COMPUTERWOCHE Online startet heute eine Artikelserie, die jeden Mittwoch einen Blick in die IT-Geschichte gewährt. Wir zeigen Ihnen erfolgreiche Produkte und Techniken, die den Markt und unsere Arbeitsweise verändert haben, aber auch Flops und Enttäuschungen. Den Reigen eröffnet ein Rückblick auf die Entwicklung der Desktop-Prozessoren. Kommende Woche folgt die Geschichte von Microsoft Office.
Die erbitterte Konkurrenz zwischen Intel und AMD hat zu unglaublichen Sprüngen in der Entwicklung der CPUs geführt. Der andauernde Wettstreit zeigt zudem, dass der kleinere Konkurrent (AMD) den Wettstreit mit dem Branchenprimus Intel nicht scheuen muss. In den zurückliegenden Jahren hat es AMD mit innovativen Prozessordesigns mehrfach verstanden, Intel in den Schatten zu stellen, wenngleich der derzeit aktuelle Intel-Prozessor Core i7 in den Benchmarks die Nase vorn hat.
Erstaunlicherweise enthält der Core i7 trotz der vielen Neuerungen der vergangenen Jahre immer noch technische DNA-Spuren, die auf den ersten x86-Prozessor zurückreichen. Ähnliches gilt für den Phenom II X4, AMDs jüngste Errungenschaft im Wettstreit um den schnellsten Prozessor. Die Architektur der Chips nimmt Anleihen an die Anfänge der x86-Mikroprozessoren, die in den 70er Jahren entworfen wurden und dem Großteil der Desktops und mobilen Rechner Leben einhauchen.
Die x86-Architektur wurde 1978 von Intel der Öffentlichkeit präsentiert. Im Lauf der Jahre hat sie sich weiterentwickelt. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit hat zugelegt, und auch der Befehlssatz und damit die Funktionalität und Flexibilität haben sich erheblich verbessert. Die mehr als 30 Jahren dauernde Veränderung zeigt sich auch am Formfaktor. Die Online-Site www.maximumpc.com hat die Evolution dokumentiert und einige wichtige Chips vorgestellt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch zeigt sie das rasante Veränderungstempo, dem sich die Chipentwickler dauerhaft stellen müssen.

