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Desktop-Dienste für Mittelständler

T-Com liefert nun auch IT-Services

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MÜNCHEN (CW) - T-Com, die Festnetzsparte der Deutschen Telekom, macht der hauseigenen IT-Dienstleistungsschwester T-Systems künftig Konkurrenz. Ihren rund 2,5 Millionen Geschäftskunden bietet sie kombinierte PC- und TK-Dienste an.

Ab sofort können Geschäftskunden komplette IT-Arbeitsplätze zum Pauschalpreis von T-Com beziehen. Mit den "IT-Business-Lösungen" spricht der Betreiber vornehmlich kleine und mittlere Unternehmen an. Zu den Bausteinen des Pakets zählen Hardware (inklusive Office-Software), Vernetzung, Sicherheit, Betreuungsdienste und Finanzierungsmodelle. Einer Beispielrechnung zufolge schlägt ein einzelner Arbeitsplatz mit 1,17 Euro Leasingrate pro Tag zu Buche. Eine Umgebung mit fünf vernetzten Arbeitsplätzen, Mail- und File-Server, Homepage, TK-System und DSL-Zugang mit 2 MB/s kostet 15 Euro pro Tag, jeweils auf eine Laufzeit von 36 Monaten bezogen.

Den Service vor Ort erbringt T-Com von rund 100 bundesweit verteilten und auf derartige Arbeiten spezialisierten Niederlassungen aus. Sie bieten Leistungen zum Festpreis, beispielsweise kostet die Inbetriebnahme eines PC 86,20 Euro netto. Zudem garantiert der technische Kundendienst vereinbarte Servicequalitäten. Die Störungen werden wo möglich per Fernzugriff, und nur im Bedarfsfall vor Ort behoben.

Mit den "Managed Desktop Services" führt T-Systems ein vergleichbares Produkt im Portfolio, richtet sich mit diesen Diensten aber vornehmlich an Großkunden. Das neue und nahezu gleiche Angebot der T-Com dürfte die Diskussion um eine strukturelle Veränderung der Telekom wieder anheizen. Nach der CeBIT 2004 gab es Spekulationen, wonach Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke die Vier-Säulen-Struktur des Carriers, bestehend aus T-Com, T-Systems, T-Mobile und T-Online, anders ordnen wolle. Denkbar ist demnach, dass T-Systems die Gesamtverantwortung für Geschäftskunden übertragen wird. Bislang werden die Großkunden von T-Systems und mittlere und kleine Unternehmen von T-Com betreut. Auslöser der Mutmaßungen war der Rücktritt von T-Com-Chef Josef Brauner, dem bislang kein Ersatz folgte, das Amt wird derzeit von Ricke selbst kommissarisch besetzt. (jha)

Wenn es mit dem Outsourcing-Partner nicht mehr klappt

CHANCEN Partnerwechsel:

- Kulturelle und personelle Konflikte werden gelöst und Reibungsverluste verringert;

- Ziele und Services lassen sich neu vereinbaren und in verbesserten Strukturen darstellen;

- der neue Betreiber kann kompetenter und leistungsfähiger sein, Kosten können sinken, die Qualität steigen.

RISIKEN Partnerwechsel:

- Die vom Auftraggeber verursachten Probleme werden nicht beseitigt;

- während der Übergangsphase kommt es zu Qualitätseinbußen;

- es gibt Widerstände des bisherigen Providers in der Migrationsphase.

CHANCEN Insourcing:

- Die erfolgskritische Planungskompetenz wird wiederhergestellt;

- Entscheidungsprozesse und Umsetzung lassen sich beschleunigen;

- IT-Services lassen sich genau auf den eigenen Bedarf abstimmen.

RISIKEN Insourcing:

- Personalrekrutierung ist schwierig, langwierig und teuer;

- es gibt Kompetenzdefizite in der kritischen Planungsphase;

- der bisherige Provider bereitet Probleme beim Übergang von Mitarbeitern und Know-how.

Quelle: Droege & Comp.

Mit der steigenden Nachfrage nach Auslagerungsprojekten nimmt zwangsläufig auch die Zahl der problematischen Partnerschaften zu. Die jüngsten Umfragen von Marktforschungs- und Beratungshäusern wie Gartner, Ovum und PA Consulting haben gezeigt, dass viele Anwender mit dem Leistunsgvermögen ihrer Dienstleister und den Einspareffekten der Outsourcing-Projekte unzufrieden sind. Dennoch sollte für Outsourcing-Anwender die vorzeitige Vertragskündigung die Ultima Ratio sein. Die Kosten für die Alternativen Insourcing und Partnerwechsel sind hoch, sie belaufen sich je nach Umfang und IT-Landschaft auf zehn bis 50 Prozent des jährlichen IT-Budgets, und Besserung ist nicht garantiert.

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