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Data Center & Server

Virtual Server fordert VMware heraus

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von Eric Tierling (freier Journalist und Buchautor im Rheinland)

Darüber hinaus arbeitet Microsoft an einem Tool zur Umwandlung physikalischer Server in virtuelle Gäste ("Physical-to-Virtual", kurz "P2V"). Das noch im Betastadium befindliche Migrationswerkzeug namens "Virtual Server Migration Toolkit" (VSMT) soll physikalische Server, die mit einem Microsoft-Betriebssystem wie etwa Windows NT Server 4.0 arbeiten, in die Virtualisierungsumgebung einbinden. Plattformen anderer Anbieter lässt VSMT außen vor. Das Werkzeug baut ferner auf Microsofts Software "Automated Deployment Services" (ADS) auf einem zwar kostenlosen Add-on für Windows Server 2003, das aber nicht gerade trivial zu konfigurieren und eher für Rechenzentren ausgelegt ist. Für viele Administratoren gerade auch kleinerer IT-Umgebungen dürfte es leichter sein, auf VSMT zu verzichten und stattdessen auf eine Server-taugliche Imaging-Software wie "Norton Ghost Corporate Edition" auszuweichen.

Obwohl Microsofts Lösung eine insgesamt gute Figur macht, muss sich das Produkt im direkten Vergleich mit "GSX Server 3.1" von VMware klar geschlagen gegeben.

VMware bleibt das bessere Virtualisierungsprodukt

Das Konkurrenzprodukt eilt Microsofts Lösung teils deutlich voraus und kann manches einfach besser. Dazu zählen die zumindest experimentelle Unterstützung für 64-Bit-Hosts mit AMD64- oder Intel-EM64T-CPU, die Offenheit für Linux-basierende Hosts, der Start des Gast-Betriebssystems via Netzwerkadapter sowie die Einbindung von USB-Geräten in virtuelle Gäste. Demgegenüber gibt es für den Virtual Server 2005 demnächst das kostenlose Werkzeug zur Server-Migration (P2V), das die Konsolidierung von Servern mit Microsoft-Betriebssystem erleichtert. VMware verlangt für ein vergleichbares Programm extra.

Allerdings schneidet das Microsoft-Produkt beim Preis besser ab. Selbst in der kleinsten Ausführung schlägt GSX Server 3.1 mit 2500 Dollar zu Buche, für einen Vier-Prozessor-Host werden gar 5000 Dollar fällig. Die für bis zu vier CPUs geeignete Standard Edition von Virtual Server 2005 hingegen kostet lediglich 499 Dollar, also ein Zehntel des VMware-Produktes.

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