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Karriere-Ratgeber 2008: Branimir Brodnik, microfin

Mit Branimir Brodnik von der Unternehmensberatung microfin steht Ihnen im Online-Karriereforum der COMPUTERWOCHE vom 13. bis 26. November 2008 ein erfahrener Outsourcing-Experte Rede und Antwort.

Er gibt Auskunft zu allen Karrierefragen rund um das Thema Outsourcing - und natürlich auch zu allen anderen IT-Karrierethemen.

Branimir Brodnik ist seit 2002 geschäftsführender Gesellschafter von microfin. Er verfügt über fundiertes Wissen und Erfahrungen unter anderem in den Themen IT-Sourcing, Projekt-Management, Service- und Account Management. Zuvor war Branimir Brodnik bei einer Management-Beratung als Senior-Berater in IT-Strategie-Projekten im Bankenbereich und bei einem deutschen Systemhaus als Entwicklungs- und Projektleiter für Systemintegrationen tätig. Er hat Informatik mit Nebenfach Medizin an der Universität Frankfurt studiert.

Die microfin Unternehmensberatung ist Spezialist für Outsourcing und Prozessoptimierung. Microfin berät seine Kunden in diesen Themenfeldern branchenübergreifend in allen strategischen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und vertraglichen Fragen. Zudem unterstützt das unabhängige Beratungshaus mit Sitz in Frankfurt/Main Finanzdienstleister mit seinem bankfachlichen Know-how.


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  #1  
Alt 26.11.2008, 08:28
 
Registriert seit: 13.11.2008
Beiträge: 10
Standard Outsourcing mehr Jobsicherung als Jobkiller

Liebe Besucher des CW-Karriereforums,

ich würde gerne über die in der Headline genannte These diskutieren.

Die These (ist mehr als das, da ich dies über Jahre beobachte) ist aus zwei Blickwinkeln zu betrachten: Aus der Sicht eines Mitarbeiters beim Provider und aus der Sicht einers Mitarbeiters auf der Kundenseite.

Providersicht: Durch die Spezialisierung der Provider (insbesondere im IT-Bereich) arbeiten Mitarbeiter hier in einem Unternehmen, welches den jeweiligen Service am Markt als Kernkompetenz anbietet. Das und auch die langfristige Vertragslage (zwischen 5 und 10 Jahren Laufzeit) sichert den Arbeitsplatz.

Kundensicht: Providermanagement ist eine anspruchsvolle Managementaufgabe, die neben kaufmännischen, vertraglichen und fachlichen Aspekten auch eine ganze Reihe von Softskills erfordert. Wer erfolgreich einen Provider steuert, hat einen sicheren Arbeitsplatz und empfiehlt sich für weitere Managementaufgaben. Aus meiner Sicht eine klare Karriereperspektive.

Ich feue mich auf alternative Meinungen
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  #2  
Alt 26.11.2008, 10:52
 
Registriert seit: 05.05.2007
Beiträge: 19
Standard Outsourcing mehr Jobsicherung als Jobkiller

Sehr geehrter Herr Brodnik,

möchte dazu aus Sicht des Providers, und zwar unter der Variante des Einbezugs von Offshore/Nearshore antworten:

da bei unserem Unternehmen (IT-Provider einer großen Telco) wegen der Kosten und des Konkurrenzdrucks das Gros der Arbeitsplätze (70%) nach Nearshore/Offshore verlagert werden soll und künftig nur noch 30%, insbes. die Manager, erhalten bleiben, ist dies für mich ein Beleg für die Jobkiller-These.
Zwar bieten sich zunächst Chancen für besonders leistungsfähige Kollegen, die Steuerungsfunktion der Offshore/Nearshore-Partner zu übernehmen, aber eben nur für den kleineren Teil. Der Rest darf den externen "Kollegen" zunächst sein Know-How übertragen und danach wohl seinen Hut nehmen.

Freundliche Grüße
Mr. Schmitt
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  #3  
Alt 27.11.2008, 10:21
 
Registriert seit: 13.11.2008
Beiträge: 10
Standard Outsourcing mehr Jobsicherung als Jobkiller

Hallo Hr. Schmitt,

diese Argumentation kann ich in der speziellen Situation gut nachvollziehen.
Wir müssen uns alle damit auseinandersetzen, dass wir zukünftig noch stärker im globalen Wettbewerb stehen. Bitte verstehen Sie das nicht als Entschuldigung für die Situation. Das ist nur ein Fakt, dem wir uns alle stellen müssen.

Eine mögliche Lösung für betroffene Mitarbeiter besteht aus meiner Sicht in der sorgfälltigen Auswahl von Branchen, für die sie tätig sind. Es gibt z.B. stark regulierte Branchen, wie z.B. die Finanzdienstleistungsbranche, deren Regularien letztendlich vorschreiben, dass z.B. die "Daten das Land nicht verlassen dürfen", d.h. es wird immer IT-Dienstleistungen im Inland geben. Natürlich werden alle Outsourcer versuchen die Fertigungstiefe im Inland zu minimieren, indem sie z.B. das System Monitoring ins Ausland verlegen. Aber gerade im Outsourcing ist der unmittelbare Kontakt zum Kunden vor Ort extrem wichtig. Was wiederum - sicher nur für einen Teil der Mitarbeiter - eine Chance ist auch in Deutschland weiterhin im Outsourcing-Geschäft tätig zu bleiben.
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