Ausreichend Speicherkapazität – das ist eine weitere Herausforderung für die Desktop-Virtualisierung. Werden in einem Unternehmen beispielsweise mehrere Tausend XP-, Vista- oder Windows 7-Systeme einschließlich Applikationen und Daten im Storage abgelegt, wird entsprechend viel Speicherkapazität benötigt – das kann teuer werden. Bei den ersten Versionen der Virtualisierungslösungen wurden die Systeme zunächst noch eins zu eins im Storage abgebildet. Diese Schwachstellen sind inzwischen ausgemerzt, da die Hersteller ihre Produkte nachgerüstet haben.
Alle Hersteller von Virtualisierungslösungen bieten die grundlegende Funktionalität, virtuelle Desktops zu erzeugen, bereitzustellen, zu kopieren und mit Backup zu versorgen. Ebenfalls wichtig ist jedoch auch ein übergreifendes Interface: Damit können die Verantwortlichen die verschiedenen Virtualisierungsumgebungen unter einer einheitlichen Management-Plattform betreiben – von den virtuellen Hosts über die Desktop-Virtualisierung bis zur Applikations-Virtualisierung.
Zudem sollte es möglich sein, die virtuellen Desktops aus der gleichen Management-Oberfläche heraus zu konfigurieren. So kann der Benutzer direkt damit arbeiten und Netzwerkfreigaben, Druckerkonfigurationen und sonstige Einstellungen sind bereits in das Benutzerprofil integriert. Für diese Herausforderungen haben die führenden Virtualisierungs-Hersteller noch keine Lösungen parat.
Beratungsunternehmen wie beispielsweise Materna entwickeln dafür aber individuelle Konzepte. So können Unternehmen uneingeschränkt von den Vorteilen der Desktop-Virtualisierung profitieren: effektivere Administration und flexible Anwender.
Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel der CW-Schwesterpublikation TecChannel.de (wh)