möchte sich intern neu ausrichten und den Branchenfokus verstärken. Dabei konzentriert sich der Dienstleister auf Kunden aus den Segmenten Fertigung, Transport, Finanzen, öffentliche Hand und Telekommunikation. (jha)

Das bedeute aber nicht, dass sich EDS grundsätzlich aus dem Geschäft mit IT-Infrastruktur-Dienstleistungen verabschiede: "Der Bereich Desktop-Management und alles, was dazugehört - Asset- und System-Management, Security und Call-Center-Dienste - zählt nach wie vor zu unseren Kernkompetenzen", erläuterte Clemens. Nur die "Low-Level-Tätigkeiten" in diesem Umfeld werde EDS zukaufen. Auch nach dem Übergang des Geschäftsbereichs an A&O werde EDS die betroffenen Kunden im Auge behalten. "Ein erheblicher Anteil des Geschäfts mit Field-Services entfällt auf unsere großen Kunden." Fortsetzung auf Seite 4

"Daher kam es uns auf einen stabilen Partner an, der diese Dienstleistungen als Kerngeschäft betrachtet und flächendeckend anbietet - auch in wichtigen Ländern wie Deutschland", so Clemens.

A&O erhofft sich von der Integration der ehemaligen EDS-Sparte, die rund 400 Millionen Euro pro Jahr umsetzt, die Marktführerschaft im Bereich technischer Dienstleistungen in Europa.

Durch die Übernahme wechseln fast 3000 GFS-Mitarbeiter - verteilt auf England, Irland, Frankreich und Deutschland - zu A&O. Damit wächst die Belegschaft des mittelständischen IT-Dienstleisters auf rund 4300 Angestellte. Die bevorstehende Integration sieht A&O-Chef Michael Müller gelassen: "Wie haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir als mittelständisches Unternehmen in der Lage sind, neue Mitarbeiter in die vorhandene Organisation zu integrieren."

Beide Anbieter seien "sehr verantwortungsvoll" im Umgang mit den betroffenen Angestellten: "Die Lage stellt sich anders dar als bei der Übernahme der Sinitec-Gesellschaft, wo einige chirurgische Eingriffe unvermeidlich waren", so Müller. SBS hatte seine Wartungstochter Sinitec im März vergangenen Jahres an A&O verkauft; 600 Mitarbeiter mussten gehen. (sp)

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