Wie sorge ich dafür, dass Daten nicht doppelt in meinem Speicher abgelegt werden?
Die meisten Unternehmen haben Daten mehrfach in ihren Archiven mehrfach kopiert und abgelegt. In Extremfällen können die Informationen an bis zu 50 verschiedenen Stellen in den oft verteilt organisierten Storage-Systemen liegen, berichten viele Experten von ihren Erfahrungen. Die Verantwortlichen in den Firmen sollten deshalb einen Plan entwickeln, um die unnötigen Dubletten in den Systemen zu identifizieren und sie zu entfernen. Außerdem müssen sie Vorkehrungen treffen, damit während der künftigen Archivierungsprozesse keine neuen Doppler entstehen. Das entschlackt die Datenablage und spart Zeit sowie Speicherplatz.
nach obenWas ist zu tun, um eine effizientere Storage-Auslastung zu erreichen?
Die Unternehmen müssen ihre Storage-Kapazitäten besser planen, fordern viele Analysten. Schlüsselfaktor für mehr Effizienz ist jedoch der Überblick darüber, wie stark die eigenen Speichersysteme ausgelastet sind. Daran mangelt es vielen Unternehmen. Oft werden Storage-Kapazitäten nicht beziehungsweise nur unzureichend genutzt. Der Anteil dieses verlorenen Speichers kann manchmal bei bis zu 50 Prozent der Gesamtressourcen liegen. Die Verantwortlichen müssen sich deshalb zunächst ein Bild darüber verschaffen, wie effizient sie den eigenen Speicher nutzen, und dann in einem zweiten Schritt Prozesse implementieren, mit denen die Speicherauslastung dauerhaft optimiert wird. Dadurch lassen sich die benötigten Storage-Kapazitäten und auch der Verwaltungsaufwand verringern.
nach obenWelche Möglichkeiten gibt es, Speicherlandschaften zu konsolidieren?
Storage-Landschaften lassen sich auf zwei Arten konsolidieren. Zum einen können Anwender unterschiedliche Speicherorte zentralisieren beziehungsweise viele einzelne verteilte Systeme in größeren Storage-Arrays zusammenfassen. Dadurch vereinfacht sich das Management der Speicherlandschaften. Zum anderen lassen sich Storage-Architekturen konsolidieren, beispielsweise indem Direct Attached Storage (DAS) durch Speichernetze abgelöst wird. Das können Network-Attached-Storage-(NAS-) oder Storage-Area-Network-(SAN-) Architekturen sein. Mit dem Umstieg von DAS auf NAS beziehungsweise SAN lassen sich die Kosten für Speicherhardware senken, da die Firmen Storage-Ressourcen im Netz effizienter auslasten können. Darüber hinaus vereinfacht sich das Management der Geräte, weil diese nicht mehr einzeln gesteuert werden müssen, sondern Administratoren sie mit Hilfe einer zentralen Management-Konsole im Netz verwalten können. Den Analysten zufolge erlaubt der Umstieg auf Speichernetze Kostensenkungen auf die Hälfte oder gar ein Viertel.
nach obenWie hilft Master Data Management den Anwendern dabei Ordnung zu halten?
Mit Hilfe eines Master Data Managements (MDM) lassen sich Daten konsolidieren, bevor sie überhaupt auf den Storage-Systemen landen. Dafür müssen die Firmen jedoch neben Hardware und Softwarewerkzeugen auch die entsprechenden Prozesse im Unternehmen implementieren. Anwender erhalten über ein zentrales Repository einen genauen Überblick, wo welche Daten abgelegt sind. Außerdem lassen sich mit Hilfe der Tools und festgelegten Regeln Datendubletten sowie eine unnötig hohe Zahl von verschiedenen Versionsständen eines bestimmten Datenbestands verhindern. Das spart Speicher und Verwaltungsaufwand. Darüber hinaus hilft den Business-Einheiten ein effizientes Daten-Handling, ihre Geschäfte zügiger und zielgerichteter abzuwickeln.
nach obenWie findet man den richtigen Platz für seine Daten?
Prüfen Sie die Anforderungen der Datenhaltung in puncto Verfügbarkeit und Performance. Informationen, auf die einmal im Jahr zugegriffen wird, müssen nicht auf einem teuren Highspeed-Speicher liegen. Tiered-Storage-Architekturen helfen, den richtigen Ablageort zu finden. Dabei lässt sich mit Hilfe der Management-Konsole herausfinden, ob die Informationen richtig in der Speicherlandschaft verteilt liegen. Zum Teil laufen Prüfung und Ablage auf Basis von zuvor definierten Regeln bereits automatisiert ab.
nach obenWas trägt Information-Lifecycle-Management (ILM) zur effizienteren Speichernutzung bei?
Für eine effiziente Datenhaltung genügt es nicht, die Daten auf einen Speicher zu schaufeln und sich dann nicht mehr darum zu kümmern. Anwender müssen anhand von klar definierten Regeln für das Information Lifecycle Management ILM kontinuierlich prüfen, ob die Informationen entsprechend ihrer Relevanz am richtigen Ort liegen.
nach obenWas gilt es zu beachten, wenn Unternehmen Speicher beschaffen müssen?
Um den Überblick über ihren Speicher-Pool nicht zu verlieren, sollten Unternehmen Speichergeräte zentral einkaufen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, ein oder zwei strategische Storage-Lieferanten auszuwählen und mit diesen langfristige Lieferverträge über mindestens drei Jahre auszuhandeln. Dazu müssen die Kunden allerdings wissen, wie sich ihr Speicherbedarf in der Zukunft entwickeln wird. Zwar bindet sich ein Unternehmen so an die Anbieter, kann aber höhere Preisnachlässe herausholen. Wer seine Kosten über einen längeren Zeitraum strecken möchte, sollte über Finanzierungs- und Leasing-Konditionen verhandeln. Dabei sollte nicht nur der Preis im Mittelpunkt stehen. Anwender dürfen beispielsweise Aspekte wie Upgrades nicht vergessen. Außerdem sollte sich in den Verträgen die Preisentwicklung widerspiegeln. Gerade bei der Hardware ist der jährliche Preisverfall eklatant. Wird das nicht berücksichtigt, zahlen die Firmen am Ende überteuerte Preise.
nach obenWarum sollten Firmen ihren Storage-Bedarf langfristig planen?
Um auf der sicheren Seite zu sein und sich nicht dem Vorwurf aussetzen zu müssen, dass der zur Verfügung stehende Speicher nicht ausreicht, tendieren die meisten IT-Verantwortlichen dazu, zu viel Storage einzukaufen. Doch neben den Kosten für die Anschaffung beansprucht der überflüssige Speicher Stellfläche, Energie und Verwaltungsaufwand. Dazu kommt, dass die nicht genutzten Storage-Systeme womöglich schnell veralten. Unternehmen sollten daher die Kosten für den gesamten Lebenszyklus von Speichergeräten in ihre Überlegungen einbeziehen und dann mit spitzem Bleistift ausrechnen, wie teuer der meist brachliegende Reservespeicher kommt. Um einem möglichen Speicherengpass vorzubeugen, sollten die Verantwortlichen in den Firmen flexible Upgrade-Verträge abschließen, die bei Bedarf einen schnellen Ausbau des Speicher-Pools ermöglichen.
nach obenDarf man beim Disaster Recovery sparen?
Für die gespiegelte Storage-Umgebung sind nicht die gleichen Highend-Systeme wie im Primär-Rechenzentrum notwendig. Unterstützt die entsprechende Software heterogene Landschaften, können am Disaster-Recovery-Standort auch günstigere Midrange-Systeme zum Einsatz kommen. Die einfachere Ausstattung tut es in aller Regel für die kurzen Zeiten, in denen die Erst-Speicher ausfallen.
nach obenWann lohnt sich der Einkauf neuer Storage-Techniken?
Auch wenn die Anschaffung neuer Speicherhardware auf den ersten Blick teuer erscheint, kann sich der Kauf lohnen. Dann nämlich, wenn die Hersteller in den Maschinen Mechanismen implementieren, die den Kunden helfen, ihre Speicherlandschaften effizienter und kostengünstiger zu betreiben. Aber Vorsicht: Viele Techniken sollen teilweise spezielle Storage-Nöte beim Anwender beheben. Werden die entsprechenden Applikationen aber gar nicht eingesetzt, nützt die beste Technik nichts. Allerdings gibt es auch Techniken, die grundsätzliche Speicherprobleme adressieren. Beispielsweise integrieren die Hersteller in ihren Content-Addressed-Storage-(CAS-) Geräten Softwaremechanismen wie Deduplication-Technik, die überflüssige Datendubdletten verhindern soll. Das ist beispielsweise sinnvoll in großvolumigen E-Mail-Archivierungssystemen. Darüber hinaus sollten Anwenderunternehmen genau planen, wo sie ihre Daten ablegen. Informationen, die zwar archiviert werden müssen, aber nur selten abgerufen werden, sind auf Bandlaufwerken besser aufgehoben als in teuren Disk Arrays. Nach Einschätzung der Analysten lohnt sich diese Aufteilung: Eine ausgewogene Band-Disk-Landschaft, in der die Daten auf dem jeweils sinnvollen Medium gespeichert sind, kann die Storage-Kosten um bis zu 50 Prozent senken.
nach obenWie lässt sich Cloud Computing im Speicherumfeld am besten ausprobieren?
Im Rahmen von Cloud Computing kommen immer mehr Anbieter auf den Markt, die Speicher aus der IT-Wolke anbieten. Die IT-Verantwortlichen sollten sich mit diesen Alternativen beschäftigen, beispielsweise für Testsysteme. Der dafür notwendige Speicherbedarf könnte günstiger und effizienter aus dem Netz bezogen werden, da die dafür notwendigen Daten doppelt vorgehalten werden müssen - für das Produktiv- und das Testsystem. Darüber hinaus könnte sich Online-Speicher oder Storage-as-a-Service für nicht unternehmenskritische Datenarchive oder einfache Backup-Funktionen eignen. Bevor die IT-Verantwortlichen ihre Unternehmensinformationen in die Cloud schicken, sollten sie allerdings Technik und Service-Level der Anbieter genau prüfen sowie die anfallenden Kosten unter die Lupe nehmen und mit dem Aufwand im eigenen Haus vergleichen.
nach obenWie sorgt Deduplication für eine effizientere Storage-Umgebung?
Der Schlüssel für effiziente Storage-Landschaften liegt heutzutage in der Software, während die Hardware in weiten Teilen Commodity ist. Um den Speicherplatz möglichst effektiv auszulasten, bieten viele Hersteller beispielsweise Deduplication-Tools an. Mit Hilfe dieser Softwarewerkzeuge lassen sich Dubletten von Datenbeständen erkennen und entfernen. Studien zufolge können Anwender den Speicherbedarf so um bis zu 85 Prozent reduzieren.
nach obenWas tragen Thin-Provisioning-Tools zur besseren Auslastung der Speicher bei?
Für einen effizienteren Storage-Betrieb sorgen auch Thin-Provisioning-Tools. Innerhalb der vorhandenen Speicher-Pools werden einzelnen Anwendungen in aller Regel feste Storage-Ressourcen zugewiesen. Doch meist nutzen die Applikationen den ihnen allokierten Speicher nur wenig effektiv. Nach Einschätzung der Experten liegt der Auslastungsgrad manchmal bei nur zehn Prozent oder sogar darunter. Mit Hilfe von Thin-Provisioning-Werkzeugen lässt sich der Speicher flexibel auf die Anwendungen verteilen. Nach Bedarf bekommt die Software den benötigten Platz zugeteilt.
nach obenWie sollten Unternehmen bei der Auswahl des richtigen Management-Tools vorgehen?
Speicher- und Softwarehersteller bieten eine ganze Reihe verschiedener Softwarewerkzeuge an, mit denen sich das Storage-Management verbessern lassen soll. Um die richtigen Tools auszuwählen, sollten Anwenderunternehmen gemeinsam mit dem bevorzugten Storage-Lieferanten die eigene Speicherumgebung sowie die dort anfallenden Aufgaben analysieren. Diese Bestandsaufnahme sollte nichts kosten, schließlich kann der Anbieter auf Zusatzgeschäft mit Software hoffen. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Management-Tools: Sie müssen sich schnell implementieren lassen und innerhalb kurzer Zeit amortisieren.
nach obenWie behalten Anwender den Überblick über ihre Speicherlandschaft?
Ziel der Anwender muss sein, angesichts immer größer werdender Datensilos deren Verwaltung so einfach wie möglich zu gestalten. Das funktioniert am besten mit einer zentralen Management-Konsole, über die alle wichtigen Funktionen wie Snapshots, Backup und Recovery quer über den gesamten Storage-Park gesteuert werden können. Achten Sie dabei auf Interoperabilität. Viele Storage-Umgebungen in den Unternehmen sind heterogen zusammengesetzt. Um diese Speicherpools effizient verwalten und nutzen zu können, muss die entsprechende Management-Software möglichst viele Speicher-Devices unterschiedlicher Hersteller managen können. Benötigt man verschiedene Steuerkonsolen für Geräte unterschiedlicher Hersteller, geht dies auf Kosten einer effizienten Storage-Verwaltung.
nach obenKommen Anwender mit Online-Speicher günstiger weg?
Wie bei allen online bezogenen Hardware- oder Softwareservices gilt: Prüfen Sie die Preise und rechnen Sie den Aufwand für eine längere Nutzung gegen die Kosten für die eigene Anschaffung. Im Lauf der Zeit summieren sich die Kosten für das Online-Backup. Für ein Terabyte zahlt der Kunde bei Amazon 180 Dollar im Monat und 2160 Dollar im Jahr. Dazu kommen Gebühren für den Datentransfer. Gerade wenn Informationen oft hin- und hertransportiert werden, geht das Online-Backup ins Geld.
nach obenWie sicher sind die Daten beim Storage-Dienstleister im Netz?
Wenn Sie Speicher-Services via Internet beziehen, überlegen Sie genau, welche Service-Levels Sie für Ihre Daten benötigen, beispielsweise was Verfügbarkeit und Sicherheit anbelangt. Diese sollten sich dann auch in den Verträgen mit dem Backup-Dienstleister wiederfinden. Wenn Sie es sich nicht leisten können, die Daten zu verlieren, fragen Sie genau nach, wie redundant und sicher der Anbieter seine Backup-Infrastruktur ausgelegt hat.
nach obenDarf ich meine Daten bedenkenlos via Internet abspeichern?
Geben Sie Daten außer Haus, müssen Sie auf die für Sie geltenden Compliance-Regeln achten. In vielen Fällen dürfen Daten nicht beziehungsweise nur in einem bestimmten Rahmen außerhalb der Firma abgelegt werden. Fragen Sie deshalb nach, wo die Backup-Speicher stehen, und prüfen Sie, ob die Standorte ihren Compliance-Vorgaben entsprechen. Vorsicht: Gerade in virtualisierten Storage-Umgebungen, die sich zudem über verschiedene Standorte erstrecken, ist es in aller Regel schwierig zu sagen, wo die Daten liegen.
nach obenWelche Storage-Service-Modelle gibt es für meine Daten?
Überlegen Sie, welches Service-Modell auf ihre Storage-Anforderungen passt. Mittlerweile gibt es feine Abstufungen der Speicherservices: vom Cloud-Storage und Online-Backup auf einfachen Festplatten im Netz über Outsourcing- und Hosting-Modelle bis hin zu Managed Storage, der nach wie vor beim Kunden steht, aber vom Dienstleister betreut wird.
nach obenWie bekomme ich die Total Cost of Ownership (TCO) für meine Speicherlandschaft in den Griff?
Um die Speicherkosten genau kalkulieren zu können, müssen Unternehmen alle Faktoren identifizieren, die zur Storage-TCO beitragen. Experten zufolge können dazu über 30 Einzelposten beitragen. Neben den reinen Hardwarekosten sind beispielsweise auch die Aufwände für Energie, Platz und Arbeitskraft zu berücksichtigen. Wichtig: Vor allem auf die Kosten für die Datenhaltung achten. Gerade in Sachen Effizienz und Auslastung liege einiges im Argen. Wenn Sie alle Faktoren identifiziert haben, die zur Speicher-TCO beitragen, müssen Sie überlegen, welche Kosten überhaupt gesenkt werden können. Priorisieren Sie dann im zweiten Schritt, an welchen Schrauben zuerst gedreht werden soll. Achtung: Unternehmen müssen dabei Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Kostenblöcken im Auge behalten.
nach obenWie sollten Anwender vorgehen, wenn sie ihre Storage-TCO senken wollen?
Stellen Sie einen genauen Fahrplan auf, wie Sie die Storage-TCO in Ihrem Unternehmen senken wollen. Dabei geht es aber nicht nur darum, neue Techniken einzuführen. Anwender müssen auch die Arbeit rund um den Speicher effizienter planen und die damit zusammenhängenden Prozesse optimieren. Anwender dürfen die Optimierung allerdings nicht sich selbst überlassen. Es gilt, die Fortschritte und die sinkende Storage-TCO zu dokumentieren. Damit lassen sich dann auch Investitionen gegenüber dem Management rechtfertigen.
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