Nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch das Auftreten, eine natürliche Sicherheit im Umgang mit Menschen und korrekte Umgangsformen fördern die Karriere. Diesen Themen widmet sich diesmal das COMPUTERWOCHE Karriere-Forum. Ob Fragen zur Vorbereitung eines Geschäftsessens, den Gepflogenheiten in Meetings, dem richtigen Auftritt beim Vorstellungsgespräch oder offizielle Kleidungsstile - die Beraterinnen Anke Quittschau und Christina Tabernig von Korrekt beantworten in den kommenden zwei Wochen alle Leseranfragen rund um das Thema gutes Benehmen und Stil.
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#1
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Hallo an Alle,
Ich bin wohl, wie im Titel zu erkennen ist, einer der unentschlossensteren User. Da ich Grenznah wohne (Schweiz-Deutschland) habe ich ziemlich viele Möglichekeiten, wie ich nach meinem Abitur meinen Weg gestalte. Einen BA Platz an der Ba in Lörrach habe ich zu 100% jedoch bin ich mir unsicher wie viel ein BA-Abschluss schlussendlich wert ist. Meine zweite Alternative wäre die ETH in Zürich, die sicherlich das höchste Ansehen hat und auch bei der das Studium wahrscheinlich auch am anstengensten ist, was mich aber eigentlich sogar noch eher anzieht. An beiden Hochschulen wäre es der Informationstechnologie Studiengang... Meiner Meinung nach wäre der ETH Abschluss am meisten wert, danach käme die UNI und dann die BA. Jetzt bin ich unsicher, wenn ich mir zum Beispiel die FH in Zürich anschaue (dessen System sehr der BA ähnelt), wo ich die einordnen soll... Mir ist durchaus bewusst, dass es immer davon abhängig ist in welchen Bereich man einsteigen will und dann dementsprechend ETH, BA oder UNI die beste Lösung ist. Ich will aber mit meinem Abitur eine bestmögliche Hochschulausbildung erreichen um das Beste herauszuholen, denn nur dann denke ich, werde ich in der Arbeitswelt vorankommen. Ich würde mich freuen über ein Feedback von Ihnen und einen Rat ![]() Mit freundlichen Grüßen, Ced-Ric |
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#2
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Zitat:
Falls du zu namhafte große Unternehmensberatungen später nachm Studium gehen willst, dann ist die ETH Pflicht. Ein BA-Abschluß ist da AFAIK zu low level. EDIT: da leider Antworten nimmer möglich ist, füge ich das hier ein: [url]http://www.ftd.de/karriere_management/karriere/157562.html[/url] Geändert von Lord_British (02.02.2007 um 13:27 Uhr) |
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#3
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Hallo,
Erstmal danke für deine Antwort. Ist das mit dem BA Abschluss denn wirklich so schlecht? Sollte ich dann vielleicht doch lieber eine FH in der Schweiz anvisieren? MfG, Ced-Ric |
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#4
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wir sind zwar keine Berufsberater bzw. Studienberater, aber hier unsere Empfehlung:
Haben Sie schon eine Idee, was Sie nach dem Studium anstreben? Sind Sie lieber nah an der Praxis? Wollen Sie später unbedingt bei einer bestimmten Firma arbeiten? Erkundigen Sie sich bei den Unternehmen, für die Sie gerne arbeiten möchten, welche Voraussetzungen für einen Einstieg bzw. die angestrebte Position gefordert werden. |
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#5
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Zitat:
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#6
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Zitat:
Die ETH war mir kein Begriff gewesen und deshalb habe ich erstmal nachgeschaut, welchen Abschluss verleiht die Hochschule ? Titus |
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#7
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@Titus
ETH => Universität in der Schweiz Abschluss => Bachelor - Master - Doktor MBA mit BA Abschluss geht nur an ganz wenigen Hochschulen. Ob man den Master machen will oder gleich arbeiten will, kann man an der Uni nach dem Bachelor auch entscheiden. Wenn ich bereits vor dem Studium weiss, dass ich mal in den Führungsbereich möchte und den Anspruche habe "Ich will aber mit meinem Abitur eine bestmögliche Hochschulausbildung erreichen um das Beste herauszuholen, denn nur dann denke ich, werde ich in der Arbeitswelt vorankommen." - wie Ced-Ric schreibt, dann bleibt nur die Wahl einer Uni. |
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#8
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Zitat:
Und da bisher ein 2 jähriges MBA Studium z.B. in St. Gallen vorher ein Uni-Diplom verlangte, kann ich mir kaum vorstellen, daß die plötzlich ihre Ansprüche runterschrauben und einen Tätschelor of Science of Berufsakademie zum Einstieg zulassen. Denn dann würden sich alle ehemaligen Absolventen, die brutal für die Zulassung gekämpft haben ziemlich verarscht vorkommen? Somit bleibt als Quintessenz: Bachelor of Berufsakademie << Bachelor of FH << Bachelor of Uni. Da diese inhaltlichen Unterschiede existieren, gilt auch automatisch Master BA < Master FH < Master Uni. Und somit ist auch klar, daß jemand, der seinen Tätschelor an einer BA gemacht hat, wohl kaum einen Master an einer Uni machen wird dürfen. Das sag ich nicht aus Gemeinheit und Boshaftigkeit, sondern weil es den Tatsachen entspricht, daß die drei Hochschularten BA, FH und Uni ganz unterschiedliche Zielsetzungen haben und somit unterschiedliche Stoff-Umfänge vermitteln. Ob es für eine Karriere z.B. im Bereich IT-Consulting unbedingt ein Uni-Abschluß (Diplom oder Master ) sein muß, steht hier nicht zur Debatte. Accenture z.B. hat vor 1-2 Jahren auch Jobanzeigen gehabt, wo auch Leute mit Berufsakademie-Diplom gesucht wurden. Ob durch die Tätschelor-Umstellung das ganze immer noch gilt, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich schreibe hier etwas abschätzig über den Bachelor, weil das IMHO der falsche Bildungsweg ist. Langfristig wird die B.Sc. / M.Sc. Umstellung dazu führen, daß wir in Zukunft mehr Tätschelor-Absolventen als jetzt Diplom-Absolventen haben werden, aber dafür viel weniger Master-Absolventen. Anstatt die breite Masse an Abiturienten mit besseren Hochschulangeboten zu versorgen und eine breite Mittelschicht an Akademikern zu generieren, wird es in Zukunft viele "Dünnbrett-Absolventen" und inflationsartige Spitzennotenvergabe geben. Das wird v.a. verursacht durch die jetzige Form der Studiengebührenerhebung und -umverteilung, sowie durch die MwSt-Erhöhung, durch die verkürzte BaföG-Förderung, durch teuere Studentenkredite und den Druck den Tätschelor unbedingt innerhalb der 3 Jahresfrist zu absolvieren: So ein Druck wird die meisten zum Weg des geringsten Widerstandes zwingen. Dann haben wir eine breite Masse mit Tätschelor, aber genauso verdummt die der Durchschnittsami. Fast nur die besser Betuchten werden auch noch nen Master in der Regelstudienzeit draufsatteln können. Ich rechne ferner mit einer hohen Abbrecherquote, weil die Studiengebühren, die Lebenshaltungskosten und die eher dürftig bezahlten Studentenjobs einen zu hohen Druck erzeugen werden. Je weniger Absolventen, desto weniger Konkurrenz am Arbeitsmarkt. Wenn es dann keine neue Greencard für hungrige Bulgaren und Rumänen gibt, dann steigen die Gehälter für die jetzt schon am Markt tätigen IT-Consultants. Sorry, ich bin total vom Thema abgewichen, aber wenn ich über Tätschelor was lese, bekomm ich immer nen Wutanfall, weil dieses der erste Schritt sein wird unser inhaltlich anspruchsvolles Hochschulsystem zu ruinieren und uns auf das Niveau der mittelmäßigen us-amerikanischen Hochschulen herunterzubringen. Der deutsche Staat investiert ja doch viel lieber Gelder in Überwachungsmaßnahmen, Afghanistan, Irak, neue Ministerposten, Komissionen, Expertengruppen etc. etc. btw: ja ich weiß, daß das Tätschelor-System durch den Bologna-Beschluß zwingend bis 2010 einzuführen ist. Aber da hat sich Deutschland IMHO kräftig über den Tisch ziehen lassen. |
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#9
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[QUOTE=Lord_British][...] Da schon früher die vermittelte Wissensmenge und die Wissensqualität der Absolventen je nach Hochschulart stark divergierte (an der Uni lernt man z.B. wie man sich innerhalb 1 Woche 500 Seiten Literatur reinzieht und als Abstrakt zusammenfaßt, FH-ler und BA-ler würden für diese Menge evtl. Monate brauchen) gibt es auch heute einen enormen Wissens- und Qualitätsunterschied. Berufsakademien bilden knapp oberhalb von Berufsschulen aus. Es ist zwar ein Intensivstudium, aber trotzdem wurde nicht die selbe Menge an theoretischen Inhalten wie auf einer FH, geschweige denn wie an einer Uni vermittelt. An einer FH wiederum werden weniger Inhalte als an einer Uni gelehrt. Jetzt werden viele sagen, ja aber BA und FH haben zwingenden Praxisanteil. Darauf gibt es nur eine Antwort: es ist nicht verboten, während seines Unistudiums Praktika zu absolvieren, Semesterferien sind reichlich vorhanden, notfalls nimmt man ein Urlaubssemester.
Und da bisher ein 2 jähriges MBA Studium z.B. in St. Gallen vorher ein Uni-Diplom verlangte, kann ich mir kaum vorstellen, daß die plötzlich ihre Ansprüche runterschrauben und einen Tätschelor of Science of Berufsakademie zum Einstieg zulassen. Denn dann würden sich alle ehemaligen Absolventen, die brutal für die Zulassung gekämpft haben ziemlich verarscht vorkommen? [...] [QUOTE] Bevor ich zu dem Ursprungsposting zurückkommen danke ich hiermit dem Werten Lord für seine hilfreichen Einblicke mit der Frage, wie sie denn zu den wertenden Einsichten hinsichtlich der Qualität des Studiums in den einzelnen Formen gekommen sind? Soweit ich weiß gibt es einen objektiven Vergleich der verschiedenen Hochschulformen nicht (ich lasse mich da gerne korregieren). Ich kenne bis dato nur kleinere Untersuchungen in Unternehmen die an dem BA System teilnehmen welche den Karriereweg der drei Studienformen im eigenen Unternehmen vergleichen (wo dann interessanterweise die BA am besten abschneidet). Aber zurück zur Ursprungsfrage: Die wichtigste Frage ist doch was sind deine Ziele die du mit Hilfe des Studiums erreichen möchtest? Wenn dies wirklich "[...] in der Arbeitswelt vorankommen [...]" ist (und zwar ausschließlich), dann ist die Frage wirklich schwierig zu beantworten. Die ETH bietet in dem von dir gewählten Studiengang aber eine dermaßen den anderen (von dir genannten) Studienformen überlegene Ausbildung an, dass ich wenn ich an deiner Stelle die Chance hätte, kaum mehr zögern würde. Du behälst ein viel größeres Spektrum an Möglichkeiten eben doch in die Forschung zu gehen bzw. weitere Jobs als bei deinem BA Partnerunternehmen auszufüllen. Strebst du einen Job im weitgefächerten kaufmännischen Bereich an, so könnte eine der anderen Optionen ausreichend sein (immer nur als "second best option"). Was die Möglichkeit an einen BA Bachelor noch einen Master anzuschließen anbelangt, so besteht die Möglichkeit auch an guten Universitäten. Es zählt mehr die persönliche Leistung und das Engagement des einzelnen Studenten (man wird nicht mit Kußhand empfangen, hat aber die Chance und ist im Vergleich zu den Uni Absolventen nicht deutlich schlechter gestellt (am Start)). Woher kommen diese Einsichten? Ich selbst bin BA Absolvent einer größeren Unternehmung, hatte die Möglichkeit an der Humboldt Universität in Berlin ein Master Studium durchzuführen (eine Kommolitonin hat selbiges gemacht und war beileibe nicht im schwächeren Leistungsbereich ihres Jahrgangs). Ich bin Berater in einer der größeren Managementberatungen in Deutschland (dabei aus meinem Unternehmen gewechselt) und konnte bezüglich Leistungsfähigkeit noch jedes Vorurteil (welches es bei einem Uni Abschluß sicher nicht gegeben hätte) widerlegen. Für Nachfragen stehe ich gern zur Verfügung Viele Grüße methab |
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#10
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Hallo Lord,
man merkt doch deutlich deine Meinung zu den neuen Abschlüssen, ob sie gut oder schlecht sind, darüber brauch man nicht groß diskutieren, Fakt ist, sie werden kommen. Übrigends hat das BA-Studium einen entscheidenen Vorteil : Die Absolventen kommen deutlich früher und jünger auf dem Markt und haben somit einen nicht so uninteressanten Vorteil gegenüber den normalen Uniabsolventen. Zu deinem MBA-Kommentar : Es gibt deutlich mehr Business-Schools als die in St. Gallen, und die Behauptung mit dem Uni-Diplom ist auch falsch, da auch FH-Absolventen zugelassen werden bei den meisten Businessschools und bei einigen auch die BA-Absolventen, sofern sie einen Bachelor-Abschluss erhalten. Ich rechne übrigends nicht mit einer höheren Abbrechnerquote, ganz im Gegenteil, da die meisten dann nur den Bachelor machen werden, die sonst das Studium nach dem Vordiplom abgebrochen hätten. Oliver Zitat:
Geändert von omende (01.02.2007 um 11:22 Uhr) |
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