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Loest das Internet Netzwerk-Betriebssysteme ab? Oracles Web-Browser kommt mit integrierter Server-Software

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BOSTON (IDG) - Nachdem zahlreiche Wettbewerber bereits eigene Web- Browser anbieten, steigt nun auch Oracle in diesen Markt ein. Neben dem kostenfreien Web-Browser entwickelt das Unternehmen Software, die sein relationales Datenbank- Management-System fuer den Gebrauch im Internet anpasst.

Analysten sehen in Oracles "Websystem Suite" und aehnlichen Produkten bereits Anzeichen dafuer, dass sich das Client-Server- Computing massiv veraendern wird. Der Umbruch koennte, wie es weiter heisst, dazu fuehren, dass kuenftig das Internet anstelle von konventioneller Netzwerksoftware in der DV verwendet wird. Dahinter steht der Traum von Oracle-CEO Larry Ellison: Die PCs werden durch billige, einfache Internet Access Devices ersetzt.

Oracles "Powerbrowser", bisher unter dem Namen "Webstation" bekannt, so die Einschaetzung der Analysten, erlaubt kuenftig den Aufbau von staerker auf Interaktion ausgelegten Web-Sites. Der Browser soll Ende des Jahres kostenfrei zur Verfuegung stehen und vom Leistungsumfang her die Tools von Netscape oder Netmanage uebertreffen.

Dazu kommt der Powerbrowser mit einer eigenen HTTP-Server- Software, so dass jeder PC oder Apple-Rechner gleichzeitig als Server und Browser fungieren kann. Zudem koennen Applikationen grafisch mit Hilfe von HTML entwickelt werden. Zur Datenvalidierung dient die Database Markup Language (DBML). Wie es weiter heisst, laufen auf dem Tool auch Applikationen, die mit Suns Java geschrieben sind.

Das zweite Produkt der Websystem Suite, die "Webserver Option", erlaubt die Verwendung des "Oracle 7 Enterprise Server RDBMS" als HTTP-Server. Waehrend das Produkt fuer Solaris-Plattformen sofort verfuegbar ist, sollen entsprechende Releases fuer Windows NT und die wichtigsten Unix-Derivate im November folgen. Dritter im Bunde ist der "Webserver", der wie die Webserver Option funktioniert, aber mit einer Kopie des "Oracle 7 Workgroup Server" ausgeliefert wird und die gleichen Betriebssysteme unterstuetzt. Die Markteinfuehrung ist ebenfalls fuer November geplant.

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