Alfred Mauer ist Associate Partner im Münchner Büro der InterSearch Deutschland GmbH. Er betreut nationale und internationale Kunden, vorwiegend im Bereich Automotive, IT, Telekommunikation, Maschinenbau, Produktion, Pharma, FMCG (Fast Moving Consumer Goods) und Handel.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaft engagierte sich Alfred Mauer in diversen Vertriebstätigkeiten im Bereich Office Communication, zuletzt als Vertriebsleiter. Danach arbeitete er drei Jahre für ein internationales Beratungsunternehmen im Bereich Potenzialanalyse in- und externer Kandidaten aller Ebenen. Seit 1999 unterstützt Alfred Mauer bei der InterSearch Deutschland GmbH Unternehmen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern für technische und kaufmännische Funktionen.
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#1
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Sehr geehrter Herr Mauer,
ich bin 28 Jahre alt und habe bereits ein Informatikstudium an einer FH hinter mir. Den Master of Science mit Schwerpunkt Softwareentwicklung habe ich im Anschluß absolviert und mit Auszeichnung (1,1) abgeschlossen. Im Verlauf meines Studiums habe ich 2 Praxissemester (jeweils 6 Monate), eine Diplom-(1,0) und eine Masterarbeit(1,0) als Praxiserfahrung vorzuweisen. Zusätzlich zu diesen habe ich 5 Jahre lang freiberuflich in Teilzeit in der Softwareentwicklung gearbeitet. Ich bewerbe mich auf Stellen für Absolventen, jedoch sollte mir die Praxiserfahrung einen Vorteil verschaffen. Welches Einstiegsgehalt könnte ich bei Bewerbungen angeben ? Wie unterscheidet sich das Gehalt zwischen Softwareentwicklung und IT-Consulting ? Ich hoffe Sie können mir etwas Klarheit verschaffen, da jede Auflistung im Internet extrem unterschiedliche Werte nennt und ich durch meinen Lebenslauf nicht dem klassischen Absolventen entspreche. Aktuell liegt mir ein Angebot einer IT-Consultingfirma vor, welche mir 42000€ mit einem leistungsorientierten Anteil von 3000€ anbieten. Handelt es sich hierbei um ein seriöses Angebot ? Mit freundlichen Grüßen, Bernd Geändert von agent_orange (11.05.2007 um 08:55 Uhr) |
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#2
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Sehr geehrter Bernd,
natürlich zählen die freiberufliche Tätigkeit; nur ist sie meist schwerer zu belegen, daher ist M.E. die Suche nach Absolventenstelle schon auch O.K. Einstiegsgehalt ist immer schwierig zu beantworten: Region, Firma,, Job etc spielen eine Rolle. Generell ist zwischen SW Entwicklung und IT-Consulting keine großer Unterschied; reien Consultingfirmen zahlen i.d.R. etwas mehr; kommt auch auf die Praxiserfahrung (wo, bei welchem Kunden, welches Projekt etc.) an. Was meint denn das Forum?? Für 28J, Einstiegsgehalt 42TEuro incl. var. 3T ist m.E. seriös. Viel Erfolg und viel Spass im Job A. Mauer |
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#3
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Zitat:
Unterschied zw. SW-Entwicklung vs. IT-Consulting: Entwicklung ist oftmals inhouse beim Arbeitgeber, Consulting heißt oft zum Kunden reisen, in Hotels übernachten, selten zu Hause sein. Das muß jeder für sich entscheiden. Ich persönlich finde das Reisen spannend und mir macht es nichts aus, wenn ich mal mehrere Wochen nicht im eigenen Appartment sondern in Hotels übernachte. Es gibt aber sicherlich Personen, die eher häuslich orientiert sind und lieber beim Arbeitgeber inhouse arbeiten und nach Feierabend möglichst daheim sein wollen. Ansonsten kann ich zum Thema Consulting vs. SW-Entwicklung folgende URL verlinken: [url]http://www.computerwoche.de/forum/showthread.php?t=2642[/url] Ich zitiere: "Als Capgemini-Berater arbeitet man i.d.R. 4-5 Tage die Woche beim Kunden am Projektort. Die Kollegen von sd&m arbeiten i.d.R. vom Büro aus" |
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#4
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Vielen Dank erstmal für die Antworten.
Der Unterschied in den Tätigkeiten zwischen einem Softwareentwickler und einem IT-Consultant ist mir schon klar. Die Frage bezog sich mehr auf Unterschiede im Gehalt, da der Beruf des Consultants generell mehr Streß und keine 40-Stunden-Woche bedeuten, was sich m.M. nach auch im Gehalt niederschlagen sollte. Gerade die angebotene Stelle umfaßt eine permanente Tätigkeit beim Kunden vor Ort. Meist sind in diesen Verträgen auch die Überstunden schon mit dem Gehalt abgegolten. In meinem Wohnort könnte ich ein ähnliches Einkommen auch in einer "Standard" 40h-Woche Festanstellung realisieren (43000€). Ich hatte den Eindruck, daß dieses Angebot u.U. unterbezahlt war, was sich durch die Antwort von Herr Mauer geklärt hat. Ich sehe persönlich keinen Unterschied zwischen einem Uni- und FH-Abschluß, da dies durch den Master relativiert wird. Das FH-Diplom ist m.M. nach in diesem Zusammenhang nicht mehr so entscheidend. Gerade auch im Öffentlichen Dienst wird der Master mit einem Uni-Diplom gleichgestellt, sodaß sich hieraus keine Nachteile ergeben sollten. Im Bewerbungsgespräch war die Praxiserfahrung entscheidender. Geändert von agent_orange (13.05.2007 um 19:28 Uhr) |
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#5
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Hallo,
genau die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt, wieviel sollte man als Hochschuleabsolvent verdienen. Ich denke 42000 € sind nach Abzügen und die Überstunden, die man als Berater selten bezahlt bekommt extrem wenig Geld. Bei einem durchschnittlichen 12 Stunden Tag, wie es gang und gebe sein soll bekommt man Netto die Stunde ca. 8,75 €. IT Unternehmen brauchen keine guten Fachkräfte wenn sie solche Gehälter zahlen. Kein gut bezahlter Job, keine Sicherheit auf einen festen Arbeitsplatz und die Gefahr im Alter zu verarmen, dass macht Deutschland mit seiner Bildungselite. Ein kostenloses Mittagessen oder Haarschnitt damit werben die Arbeitgeber. Ich will mir mein Essen sowie den Haarschnitt selbst bezahlen können und nicht mich darauf freuen, dass mir jemand 5 - 10 Euro schenkt. Und bist Du erst mal eingestellt dann ist Netzwerken angesagt, früher auch arschkrischen genannt, bei irgendeinem Loser, der auf die gleiche Art und Weise vor 10 Jahren damit begonnen hat, was ist nur los mit Deutschland. Vielleicht ist ja besser sich garnicht zu bewerben (was ich generell als Plan B ansehe) sondern einfach eine andere Vertragsart zu wählen, mal keine Abgaben zu zahlen soviel wie möglich am Finanzamt vorbei zu bringen. Viele Grüße. |
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