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IFA

So viel Aussteller wie nie unterm Berliner Funkturm

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Mit einem Ausstellerrekord und demonstrativem Optimismus startet die 50. Ausgabe der Funkausstellung IFA in Berlin.

Für den Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI) sagte Miele-Mitbegründer Reinhard Zinkann, nach einem schwierigen Jahr 2009 gebe es jetzt deutliche Zeichen der Erholung. "Das ist aber nur der Anfang." Die deutschen Haushalte werden in diesem Jahr durchschnittlich 636 Euro für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ausgeben, schätzt die Branche.

Als wesentliche Antriebskräfte der Branchenkonjunktur nannte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker, unter anderem die Fernsehtechniken HDTV, Hybrid-TV und 3D sowie die Heimvernetzung und mobile Internet-Geräte. Bei den Haushaltsgeräten, der sogenannten Weißen Ware, stehen Design, einfache Bedienung und sparsamer Stromverbrauch im Blickpunkt.

Einen kräftigen Zuwachs kann die Branche insgesamt allerdings nur im globalen Rahmen erwarten: Hier rechnet die gfu in diesem Jahr mit einem Wachstum von fünf Prozent auf 582 Milliarden Euro. In Europa sollen es plus drei Prozent auf 180 Milliarden Euro sein, in Deutschland wird ein leichtes Wachstum auf annähernd 25 Milliarden Euro prognostiziert.

Mit 1423 Ausstellern (plus 22 Prozent im Vergleich zu 2009) sei die IFA die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik, betonte der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke auf einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch. Die Ausstellungsfläche habe um 11 Prozent auf 134 400 Quadratmeter zugelegt. Die diesjährige Leistungsschau ist die 50. Ausgabe der Funkausstellung. Beim Start im Jahr 1924 zeigten 242 Aussteller ihre Produkte - von ihnen sind in diesem Jahr noch vier dabei: Siemens, Bosch, Loewe und Telefunken.

Bis Mittwoch nächster Woche werden 230 000 Besucher auf dem Messegelände unterm Berliner Funkturm erwartet. Ihnen präsentieren sich 413 Aussteller aus Deutschland und 1010 aus dem Ausland. Vor allem ausländische Firmen sorgten für den Ausstellerrekord. So nahm die Zahl der auf der IFA vertretenen Unternehmen allein aus Taiwan um 66 Prozent zu. Die USA steigerten ihre Präsenz um 59 Prozent, Hongkong um 52 Prozent, China und Großbritannien um jeweils 21 Prozent. (dpa/sh)

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