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Bundessieger "Jurgend forscht 1987" wurde ermittelt

Roboter trickst den Zauberwürfel aus

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MÜNCHEN (ih) - Im diesjährigen "Jugend-forscht"-Wettbewerb sind die Würfen gefallen. Aus insgesamt 2545 Teilnehmern gingen Felix und Daniel Scharstein als Bundessieger hervor. Die Brüder haben einen Roboter entwickelt, der den bekannten Zauberwürfel Rubik's Cube in kurzer Zeit automatisch in seine neutrale Stellung zurückdreht.

Für den Endspurt "Jugend forscht 1987" hatten sich 95 Jungen und fünf Mädchen mit insgesamt 74 Arbeiten über die Regional- und Landeswettbewerbe aus insgesamt 2545 Teilnehmern qualifiziert. Sie stellten in Dortmund den rund 60 Juroren aus Forschung und Praxis zwei Tage lang ihre Forschungsergebnisse vor. Veranstalter waren neben der Hoesch AG, Dortmund, die Stiftung Jugend forscht e. V., Hamburg, sowie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz. Den Siegern winkten Reisen, Geldpreise und Studienaufenthalte im Gesamtwert von rund 100 000 Mark. Die überwiegende Zahl der eingesandten Arbeiten beschäftigte sich mit Problemen in den Fachgebieten Chemie und Mathematik/Informatik, gefolgt von Technik und dem Sonderthema Umwelt. Eine große Rolle bei den Forschungen der Jugendlichen spielte der Computer. Fast die Hälfte aller Arbeiten wurde mit Hilfe eines Rechners durchgeführt.

Die Bundessieger, die Brüder Daniel (21 Jahre) und Felix (20 Jahre) Scharstein, gewannen mit ihrer Erfindung einer "Würfelmaschine". Hierbei handelt es sich um einen Roboter, der den Zauberwürfel (Rubik's Cube) aus jeder Stellung vollkommen selbständig in die Ausgangslage zurückbringt. Daniel Scharstein:"Uns hat die Idee gereizt, einen Roboter zu bauen, der in der Lage ist, ein schwieriges Problem selbständig zu lösen." Legt man den Würfel in die Greifer ein, bestimmen Farbsensoren als erstes die Position des Würfels. Dann errechnet der Computer in Sekundenschnelle die nötigen Operationen zur Wiederherstellung der Ausgangsposition. Jetzt setzen sich die Greifgelenke in Bewegung und drehen den Würfel Schritt für Schritt in die Endstellung zurück.

Interesse erregte auch das von Pascal Merle entwickelte Programm "PAMs Term". Es macht aus einem preiswerten Personalcomputer ein hochwertiges Text-Grafik-Terminal, das auch unerfahrene Anwender schnell und fast ohne Anleitung bedienen können. Das Terminal-Programm besteht aus einem Text- und einem Grafikteil.

Die Ausgaben für Text und Grafik werden getrennt in verschiedenen Bildschirmspeichern aufbewahrt. Ist PAMs Term gestartet, schickt das Programm abwechselnd ein Zeichen von der Tastatur zum Host und ein Zeichen vom Host auf den Bildschirm. Mit diesem Programm gelang es dem 15jährigen Preisträger, die Daten teilweise schneller darzustellen, als es die teureren Sichtgeräte schaffen. Im Vergleich zu PAMs Term sind herkömmliche Text-Grafik-Terminals wesentlich "dümmer". Mit Hilfe eines speziellen Protokolls - eines Handshake-Verfahrens - können Host und PC über einen einfachen Akustikkoppler telefonisch kommunizieren. "Und das", behauptet der jugendliche Preisträger, "schneller als bisher und garantiert fehlerfrei."

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