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Systran schafft stündlich bis zu 300 000 Worte und beachtet die grammatikalischen Regeln:

Dem Übersetzer bleibt noch die Feinarbeit

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STUTTGART (je) - Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft wird ihre Fremdsprachen-Übersetzungskapazitäten erweitern: demnach werden die EG-Mitarbeiter Loll Rolling und Albert Bacharach in ihren Luxemburger Übersetzungsabteilungen neben den Sprachpaaren Englisch-Französisch, Französisch-Englisch und Englisch-ltalienisch auch die Sprachpaare Englisch-Deutsch und Französisch-Deutsch rechnergestützt zur Verfügung haben. Dies teilt die Stuttgarter Systran Institut GmbH als Lieferant dieser Sprachpaare mit.

Wie Systran-Projektleiter Edmund Röcker erfahren hat, plant die Kommission darüber hinaus, sich mit Computer-gestützten Übersetzungshilfen vom Englischen ins Japanische sowie ins Arabische auszurüsten. Auch hierfür würden die Stuttgarter die Programme liefern.

Das Stuttgarter Unternehmen - es steht inzwischen unter dem Einfluß der Unternehmensberatung UDF Dr. Fischer GmbH, und UDF-Inhaber Professor Dr. Hellmuth Fischer ist einer seiner Geschäftsführer - bestückt in Luxemburg eine OS/MVS-Anlage mit Systran-Programmen. Lauffähig ist diese Software aber, wie es heißt, auch auf OS/VS 1- und BS2000-Rechnern; und Implementierungen unter CMS sowie weiteren Betriebssystemen seien in Vorbereitung.

Nachredigieren zu 20 Prozent

Für Anpassungen auch an "exotische" Betriebssysteme gibt es nach Röckers Angaben allenfalls eine theoretische Grenze; er räumt ein, daß eine maschinelle Übersetzung nicht von der Qualität sein kann, wie man sie von menschlichen Übersetzern verlangen darf. Die Rate, in der die übersetzten Texte nachzuredigieren seien, beziffert er mit 20 Prozent im Mittel.

Röcker bezeichnet Systran als ein System für EDV-gestützte Basisübersetzungen, dessen Programme es erlauben, Texte von einer natürlichen Sprache (Quellsprache) in eine andere natürliche Sprache (Zielsprache) zu übersetzen.

Dabei bedeute "Basisübersetzung", daß Quellsprachentexte aus vorher bestimmten Fachgebieten in der Zielsprache in grammatikalisch richtigem Aufbau wiedergegeben würden.

Systran - so Röcker - wird bereits von Regierungen und Großunternehmen benutzt, um Dokumententexte in Sprachen wie Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch zu übertragen.

Beispielsweise würden durch Systran neben Texten und Unterlagen der EG-Kommission auch technische Handbücher bei Xerox sowie wissenschaftliche Dokumentationen bei der NASA und der US-Air-Force - bei letzterer 15 Millionen Worte pro Jahr - übersetzt. Röcker betont, die Wirtschaftlichkeit wachse mit der Konzentration auf bestimmte Fachgebiete einerseits und der Größe des Übersetzungsvolumens andererseits.

Das Charakteristikum von Systran ist nach seinen Worten, daß es nicht nur Wort-für-Wort-Übersetzungen erlaubt, sondern den gesamten Satz erfaßt, grammatikalisch analysiert übersetzt und in die Form der Basisübersetzung bringt.

Der Übersetzer könne sich auf seine eigentliche Aufgabe, die sprachliche Feinabstimmung, konzentrieren.

Unrevidierte maschinelle Systran- "erfolgen"?

An Vorteilen einer maschinellen Basisübersetzung nennt er den

Zeitspareffekt

- speziell bei großen Textmengen sowie die

- schnellere Verfügbarkeit der Übersetzungen, außerdem die

Arbeitsersparnis

- im Sinne einer Befreiung der Fachübersetzer von Routinearbeiten; denn

- je nach Maschinenkonfiguration könnten bis zu 300 000 Worte pro Stunde übersetzt werden; ferner die konsistente Fachterminologie

- mit immer einheitlichen Bezeichnungen,

- einem dem Unternehmen stets verfügbaren Terminologiewissen sowie einer

- verringerten Fehlerrate; schließlich die

Flexibilität

- aufgrund der Anpaßbarkeit des Systems an die gängigen Textverarbeitungs- und Composersysteme und insoweit, als

- das System alle maschinellen Steuerzeichen verarbeite. Der Kunde müsse das äußere Erscheinungsbild der Übersetzung nicht neu entwerfen.

In Hannover wird Systran auch erstmals Ausstellungsobjekt auf einer Messe sein. Die Präsentationen finden auf dem UDF-Stand in Halle 3, Stand-Nr. 0701/1101 statt.

Informationen: Systran Institut GmbH, Wilhelm-Hertz-Str. 12, 7000 Stuttgart 1, Tel.:

07 11/29 63 62.

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