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Adenauer-Neffe plant Übernahme - Vertrieb der IBM-ES-9000-Linie

Dresdner Robotron-Softwarehaus hat vielleicht schon- zur Jahreswende einen neuen Eigentümer

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DRESDEN (vwd/CW) - Peter Adenauer (52), Neffe des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, und erfolgreicher Betreiber eines amerikanischen Systemhauses, strebt die Übernahme des Softwarehauses Robotron-Projekt Dresden (RPD) an.

Adenauer, der im März dieses Jahres von der Treuhand als Geschäftsführer der Firma eingesetzt worden war, soll gegenüber der "Sächsischen Zeitung" gesagt haben, daß er das Unternehmen wahrscheinlich schon zur Jahreswende im Rahmen eines Management-Buy-Outs übernehmen könne.

Nach Mitteilung von RPD ist Jedoch weder der Zeitpunkt der Übernahme festgelegte noch geklärt, ob es sich um ein Management-Buy-out oder um ein Buy-in handeln wird. Die Verhandlungen laufen noch.

Zur Zeit wickelt das Unternehmen bestehende Aufträge mit Partnern in der GUS ab. Die Präsenz im ostdeutschen Markt, auf dem man als Systemintegrator und IBM-Vetriebspartner für die ES9000-Linie auftreten will, muß allerdings erst noch geschaffen werden. Dabei hoffen die Verantwortlichen der RPD, vor allem mit Migrationsdienstleistungen zwischen ESER-Technik und IBM-Mainframes Fuß zu fassen.

Adenauer habe nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Monaten umfangreiche Umstrukturierungen vorgenommen, um das Softwarehaus wettbewerbsfähig zu machen-, schrieb vwd. So stunden von den ehemals 1500 Mitarbeitern, die zu Kombinatszeiten beschäftigt waren, heute noch rund 100 Angestellte auf der Lohnliste. Allerdings hieß es seitens der RPD, daß die Firma bereits zum Amtsantritt Adenauers auf 140 Mitarbeiter geschrumpft war. Zwischen 1989 und März 1992 wären betriebsfremde Funktionen ausgelagert worden, andere Mitarbeiter seien in den Genuß einer Vorruhestandsregelung gekommen.

Rosig schätzen die Beteiligten die Zukunft von Robotron-Projekt nicht ein. Allerdings gibt man sich zuversichtlich, was die künftige Profitabilität des Unternehmens betrifft. Konkrete Zahlen waren jedoch nicht Erfahrung zu bringen. Ein Manager erklärte lediglich, daß Firmen, die sich noch in Treuhandbesitz befänden keine Angaben über Umsatz und Gewinn veröffentlichen. Er betonte jedoch, "die Zahlen, die durch die Presse gegangen sind, entbehren jeder Grundlage ". Die "Sächsische Zeitung" hatte berichtet, die RPD gehe im laufenden Jahr von einem Umsatzanstieg um 20 Prozent auf zehn Millionen Mark aus und wolle bis 1993 profitabel sein.

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