Duisberg hat nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaft in Deutschland und Großbritannien seine Karriere bei der Deutsche Bank Zentrale begonnen, bevor er zu einer der großen internationalen Unternehmensberatungen wechselte. Dort war er in verschiedenen Management-Positionen und als Partner tätig. Nach einem Engagement in einem Familienunternehmen ist er als Berater in der mittelständischen Insentis Management-Beratung tätig, wo er vor allem das Thema Prozess-Management vertritt.
Insentis wurde von Bruno Rücker, ehemals Vorstand der CSC Ploenzke AG und Thorsten Wagner, Leiter des Kompetenzzentrums Netz- und System-Management der CSC Ploenzke AG, gegründet. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Firmen- und IT-Strategien in Einklang zu bringen. Es nutzt die Möglichkeiten innovativer Technologien und Prozesse zur Konzeption und Realisierung neuer, offensiver Geschäftsmodelle. Zu den Kunden zählen neben DAX-30-Unternehmen unter anderem die DZ BANK, die Fiducia IT AG, die HUK-COBURG, die Sartorius AG und das Statistische Bundesamt.
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#1
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Hallo Hr. Robert Duisberg!
Ich bin heute 25 Jahre alt. 2001 – 2004 habei ich an einer staatlich anerkannten Berufsakademie in Baden-Würtemberg Dipl. Wirtschaftsinformatik studiert und dies mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Meine Diplomarbeit wurde mit einem Preis ausgezeichnet. Das Berufsakademiestudium habe ich mit einem kleinen (15-20 MA) IT-Beratungsunternehmen (Schwerpunkt SAP und EDI, EAI) zusammen durchgeführt. Bereits zu beginn hatte ich hier sehr viel Freiheiten bzgl. meiner eigenen Entfaltung, was ich mir durch sehr wenig „gespürte Führung durch Chefs und Ausbilder“ erkauft habe. Nur durch starke Eigenmotivation, Interesse, Lernbereitschaft und Ehrgeiz konnte ich mein Studium wie genannt abschließen und eine Menge Erfahrung im SAP-Bereich und der Softwareentwicklung sammeln – dies allerdings autodidaktisch. Nachdem ich gut 1,5 weitere Jahre zusammen mit einem Kollegen einen eigenen innovativen Bereich in dem Unternehmen aufgebaut hatte, haben wir diesen vor einigen Monaten – mit der Unterstützung „der Mutter“ - in einem neuen Unternehmen ausgegründet (Wir sind GF), welches langsam beginnt zu wachsen. Leider hat bis heute meine Wissbegrierde nicht nachgelassen. Auch das Gefühl durch das BA-Studium in diesem „kleinen“ Betrieb nicht genügend „betriebswirtschaftliche Prozesskenntnisse“ und „Best Practices der Softwareentwicklung“ kennengelernt zu haben nimmt nicht ab – Bedingt durch wenig feste Strukturen und Hierarchie im Unternehmen. Ein weiterer Punkt ist, dass sich die Autodidaktik nirgends im Lebenslauf als „zertifiziert/belegbar“ finden läßt, obwohl wir sehr gute Arbeit leisten. Auch haben ich seit anbeginn mit Kunden und bei Kunden vor Ort als Berater Erfahrung, per Sprung ins kalte Wasser, gesammelt. Heute habe ich mich an einer Fachhochschule für den Studiengang Logistik (Diplom) eingeschrieben, um dieses Gefühl zu beseitigen. Das Unternehmen möchte ich als GF und Angestellter verlassen – um Frei im Kopf für das Studium zu sein. Als Partner - in Form eines „angestellten“ Freelancers – nehme ich mir vor, die Gestaltung der weiteren Zukunft und somit den Aufbau des Unternehmens bestmöglich zu begleiten. Meine Frage an Sie ist nun, wie Sie mein Wunsch nach einen weiteren Studium bewerten. Sehen Sie es für meinen weiteren Werdegang als sinnvoll an, den Bereich mittels eines Studiums und somit Titels zu untermauern, in dem ich seit gut 4 Jahren beratend und entwickelnd tätig bin (SAP Materialwirtschaft, Lagerverwaltung, Logistik und Vertrieb). Neben einem Auslandssemester möchte ich im Rahmen des Studiums auch größere Arbeitgeber und deren Strukturen, Vorgehensmodell etc. kennenlernen. Was meinen Sie! Ein Hirngespinst? Bin ich zu ungeduldig mit 25? Zu scharf auf einen weiteren Titel? Sollte ich lieber einen Master machen? Herzliche Grüße |
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#2
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Zitat:
ich finde, Sie haben schon extrem viel erreicht und darauf können Sie sehr stolz sein. Auch wenn es sicher richtig ist, daß Sie mit ihrem unternehmerischen Engagement in der kleinen Firma keine weitere Formalqualifikation erreichen, so dürfen Sie keineswegs Ihr hohes unternehmerisches Vermögen unterschätzen, daß in Ihrem Leben(slauf) für sich selbst spricht. Und wirklich unternehmerische Qualifikationen findet man doch nur recht selten am Markt. Und jede heute große Firma hat einmal klein angefangen. Wenn Sie beispielsweise methodisches Know-how vermissen, dann können Sie es auch auf die ein oder andere Weise (temporär) zukaufen... Falls Ihr Wunsch nach Formalqualifikation trotzdem übermächtig ist, würde ich aber aus meiner Erfahrung auf jeden Fall auf dem Pfad der Wirtschaftsinformatik bleiben. In jedem Fall würde ich die unternehmerischen Zügel fest in der Hand halten! Beste Grüsse Robert Duisberg |
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