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Data Center & Server

Oracle OpenWorld

Larry Ellison sagt IBM den Kampf an

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von Thomas Cloer

Exalytics und Big Data Appliance

Im Keynote-Gepäck hatte der Oracle-Chef dann immerhin ein neues Engineered System in petto: "Exalytics" für In-memory Analytics. Die Hardware dieser "Intelligence Machine" basiert auf dem "Sun Fire X4470 M2" (Vier-Sockel "Westmere-EX" Xeon E7).

Darauf laufen im Arbeitsspeicher parallelisierte Versionen der OLTP-Datenbank "TimesTen" (relational) und der OLAP-Datenbank "Essbase" (multidimensional). Oracle hat außerdem seine analytischen Algorithmen so parallelisiert, dass sie sich möglichst effektiv über die 40 Core und 80 Threads der Hardware verteilen.

Exalytics ist keine Standalone-Lösung, sondern primär als Zusatz zu einem Exadata-OLTP/Data-Warehouse-System konzipiert. Obwohl der physikalische Hauptspeicher "nur" 1 Terabyte groß ist, passen dank der Kompression de facto zwischen 5 und 10 TB an Daten hinein. Dass dies möglichst immer die richtigen sind, dafür soll eine ausgefuchste Technik namens "Heuristic Adaptive In-memory Cache" sorgen.

Oracle hat in BI-Benchmarks für das In-memory-System Exalytics einen durchschnittlich 18-fachen Leistungszuwachs ermittelt. Aber selbst eine Anwendung aus dem wirklichen Leben - die Budgetplanung für Oracle mit der hauseigenen EPM-Suite - soll mit Exalytics sechs Mal schneller laufen.

In der zweiten OpenWorld-Keynote am Montagmorgen (Ortszeit) hatte Oracle-President Mark Hurd einen überraschend kurzen und inhaltsleeren Auftritt. Immerhin konnte Softwarechef Thomas Kurian im Anschluss noch das "Oracle Big Data Appliance" vorstellen. Dessen Hardware ist weitgehend identisch mit Exadata.

Auf dem Big Data Appliance läuft allerdings neuartige Software, unter anderem die neue "Oracle NoSQL Datenbank" sowie eine Hadoop-Distribution, aus der sich extrahierte Data Sets vermittels "Oracle Loader for Hadoop" in ein herkömmliches Oracle-RDBMS übertragen lassen. Verwaltet wird die Maschine mit dem ebenfalls erneuerten "Oracle Enterprise Manager 12". (tc)

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