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Data Center & Server

Krise erreicht Storage-Markt

Unternehmen sparen am Speicher

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von Martin Bayer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
Im ersten Quartal 2009 haben die Anwender weltweit 18,2 Prozent weniger für Speichersysteme ausgegeben. Die Einnahmen der Hersteller schrumpften IDC zufolge von 6,9 auf 5,6 Milliarden Dollar.

Galt das Speichergeschäft angesichts des wachsenden Bedarfs in den vergangenen Monaten noch als weitgehend resistent gegen die Auswirkungen der Finanzkrise, sorgten die jüngsten Marktzahlen für Ernüchterung in der weltweiten Storage-Branche. Zwar benötigen die Unternehmen nach wie vor mehr Speicher für die weiter anwachsenden Datenberge. Das Plus von 14,8 Prozent in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete aus IDC-Sicht jedoch die geringste Wachstumsrate seit 2002. Insgesamt wurden von Januar bis März 2009 rund 2146 Petabyte an Storage ausgeliefert, das entspricht über zwei Milliarden Gigabyte.

Die Anwenderunternehmen benötigen mehr Speicher, sind aber nicht bereit, viel Geld dafür auszugeben, lautet die Bilanz von IDC-Analystin Liz Conner. In der Folge brachen die Storage-Einnahmen deutlich ein: Im ersten Quartal belief sich der weltweite Speicherumsatz auf 5,6 Milliarden Dollar, nach fast 6,9 Milliarden Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das bedeutet im Jahresvergleich ein Minus von 18,2 Prozent. Der Markt für externe Speichersysteme kam etwas glimpflicher davon: Hier schrumpften die weltweiten Einnahmen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 13,6 Prozent von knapp 4,9 auf 4,2 Milliarden Dollar.

Lesen Sie mehr über die aktuellen Trends im Speichermarkt:

IDC-Analystin Conner geht davon aus, dass die Flaute noch einige Quartale anhalten wird. Erst gegen Ende dieses Jahres beziehungsweise Anfang 2010 sei mit einer Besserung zu rechnen. Allerdings gibt es auch Lichtblicke: Die Einnahmen im Geschäft mit Einstiegssystemen unter 15.000 Dollar verbesserten sich im ersten Quartal um 9,9 Prozent. Viele Konzerne würden günstige Storage-Geräte kaufen, um kurzfristig den anfallenden Speicherbedarf zu decken, interpretiert Connor das Wachstum. Hätten die Unternehmen früher für teures Geld ihre Highend-Systeme ausgebaut, achteten sie heute mehr auf den Preis und griffen verstärkt zu günstigem Storage.

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