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Karriere-Ratgeber 2006 - Ruth Stubenvoll, Beraterin

Selbständige IT-Profis tendieren dazu, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Wie Sie sich besser verkaufen können, erfahren Sie von der Marketing- und Kommunikationsberaterin Ruth Stubenvoll, die das Online-Karriereforum der COMPUTERWOCHE vom 18. bis 31. Mai moderiert.
Ruth Stubenvoll
Ruth Stubenvoll
Ruth Stubenvoll

Für IT-Freiberufler ist Marketing ein besonders schwieriges Thema. Zum einen sind dafür Kompetenzen erforderlich, die die Ausbildung des Informatikers nicht mit sich bringt. Andererseits muss Marketing - wie auch der Vertrieb - zusätzlich zur Projektarbeit erledigt werden. Häufig wirkt es dann auch wie "nebenbei" gemacht.

Ruth Stubenvoll arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie als Redakteurin für eine wissenschaftliche Zeitschrift und in der Erwachsenenbildung. Als selbständige Marketing- und Kommunikationsberaterin hat sie sich auf IT-Dienstleistungen spezialisiert. Seit 1998 berät sie Softwarehäuser, IT-Beratungsunternehmen und IT-Freiberufler. Sie hilft IT-Freiberuflern unter anderem beim Herausarbeiten von Kernkompetenz und Angebot, beim präzisen Formulieren des Angebots, bei der Erstellung der notwendigen Medien sowie bei der Verbesserung der Kommunikation nach außen und intern. Zudem bietet Stubenvoll Coaching in schwierigen Prozessen der persönlichen oder der Unternehmensentwicklung.

(Siehe auch begleitenden Artikel "Freiberufler müssen sich offensiver verkaufen")


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  #11  
Alt 25.05.2006, 21:03
 
Registriert seit: 30.05.2003
Beiträge: 30
Standard Ein jeder frage sich, was für eine Leistung hier L_B abliefert

Zitat:
Zitat von OS-M
Ist es Zufall, dass als Forumsnamen das Pseudonym eines erfolgreichen Unternehmers verwendest?
Ich verbinde mit "Lord British" eine wichtige Figur aus einem Computerspiel aus den 80er Jahren, bzw. eine ganze Serie. Die hieß "Ultima", siehe u.a. [url]http://en.wikipedia.org/wiki/Lord_British[/url] Wer ist der erfolgreiche Unternehmer gleichen Namens?
Zitat:
Zitat von Lord_British
Und wenn du BWLer so sehr haßt, dann solltest du dich fragen warum?
Moralberatung hole ich mir nicht von Fremden und schon gar nicht im Computerwoche-Forum.
Ein jeder frage sich, was für eine Leistung hier L_B abliefert und wieviel es den OP hilft. Ich lade nicht ein, diese Leistungsbewertung zu verallgemeinern, aber ein Meßpunkt ist ein Meßpunkt.

Geändert von TRGS (25.05.2006 um 21:22 Uhr)
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  #12  
Alt 25.05.2006, 22:09
 
Registriert seit: 30.05.2003
Beiträge: 30
Standard

Zitat:
Zitat von Lord_British
Schade, daß dieses Forum keine Ignorefunktion anbietet
Das ist eine unzutreffende Information. Einfach auf den entsprechenden Namen klicken, dann "öffentl. Profil ansehen" wählen, dann gibt es eine Wahl "... auf ihre Ignorier-Liste setzen". Gerade habe ich die Funktion probiert, sie funktioniert.
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  #13  
Alt 26.05.2006, 10:23
 
Registriert seit: 17.05.2006
Beiträge: 7
Standard

Lieber OS-M,

ausdrücklichen Dank für Ihren Beitrag!
Sie bringen eine weitere Variante ins Spiel, die wir uns anschauen sollten: Sie sprechen vom Entwickler. Wenn ich IT-Freiberufler als Begriff benutze, schließe ich alle Beratungs- und Konzeptionsarbeiten ein, spreche also genauso von Kollegen, die Architekturen für ganze IT-Landschaften entwerfen wie von Entwicklern oder Projektmanagern.

Damit stellt sich das Ganze etwas anders dar. Bei konzeptionellen Tätigkeiten spielt Branchen- also Prozesswissen eine Rolle. Gleichzeitig ist es für den Auftraggeber interessant, wenn der Externe Wissen aus anderen Branchen ergänzend mitbringt.

Ist man als Entwickler unterwegs, spielt die Branche weniger eine Rolle. Gleichzeitig beobachte ich seit einiger Zeit, daß Branchenkenntnis zunehmend ein Argumgent wird. Das als reine Beobachtung.

@MarkusF Vielleicht geben Sie uns einen Hinweis, wie Ihre Aufgaben bei Ihren Kunden genau aussehen.

Einen herzlichen Gruß aus München

Ruth Stubenvoll

[url]www.ruthstubenvoll.de[/url]
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  #14  
Alt 27.05.2006, 17:21
 
Registriert seit: 23.05.2006
Beiträge: 3
Standard

Meine Aufgaben bei Versicherungen: Na ja, wenn man da ein paar Jahre dabei ist, kommt man ziemlich überall herum: Bestand, Schaden, Provision, Angebotssysteme (das sind die, die der Vertreter auf seinem Laptop hat, wenn er Ihnen zu Hause eine Versicherung aufschwatzt...)

Aber wahrscheinlich meinen Sie, welche Rolle in den Projekten ich gespielt habe. Schwerpunktmäßig bin ich Entwickler, mit ursprünglich stark technischem Schwerpunkt (dort wird bis heute manches am Host entwickelt). Mit den Jahren habe ich mich immer mehr auch in die fachliche Abstimmung eingearbeitet. Es kommt ganz aufs Projekt an: Bei Großprojekten bin ich Entwickler, da es dort Spezialisten für Projektmanagement, Fachkonzepte etc. gibt. In kleineren Projekten mache ich schon einmal das meiste selber, stimme die Lösung auch mit dem Fachbereich ab, so dass der Projektleiter nurmehr die Häkchen im Projektplan machen muß.
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  #15  
Alt 29.05.2006, 08:20
 
Registriert seit: 17.05.2006
Beiträge: 7
Standard

Lieber MarkusF,

damit stehen Sie gewissermaßen an einer Grenzlinie. Als Entwickler wird man von Ihnen Branchenkenntnis nicht direkt erwarten. Trotzdem wird man in all den Branchen, in denen Sie keine Erfahrung nachweisen können, lieber den mit "Stallgeruch" engagieren. Das hat primär keine rationalen Gründe. Mir scheint, man fühlt sich einfach wohler mit Externen, von denen man vermutet, sie wissen wie der Laden läuft.

Setzen Sie also bei neuen Projekten auf Ihre Managementerfahrung – auch wenn Sie da vermutlich noch am Anfang stehen. Und wuchern Sie mit dem, was Sie können - ob technisch, fachlich oder im Umgang mit Menschen.

In neue Aufgabengebiete kann man sich, wie gesagt, als Freiberufler eben nur langsam vorarbeiten.

Viel Erfolg!

Ruth Stubenvoll

[url]www.ruthstubenvoll.de[/url]
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  #16  
Alt 30.05.2006, 20:21
 
Registriert seit: 24.05.2006
Beiträge: 6
Standard Noch ein anderer Gedanke

Vielleicht wird schon in der Ausgangsfrage des Threads ein zum Scheitern verurteilter Lösungsansatz vorweggenommen?

Die Industrie zählt normalerweise nicht zu den für Freiberufler finanziell attraktiven Auftraggebern. Die in Banken und Versicherungen historisch üblichen Stundensätze wurden und werden in der Industrie kaum gezahlt. Möglicherweise findet nun eine Kurskorrektur statt, so dass der Markt in der Versicherungs- und Bankenbranche ein wenig daran annähert, was in der Industrie längst üblich ist.

Einen Branchenwechsel anzustreben wäre unter diesen Annahmen der vollkommen falsche Ansatz. Ich denke eine ausführlichere Analyse könnte dem Fragesteller helfen, die richtige Strategie zu finden. Die ganze Diskussion hängt sich zur Zeit an einer einzelnen Idee auf. Möglicherweise sind die Skills einfach veraltert? Oder stimmt die Selbstvermarktung nicht mehr mit dem Zeitgeist überein? Wo es früher genügt hat, sein Profil an ein paar Interessenten zu streuen und sich den besten Auftrag auszusuchen, ist heute eine aktivere Vorgehensweise erforderlich. Um gute Konditionen zu erzielen, kann man nicht einfach warten, bis ein Kunde kommt und sie anbietet, da sich viele Kunden um wenige Freiberufler prügeln, wie es früher oft der Fall war. Stattdessen müssen ordentliche Honorare heute mit taktischem Geschick, viel Gefühl für das Machbare und gelegentlichem Pokerface erkämpft werden.

Viel Erfolg beim weiteren analysieren und ausprobieren!

OS
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  #17  
Alt 31.05.2006, 08:25
 
Registriert seit: 17.05.2006
Beiträge: 7
Standard

Lieber OS-M,

einen Gedanken aus Ihrem letzten Beitrag möchte ich aufgreifen, weil er sehr wichtig ist: Aktive Selbstvermarktung.

Längst sind die Zeiten vorbei, als Freiberufler mit Angeboten überhäuft wurden, auch mit Anfangskenntnissen in einzelnen Skills engagiert wurden und eine Menge lernen konnten, meist noch für gutes Geld. Heute müssen Freiberufler wirklich Unternehmer sein. Und das ist manchmal anstrengend. Sie nennen dazu auch einige Fertigkeiten, die man entwickeln muß, um bestehen zu können.

Gleichzeitig sollte man sich nicht einschüchtern lassen durch das, was "üblich" ist. Wenn mal wieder (häufig von den weniger qualifizierten Vermittlern) die Endlosliste an Skills verlangt wird, ohne eine Markierung, was wichtig ist, heißt es nachfragen. Oft sträuben sich einem alle Haare, wenn man die Anforderungen mit dem für Nicht-Genies Möglichen und dann noch mit dem gebotenen Honorar vergleicht. Auch da läuft zur Zeit allerlei Schabernack. Wieder eine Herausforderung für den Freiberufler-Unternehmer, eigene Wege zu entwicklen. Und nur auf solchen wird man in Zukunft wirklich erfolgreich sein können.

Herzlichen Gruß

Ruth Stubenvoll

[url]www.ruthstubenvoll.de[/url]
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