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Intel-Kartellverfahren

AMD warnt vor eigenem Ableben

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Im Kartellverfahren gegen Intel haben AMD-Anwälte eine Pleite des kleinen Rivalen heraufbeschworen - wenn es nicht gelingt, den Marktanteil zu verdoppeln.

In einem Schriftsatz für das Intel-Kartellverfahren haben Anwälte von AMD ein düsteres Szenario gezeichnet. Das Unternehmen müssen den Marktanteil bei Mikroprozessoren verdoppeln, um zu überleben, so ihr Fazit. Ende 2007 kam AMD auf einen Marktanteil von 13 Prozent. Dies sei "weniger als die Hälfte dessen, was für ein langfristiges und nachhaltiges Wirtschaften nötig ist", heißt es in dem Schriftsatz. Auf Basis der Umsätze habe AMD kaum Fortschritte gemacht, sein Stück des Kuchens zu vergrößern. Intel, so der Vorwurf, sei weitgehend erfolgreich damit, AMD aus dem Prozessormarkt herauszudrängen. Dies konnte nur durch rechtswidrige Zahlungen von Intel an PC-Hersteller passieren.

In dem Verfahren zielt AMD auf Schadensersatz von Intel ab und wirft dem Konzern wettbewerbswidriges Verhalten vor. Indes könnten die Vorwürfe und die finanziellen Warnungen auch dazu führen, dass Unternehmenskunden das Vertrauen in den Alternativlieferanten verlieren. Hohe Schulden, Verzögerungen bei Prozessorentwicklungen und allgemein schlechte Zahlen sind kaum geeignet, IT-Entscheider langfristig für den Lieferanten AMD zu begeistern. Laut Rajnish Arora, Research Director Enterprise Server und Workstation für IDC, könnte der Schuss nach hinten losgehen. Seiner Meinung nach ist die Warnung von AMD vor einer ungewissen Zukunft allerdings berechtigt. Die Lösung des Problems könnte nur sein, dass die Nachfrage der Endkunden nach den CPUs des Unternehmens zunimmt. (ajf)

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