Der promovierte Diplom-Mathematiker begann seine Karriere als Entwickler, Unternehmensberater und Projektleiter bei Heyde & Partner (später Heyde AG). Anschließend wechselte Humbert zur IMS Data in Frankfurt (heute IMS Health Care), wo er unter anderem Abteilungsleiter Post Marketing Surveillance und später Director Technical Support Services war. 1993 ging er zu Dun & Bradstreet Deutschland (früher Dun & Bradstreet Schimmelpfeng). Bei dem Finanzdienstleister betreute Humbert als Director IT die Firmen-IT und leitete unternehmenskritische Projekte, unter anderem technische Produkteinführungen, Optimierungen und Rationalisierungen der technischen Infrastruktur, Rechenzentrumsumstellungen und Outsourcing-Projekte.
Seit 2005 ist der IT-Profi als selbständiger Personalberater und als Niederlassungsleiter (Wiesbaden) von HSC Personalmanagement tätig. HSC Personalmanagement berät Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft bei der Besetzung von Spezialisten, Führungskräften und Spartenleitern. In den kommenden zwei Wochen beantwortet der IT- und Personalexperte alle Leserfragen rund um den Berufseinstieg, Jobwechsel, Bewerbung oder Karrierechancen in der Hightech-Industrie.
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#1
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Hallo Herr Humbert,
Hallo Forum, ich versuche mir zuletzt eine Frage zu beantworten aber ich komme nicht wirklich weiter. Was kann man eigentlich als Einstiegsgehalt nach einem Master in Wirtschaftsinformatik in Bayern verlangen/erwarten? Es gibt viele aktuelle Studien, wo es sich um Einstiegsgehälter handelt, aber dort werden nicht wirklich die Region, und der Master Abschluss berücksichtigt. Also fällt es mir schwer die Frage : „Welche meine Gehaltsvorstellungen sind“ zu beantworten. - Welche Rolle spielt der Master Abschluss im Einstiegsgehalt? Wieviel darf man mehr verlangen? - Mit den folgenden Angaben, was währe ein realistisches Einstiegsgehalt? Meine Angaben: Alter: 24 Jahre Abschluss: Diplom Informatiker (Uni): Aristoteles Universität Thessaloniki, Griechenland Abschlussnote: „Sehr Gut“ vorr. Abschluss: Master of Science Information Systems and Management (Wirtschaftsinformatik), FH München vorr. Abschlussnote: 1.5-2.0 Gebiet: München Bereiche: IT- Berater , Qualitätssicherung Berufserfahrung: 2 Jahre Werksstudent im Bereich Integration von Prozessen und Applikationen im Einkauf / Automobilbranche Vielen Dank für ihre Hilfe. Viele Grüße, Valantis |
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#2
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Hallo Valantis,
Zunächst möchte ich Sie auf den Thread „Einstiegsgehalt Diplom Wirtschaftsinformatiker“ verweisen. Die Antwort, die ich dort gegeben habe, passt im Wesentlichen auch auf Sie, mit dem Unterschied, dass in München die Gehälter (aber auch die Lebenshaltungskosten) zu den Spitzenreitern in Deutschland gehören. Für IT-Berater oder Qualitätssicherer sehe ich eine insgesamt etwas größere Bandbreite bei den Einstiegsgehältern. „IT-Berater“ ist ein relativ unspezifisches Berufsbild, hinter dem sich alles vom Verkäufer bis zum Programmierer verbergen kann, während der Wert der Qualitätssicherung als eigenständige Funktion in den Firmen, abhängig von Größe, Branche, der persönlichen Auffassung der Entscheidungsträger usw., sehr unterschiedlich beurteilt wird. Für die Auswirkungen von Feinheiten wie Abschluss (Diplom – Master) oder Note (1,8-2,3 oder 1,5-2,0) fehlen mir die Anhaltspunkte – ich denke nicht, dass sich das beim Gehalt groß auswirkt. Die Note könnte sich in der ersten Phase des Bewerbungsverfahrens auswirken, wenn eine große Zahl von Kandidaten zur Auswahl steht, die sich nur in den Noten unterscheiden. Und nun zu Ihren speziellen Fragen: - Eine spürbare Auswirkung des Master-Abschlusses auf das Gehalt sehe ich nicht. Beim Bewerbungsverfahren insgesamt sehe ich in einigen Fällen ein Potenzial für Vor- oder Nachteile. Vorteile möglicherweise bei internationalen Firmen, vor allem, wenn Sie auch für Auslandseinsätze vorgesehen sind oder wenn Sie sich von vornherein auf eine Auslandsstelle beworben haben. Nachteile eventuell bei manchen kleineren Firmen, die sich unter dem Abschluss Master nichts vorstellen können und daher die traditionellen deutschen Abschlüsse der Universitäten oder Fachhochschulen bevorzugen. - Zur Frage Universitäts – oder FH-Abschluss kann ich mich nicht fundiert äußern. Es gab mal die Assoziationen Uni = Theorie, „Elite“, FH = Praxis, sowohl bei Studenten als auch bei Firmen, aber ich denke nicht, dass es das als strenges Unterscheidungsmerkmal noch gibt. Wie sehen das die Uni- und FH-Absolventen? Was haben Sie für Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht? - Sie sind Grieche, nehme ich an, und werden sowohl einen griechischen Universitäts- als auch einen deutschen FH- und Masterabschluss haben. Das sind gute Voraussetzungen für eine internationale Karriere, vor allem bei griechischen Firmen oder anderen internationalen Firmen, für die Griechenland eine strategische Rolle spielt. Das gilt vor allem, wenn Sie neben deutsch und griechisch auch englisch und andere Sprachen beherrschen. - Für mich ist der Zusammenhang zwischen Ihrer Tätigkeit als Werksstudent und Ihrem Studium nicht klar zu sehen. Wenn es diesen Zusammenhang gibt, können sich die 2 Jahre als sehr wertvoll für Ihre Karriere, vielleicht sogar für Ihr Einstiegsgehalt erweisen (wenn Sie die als Werksstudent gemachten Erfahrungen als verwertbare Berufserfahrungen verkaufen können). Auch Ihnen möchte ich abschließend ans Herz legen, sich vor allem auf eine ordentliche Bewerbung zu konzentrieren, sowohl auf die Unterlagen als auch auf die persönliche Vorstellung. Für Sie mag das Gehalt im Vordergrund stehen – Ihr potenzieller Arbeitgeber fragt sich vor allem, ob sich die Investition in Sie lohnt! Viele Grüße Gerhard Humbert |
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#3
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Zitat:
Geändert von Lord_British (13.02.2007 um 20:07 Uhr) |
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#4
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#5
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ich glaube es ist eigentlich egal, in welcher Stadt man seinen Berufseinstieg vollzieht, ob nun München, Frankfurt oder Hamburg, die meisten der großen IT-Consulting-Firmen haben dort Standorte und bei Accenture war es so gewesen, dass man sich nach der Zusage seinen Heimatstandort auswählen konnte. Und dabei können verschiedene Faktoren wichtig sein. Mal abgesehen davon braucht man als Consultant teilweise nicht mal eine eigene Wohnung an seiner Heimatlocation, man ist sowieso fast die gesamte Zeit auf dem Projekt und wohnt im Hotel oder der Projektwohnung. Ich kenne da verschiedene Beispiele, die dann am Wochenende bei Ihren Eltern oder Freunden wohnen (bzw. am WE vor Ort bleiben) und in der Woche halt auf dem Projekt sind. Problematisch ist dann bloß, wenn man in seiner Heimatlocation ein Projekt bekommt, da dann diese Zusatzleistungen nicht mehr gewährt werden. Auch sollte beim Gehalt berücksichtigt werden, das 55K€ in München weniger wert sind als 50K€ in Berlin. Wer ins Ausland gehen möchte, sollte andere Gründe haben, als eine nicht erfüllte Gehaltsvorstellung, ansonsten wird man da nicht glücklich werden. Ob man nun verheiratet ist oder nur eine Beziehung hat, man ist dann sowieso unflexibeler, was du meinst, ist wahrscheinlich die Familie, dann sollte man sowieso seine Ausgaben und Einnahmen im Überblick haben. |
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