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Fujitsu Siemens Computers

Was wird aus FSC?

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von Jan-Bernd Meyer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
Siemens plant nach Medienberichten, das Joint Venture mit Fujitsu nicht zu verlängern. Damit steht die Zukunft von Fujitsu-Siemens Computers (FSC) und dessen Mitarbeitern in den Sternen.

FSC lehnt derzeit jegliche Aussage zum Thema ab. Es sei noch zu früh, über Spekulationen zu reden. Im Übrigen sei es eine Angelegenheit der Aktionäre - also von Siemens und Fujitsu -, sich zum Thema zu äußern, sagte Melanie Wolf, Senior PR-Manager bei FSC.

FSC-Chef Bernd Bischoff dürfte ob der Signale aus dem Siemens-Mutterkonzern das Lachen vergangen sein. Die Zukunft von FSC steht auf dem Spiel - und damit die von Tausenden Mitarbeitern und von FSC-Kunden.
FSC-Chef Bernd Bischoff dürfte ob der Signale aus dem Siemens-Mutterkonzern das Lachen vergangen sein. Die Zukunft von FSC steht auf dem Spiel - und damit die von Tausenden Mitarbeitern und von FSC-Kunden.
FSC-Chef Bernd Bischoff dürfte ob der Signale aus dem Siemens-Mutterkonzern das Lachen vergangen sein. Die Zukunft von FSC steht auf dem Spiel - und damit die von Tausenden Mitarbeitern und von FSC-Kunden.

Nach den vorliegenden Informationen sind Vertreter des Münchner Konzerns bereits zu einem Treffen über die Zukunft des Gemeinschaftsunternehmens mit Fujitsu nach Japan gereist, berichteten verschiedene Medien unter Berufung auf Konzernkreise. Danach muss sich Siemens bis zum Herbst 2008 entscheiden, ob es seine 50-prozentige Beteiligung am Joint Venture ab Herbst 2009 für fünf weitere Jahre aufrechterhalten will. (siehe auch Kommentar)

Einige Zeichen deuten auf einen Verkauf hin. Konzernchef Peter Löscher hatte sich zu seinem Amtsantritt unzufrieden mit der Halbtochter gezeigt. Den Kontakt zu deren Management mied er bislang.

Kein zweites BenQ

Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint laut darüber nachzudenken, den bayerischen Konzern komplett aus dem Computergeschäft zurückzuziehen.
Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint laut darüber nachzudenken, den bayerischen Konzern komplett aus dem Computergeschäft zurückzuziehen.
Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint laut darüber nachzudenken, den bayerischen Konzern komplett aus dem Computergeschäft zurückzuziehen.

Andreas Zilch von der Experton Group glaubt indes nicht, dass sich Siemens aus dem Joint Venture zurückziehen wird. Dies habe zum einen politische Gründe: Siemens könne sich kein zweites BenQ leisten. Zum anderen "gibt es keinen Käufer". Joint-Venture-Partner Fujitsu hat nach den vorliegenden Informationen schon abgewunken. Dies bestreitet FSC-Sprecherin Wolf allerdings. Sie betont, dass in den Pressebereichten lediglich Gerüchte kolportiert würden. Es gebe keine offizielle Aussage hierzu von Seiten Fujitsus.

Zilch sieht auch für "andere Hardwaregrößen" keinen Grund, als Joint-Venture-Partner von Fujitsu einzuspringen und dort die Rolle von Siemens zu übernehmen. Bei IBM und HP gibt es hierzu keine Aussagen: Zu Gerüchten nehme man grundsätzlich keine Stellung. Allerdings muss man sich fragen, wie viel Sinn es für Konzerne wie HP oder IBM, Dell oder Lenovo geben könnte, den Siemens-Anteil am Joint Venture von 50 Prozent zu kaufen. Insbesondere die beiden Branchengrößen HP und IBM sind nicht bekannt dafür, Konkurrenten mit regionalem Geschäftsfokus zu übernehmen. Mit dem Einstieg in das Joint Venture würde ein Hersteller zwar seine Position in Deutschland sowohl bei Servern als auch bei PCs stärken. Dies gilt in abgeschwächter Weise auch für Europa. Der asiatische wie der US-amerikanische Markt hingegen ist für FSC tabu, er wird allein von Fujitsu beliefert.

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