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Globaler PC-Markt

Silberstreif am Horizont trotz Absatzeinbruch

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von Martin Bayer, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Obwohl die Rechnerverkäufe auch im zweiten Quartal des Jahres zum Teil deutlich nachgelassen haben, sehen Marktbeobachter erste Anzeichen einer Erholung im weltweiten PC- und Notebook-Geschäft.

Die Einbrüche im weltweiten PC-Geschäft sind nicht so schlimm ausgefallen, wie es die Analysten noch vor kurzem befürchtet hatten. Gartner zufolge verkauften die Hersteller im zweiten Quartal weltweit insgesamt 68,1 Millionen Rechner, rund fünf Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Noch im Juni hatten die Marktforscher einen Rückgang von 9,8 Prozent prognostiziert. IDC zählte zwischen April und Juni 2009 weltweit 66 Millionen verkaufte PCs und Notebooks - 3,1 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ursprünglich hatten die IDC-Experten mit einem Einbruch von 6,3 Prozent gerechnet.

Weltweit rutschten die PC-Verkäufe laut Gartner um fünf Prozent ab.
Weltweit rutschten die PC-Verkäufe laut Gartner um fünf Prozent ab.

Die jüngsten Resultate seien ein positives Zeichen für das zweite Quartal des laufenden Jahres, sagte IDC-Analystin Loren Loverde. Die stabile Nachfrage der Konsumenten sowie das wachsende Vertrauen auf eine konjunkturelle Erholung würden den PC-Markt stützen. Die besser als erwartet ausgefallenen Ergebnisse seien trotz der Absatzrückgänge ein Signal dafür, dass sich der Markt allmählich erhole, bestätigt Gartner-Analyst Mikako Kitagawa. Allerdings warnen die Marktbeobachter vor übertriebenem Optimismus. Nach wie vor gebe es viele Schwachstellen im PC-Markt.

Dazu zählt aus Sicht der Analysten beispielsweise das Unternehmensgeschäft. Viele Firmenkunden würden PC-Anschaffungen derzeit auf die lange Bank schieben. Es gebe aktuell keine Zeichen dafür, dass sich diese Situation ändert, konstatieren die Analysten. Im Gegenteil: Es sei vielmehr zu befürchten, dass die IT-Budgets noch enger geschnürt werden. Frühestens 2011 sei in diesem Bereich mit einer Erholung des Marktes zu rechnen.

In der Region Emea brach der PC-Absatz zweistellig um 10,9 Prozent ein.
In der Region Emea brach der PC-Absatz zweistellig um 10,9 Prozent ein.

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. Während die PC-Geschäfte in den USA und in Asien vergleichsweise gut abschnitten, präsentierte sich der Markt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Emea) auch im zweiten Quartal äußerst schwach. Gartner zufolge brachen die Verkäufe im Jahresvergleich erneut um 10,9 Prozent und damit zum zweiten Mal hintereinander im zweistelligen Prozentbereich ein. Der Rückgang resultiere in erster Linie aus einer anhaltenden Schwäche der wichtigen Märkte in Deutschland, Frankreich du Großbritannien. Aber auch in einigen Ländern in Zentral- und Osteuropa meldeten die Marktbeobachter erdrutschartige Einbrüche der PC-Verkäufe von mehr als 30 Prozent.

An der Spitze des weltweiten PC-Marktes konnte sich Hewlett-Packard mit einem Marktanteil von knapp 20 Prozent behaupten. Laut der Zählung von Gartner gelang es dem US-Hersteller, seinen Absatz um 2,8 Prozent zu steigern. Großer Verlierer unter den Top five ist Dell. Die Texaner verbuchten einen Absatzeinbruch von 17 Prozent, konnten sich jedoch mit einem Marktanteil von 13,6 Prozent knapp auf dem zweiten Platz des globalen PC-Rankings halten. Verfolger Acer sitzt dem Direktanbieter aber dicht im Nacken. Die Taiwaner steigerten ihre Verkaufszahlen um 34,2 Prozent und kamen auf einen Marktanteil von 13,5 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Lenovo und Toshiba, die beide ebenfalls ihre weltweiten Absätze steigern konnten.


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