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Data Center & Server

Green IT

Der Druck auf die IT wächst

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von Jan-Bernd Meyer(COMPUTERWOCHE-Redakteur)

Zu Recht weist Ulrike Kallert, Greenpeace-Mitglied und Chemiefachfrau, darauf hin, dass bei korrekter Rechnung nicht nur die Umweltbelastung durch den Gebrauch des Rechners berücksichtigt werden müsste. Vielmehr sollte auch die Herstellung eines Computers in seine Gesamt-Öko-Bilanz einfließen. Das Freiburger Öko-Institut geht davon aus, das sich die Belastung der Umwelt durch einen PC zu 40 Prozent auf dessen Herstellung und zu 60 Prozent auf dessen Benutzung zurückführen lässt. Das Institut kalkuliert hier damit, dass der Rechner pro Tag vier Stunden läuft.

Öko-Effizienz auch im RZ

Auch die Umweltverträglichkeit von großen IT-Systemen lässt sich berechnen. Green Grid, eine Vereinigung von IT-Profis, hat mit dem PUE- (Power Usage Effectiveness) und dem DCIE-Index (Data Center Infrastructure Efficiency) für Rechenzentren ökologische Maßeinheiten entwickelt, die heute weltweit anerkannt sind und genutzt werden.

Der Quotient PUE bezeichnet dabei den gesamten Stromverbrauch eines Rechenzentrums, geteilt durch die Summe der Stromverbräuche aller dort eingesetzten IT-Geräte. So bedeutet beispielsweise ein PUE-Wert für ein Rechenzentrum von 3,0, dass das RZ dreimal so viel Energie verbraucht, wie die in ihm betriebenen Geräte in Summe benötigen würden - mithin eine schlechte Energieeffizienz. Ein Data Center wie etwa das der Rehau AG besitzt mit einem PUE-Wert von 1,7 eine vergleichsweise sehr gute Energieeffizienz.

Mit Green IT lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern auch verdienen. Grüne Rechenzentren sind ein gutes Werbeargument für Kunden. Bekannt geworden ist der Fall einer Bank aus Frankfurt am Main: Die warb damit, dass Kunden, die bei ihr ein Konto haben, auch etwas für die Umwelt tun. Ihr Rechenzentrum sei grün, die Transaktionsabwicklungen also ökologisch besonders wertvoll. Brancheninsider äußern zwar Zweifel an den umweltschonenden Eigenschaften des Banken-RZ. Funktioniert hat die PR aber anscheinend trotzdem: 10 000 Bankkunden sollen ihr Finanzinstitut gewechselt haben, um ihr Konto ökologisch korrekt aufzuladen.

QB10, ein Dienstleister für elektronische Rechnungslegung, wirbt ebenfalls mit dem Öko-Argument. Weil QB10-Kunden sich ihre Rechnungen digital erstellen lassen, habe man im Jahr 2007 dazu beigetragen, dass 1123 Bäume weniger zu Papier verarbeitet wurden.

Dell wiederum, weltweit neben Hewlett-Packard (HP) der größte PC-Verkäufer, pflanzt Bäume, um seine Öko-Bilanz auszupäppeln.

(2 Beiträge), 
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vonx
CO2 ein Klima-Gift? Diese Frage ist unerheblich, wenn man versucht, den Ressourcenverbrauch von oder mit Hilfe von ICT zu verringern. Das kann man auch rein ökonomisch betrachten. Bestenfalls hat "Green ICT" eben auch auf das Klima ne positive Auswirkung, muss es aber nicht, um sinnvoll zu sein. zum Beitrag

Sixtl15
Seltsam, immer wieder werden Schreckgeschichten über das ach so giftige CO2 verbreitet. Der Anteil an CO2 in der Atmosphäre ist genau 0,38 % und in den letzten 100 Jahren um 0,04 % angestiegen, wogegen der Anteil des Wasserdampfes zwischen 2 und 4 % schwankt, aber außer Acht gelassen wird. Zur Panik dürfte also wenig Grund bestehen. Aber Angst und Panik sind immer schon gute Grundlagen für gute Geschäfte gewesen. Im Mittelalter die Angst vor Sündenstrafen für den Ablaßhandel nun die Angst vor CO2-Sünden und deren Folgen, damit läßt sich der breiten Bevölkerung das Geld prächtig aus der Tasche ziehen. zum Beitrag


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