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Nach der Ankündigung des Cascade-Kaufs

Ascend hat jetzt noch einige wichtige Fragen zu klären

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Mit dem Entschluß, Cascade zu übernehmen, stellt Ascend sich in gewisser Weise in eine Reihe mit Cisco und 3Com: Auch die Networking-Rivalen bringen sich mit schöner Regelmäßigkeit durch Aufkäufe anderer Firmen in die Schlagzeilen. Dabei weisen die aufkaufenden Companies oft darauf hin, man tue dies, um zum Anbieter von End-zu-End-Lösungen zu werden. Branchenkenner hingegen unterstellen, daß etablierte Unternehmen wie Cisco oder Ascend auch akquirieren, um potentielle Mitbewerber beziehungsweise Newcomer auf dem Markt unschädlich zu machen. Ascend wird den Deal wohl auch geschlossen haben, um den Anschluß an Cisco und 3Com nicht zu verlieren.

Was wird aus den Allianzen?

Ein Merger wie der von Ascend und Cascade wirft eine Reihe von Problemen auf: So müssen Produktlinien abgeglichen und Redundanzen beseitigt, das Management der neuen Struktur angepaßt und eventuell Differenzen bei bestehenden Partnerschaften beseitigt werden. Gerade dieser letzte Punkt ist von Interesse: Cascade hat sich Anfang 1997 mit IBM und 3Com zu einer gemeinsamen IP-Switching-Initiative zusammengetan. Gemeinsam wollten die Unternehmen zum Jahresende eine IP-Switching-Lösung entwickeln, die sowohl öffentliche als auch firmeneigene Netze umfaßt.

Nachdem Ascend Cascade nun gekauft hat, taucht die Frage auf, was aus der neuen Allianz wird. Ascend liegt sicher wenig daran, den Marktanteil seiner IP-Switches "GRF 400" und "GRF 1600" dadurch zu gefährden, daß Cascade mit seiner "IP-Navigator"-Software den Konkurrenten dabei hilft, eine Konkurrenzlösung zu entwickeln.

Produktpalette für NSPs interessant

Auf jeden Fall wird das neuentstandene Unternehmen, das künftig unter dem Namen Ascend operieren wird, über eine komplette Produktlinie verfügen, die Anwendern vom Zugangs- bis zum Backbone-Bereich alle notwendigen Komponenten liefern kann. Durch die Zusicherung von Unternehmenssprechern, bis Ende 1997 die Produktreihen der beiden Companies unter eine Management-Plattform zu bringen, machen sie das Equipment für potentielle Kunden noch attraktiver.

Die Analysten der Gartner Group sehen das ähnlich. Ihrer Meinung nach hat das neue Unternehmen, in dem Cascade wohl gemeinsam mit Ascends GRF-Produkten den Kern des IP-Switching-Bereiches bilden dürfte, eine vor allem für Netz-Service-Provider (NSPs) interessante Produktpalette. Trotzdem weist Gartner darauf hin, daß Ascend wohl Scwierigkeiten haben wird, Cisco in puncto Router-Funktionalität bei NSPs den Rang abzulaufen.

Der Produktpalette der beiden Unternehmen fehlt den Analysten zufolge vor allem ein leistungsfähigerer ATM-Switch. Außerdem müssen die Zugangskonzentratoren-Familie "Sahara" auf den Markt gebracht, die GRF-Technologie mit den Cascade-Switches und dem IP-Navigator integriert sowie die Netz-Management-Systeme vereinheitlicht werden.

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