CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden

SBS verkauft Tochter Sinitec an A&O

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
Siemens Business Services (SBS) hat bekannt gegeben, sich von der Tochter Sinitec zu trennen. Gleichzeitig kamen Gerüchte auf, SBS könne von Atos Origin geschluckt werden.

SBS hat mit A&O einen Vertrag unterzeichnet, demzufolge die Unternehmensgruppe Sinitec verkauft wird. Beide Anbieter sind auf die Wartung und Reparatur von Hardware spezialisiert.

Sinitec beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter. Der Verkauf diene der Konzentration auf höherwertige Services, heißt es bei SBS. Hierzu zählt etwa die Konsolidierung von IT-Infrastrukturen oder Security- und Hochverfügbarkeitservices. Diese Strategie habe das Unternehmen in anderen Ländern bereits erfolgreich umgesetzt.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Sinitec-Gesellschaften in dem neuen Umfeld bessere Zukunftsperspektiven haben", erklärte Adrian von Hammerstein, Chef von Siemens Business Services. "Mit A&O haben wir einen schnell wachsenden und erfolgreichen Mittelständler als Käufer gewonnen", so der Siemens-Mann.

SBS werde auch weiterhin mit Sinitec als Partner zusammenarbeiten. Der A&O-Geschäftsführer Michael Müller und die bisherigen Sinitec-Geschäftsführer Stefan Schlosser und Erich Jonas bilden die Geschäftsführung der neu gegründeten A&O Systems + Services GmbH, auf die Sinitec übertragen wird.

Derweil kursierten Gerüchte, SBS und seine insgesamt rund 36000 Mitarbeiter könnten mit dem französischen IT-Dienstleister Atos Origin verschmolzen werden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte mit Bezug auf einen Informanten, der mit den Vorgängen vertraut sei, gemeldet, dass es keine Details zu solch einem Deal gebe. "Höchstens vorläufige Gespräche" hätten stattgefunden. Siemens selbst habe sich "noch keine endgültige Meinung gebildet". SBS wollte zu den Gerüchten keinen Kommentar abgeben.

Klaus Kleinfeld, der zu Beginn des Jahres Heinrich von Pierer an der Spitze des Siemens-Konzerns beerbt hat und der sich für die Sanierung von SBS alle Optionen offen hält, sagte zu den Atos-Origin-Spekulationen lediglich, es gebe solche Überlegungen schon seit längerem.

Jörn Roggenbuck, Sprecher bei SBS, wollte zu den Gerüchten keine Stellung nehmen. An der Äußerung von Kleinfeld von vergangener Woche, man prüfe alle Optionen, habe sich nichts geändert. Roggenbuck bestätigte, dass SBS innerhalb von drei Jahren den Betrieb der gesamten IT-Infrastruktur der Siemens AG übernehmen werde. Hierzu gehörten Telefone, alle Desktops und Notebooks samt deren Softwareverwaltung und -aktualisierung, ferner alle Rechenzentren von Siemens sowie alle IT-Netze.

"SBS übernimmt fast sämtliche IT-Aufgaben der Siemens AG", so der Unternehmenssprecher. Lediglich solche Arbeiten wie das Applikations-Management etwa von SAP-Lösungen würden auch in Zukunft von externen Spezialisten erledigt. Roggenbuck wollte in diesem Zusammenhang nicht kommentieren, ob dieser Schachzug dazu diene, die Braut SBS für eine Übernahme schön zu machen.

Im Zusammenhang solcher Überlegungen wäre etwa der Kauf des IT-Dienstleisters von Thyssen-Krupp, Triaton, durch Hewlett-Packard (HP) vergleichbar. HP hat immer wieder betont, wie wichtig bei diesem Deal die Tatsache war, die gesamte IT-Dienstleistung bei Thyssen-Krupp übernehmen zu können. Für Siemens würde also ein SBS-Verkauf ein Komplett-Outsourcing bedeuten. (jm)

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Die beste Freeware der Welt Die beste Freeware der Welt Jede Aufgabe am PC lässt sich mittels Freeware hervorragend lösen. Wir stellen die besten Freeware-Programme vor, die auf keinem Rechner fehlen sollte ...
weiter
10 Fotosharing-Dienste im Check (Foto: Stefan von Gagern) 10 Fotosharing-Dienste im Check Wer gewinnt den "Website Award" in der Kategorie Fotosharing-Portale? Wir haben zehn bekannte Angebote unserem Website-Check unterzogen.
weiter
Marktübersicht Ultrabooks Marktübersicht Ultrabooks Die schicken Ultrabooks sollen dem iPad Paroli bieten. Doch was leisten die Topmodelle der Anbieter wirklich? Und sind sie ihren Preis wert?
weiter
Honig verführt Hacker (Foto: Yuri Arcurs - Fotolia) Honig verführt Hacker Mit Honigtöpfen, zu englisch Honeypots, lockt die Telekom Angreifer im Internet auf IT-Systeme ohne Funktion.
weiter
Welche Geräte von der WPS-Lücke betroffen sind Welche Geräte von der WPS-Lücke betroffen sind Eine neu entdeckte Schwachstelle erlaubt es aber, den PIN-Schutz WPS in WLAN-Komponentenen schnell und einfach auszuhebeln.
weiter
KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps