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Der Mittelstand rechnet und speichert mit Shorty, hofft HP

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Hewlett-Packard hat mit dem "BladeSystem c3000" (Shorty) eine Server-Speicherkombination entwickelt, die für den Mittelstand gedacht ist.

HP hat für mittelgroße Unternehmen das Blade-System "Shorty" entwickelt. Es soll vor allem über den Fachhandel verkauft werden, weshalb die rund 1800 HP-Händler in Deutschland mit besonderen Maßnahmen und Anreizen hofiert werden. Der Hersteller hat ausgerechnet, dass er die rund 37.000 deutschen Mittelstandskunden mit 100 bis 999 Mitarbeitern nur über diese Reseller erreichen kann. Im Vorfeld wurden sie danach gefragt, was sie benötigen, um dem Mittelstand ein attraktives Angebot unterbreiten zu können. Herausgekommen ist Shorty, der kleinere Bruder der Blade-Lösung "c7000".

Das neue c3000 verfügt über viele Funktionen, die sich auch im größeren Gerät finden. Dazu zählen das "Insight" Control Management, die "Virtual Connect Architecture" und die "Nonstop"-Midplane für hohe Verfügbarkeit. Zudem passen alle Blades der c-Klasse auch in die Mittelstandslösung, so dass für die Server-Blades Xeon-, Opteron und Itanium-Prozessoren zur Verfügung stehen. Bei den Betriebssystemen besteht die Wahl zwischen Windows, Linux, HP-UX und OpenVMS.

Das sechs Unit hohe Chassis bietet Platz für vier Blades mit voller Bauhöhe oder acht halbhohe. Das ist halb soviel wie in das Gehäuse der c7000 passen. HP legt aber Wert auf die Feststellung, dass Shorty nicht einfach eine kleine Enterprise-Lösung ist, sondern speziell für Mittelstandskunden entwickelt wurde, die wenig IT-Knowhow haben. Deshalb enthält Shorty beispielsweise ein "Ultrium"-Bandlaufwerk für die Datensicherung sowie einen USB-Anschluss an der Frontseite des Chassis, an dem sich beispielsweise eine Tastatur anstecken lässt. Für die schnelle Fehlererkennung ist zudem ein kleines Display angebracht, das die wichtigsten Fehlermeldungen anzeigt und Schwachstellen lokalisiert. Zudem soll darüber auch mit einem externen Fachmann kommuniziert werden, wenn keine Telefonverbindung möglich ist. Insgesamt wurde das Blade-System für raue Umgebungen ausgelegt und soll auch in mobilen Anwendungen, etwa auf Schiffen oder in Flugzeugen eingesetzt werden können. Dafür stellt es keine hohen Anforderungen und begnügt sich mit einem herkömmlichen Stromanschluss.

Für die Datenspeicherung setzt HP auf die "All-in-One"-Lösung "SB600c". Die NAS oder iSCSI-Speicher-Blades speichern bis zu 1 TB und enthalten Programme für Snapshots, Datenschutz und Remote Data Replication. Wer es einfacher mag, nimmt "StorageWorks SB40c", das bis zu sechs SAS- oder SATA-Laufwerke im Raid-Verfahren koppelt. Die Datenmigration soll in nur zehn Schritten erfolgen. Für Exchange und SQL Server werden Wizards mitgeliefert.

HP glaubt, dass Blade-System eine Reihe von Vorteilen aufweisen, die sich zunehmend auch der Mittelstand sichern will. Dazu gehören Einsparungen bei Stromaufnahme und Kühlbedarf, die bei 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Rack-Servern ("Pizzaboxen") liegen sollen. "Spätestens innerhalb von drei Jahren haben sich die Mehrausgaben amortisiert – und das bei den günstigeren Strompreisen in den USA", behauptet Klaus Rumsauer, HP-Direktor für Enterprise Server und Storage. Noch stärker kann bei der Verkabelung gespart werden, denn es gibt im Blade-Chassis bis zu 75 Prozent weniger Kabelverbindungen. Schließlich profitieren Anwender von der einfachen Installation, die angeblich in nur 15 Minuten erfolgt.

Hewlett-Packard hat auch das Softwareangebot sondiert und zusammen mit Partnern Lösungen für CRM, ERP, Mail und Messaging entwickelt, die geprüft und für Shorty zertifizert sind. Dazu passt auch das "Pay-as-You Grow"-Finanzierungsmodell, das dem Anwender die Lösung für 36 Monate zinslos ins Haus stellt. HP möchte Ende des Jahres ein Shorty im Tower-Format anbieten. Für das jetzt gezeigte Rack-Chassis – ohne Bestückung - verlangt der Hersteller 3260 Euro. Die Speicherlösung mit 1,16 TB kostet beispielsweise rund 7250 Euro. (kk)


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