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#1
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Guten Tag Herr Küpper,
ich stehe zur Zeit vor zwei Fragen: 1. Wie kann ich den potentiellen Arbeitgebern meine sozialen Fähigkeiten und meine fachlichen Kenntnisse "gewinnbringend" verkaufen? 2. Auf welche Weise gelingt es mir, meinen Wert als Arbeitnehmer zu steigern? Meine Kurz-Vita sieht so aus: Mein Weg zur EDV war etwas ungewöhnlich: für meherere Jahre arbeitete ich als freiberuflicher EDV-Berater und EDV-Fachautor. Während dieser Zeit bot ich Klein- und Mittelbetrieben Schulungen in Betriebssystemen und Office an - zusätzlich verfasste ich für Fachzeitschriften Beiträge zu den Themen IT-Management, Programmierung, Betriebssysteme und Office-Anwendungen. Im Zeitraum von 2000 bis Ende 2003 arbeitete ich als Ausbilder und Netzwerkadministrator (Schwerpunkt Microsoft NT, Exchange Server und Linux). Neben der Netzwerkadminstration übernahm ich Programmieraufgaben in VBA. Während meiner freien und angestellten Berufstätigkeit konnte ich einen IHK-Abschluss als Netzwerkverwalter (Windows NT und Novell IntranetWare) und die Ausbildereignungsprüfung mit jeweils mit gut abschliessen. Als Berufsausbildung bringe ich den IHK-Abschluss des Bürokommunikationskaufmannes mit. Zur Zeit besuche ich eine nach SGB III geförderte Fortbildungsmaßnahme zum IT-Spezialisten Linux. Ziel ist es, die LPI-Prüfungen Level I und Level II sowie den MCSA abzulegen. Die LPI-Prüfungen zum Level I habe ich letzte Woche zum Glück schon bestanden. Da ich parallel zu der Fortbildungsmaßnahme mit dem Teilzeitstudium (Fachrichtung BWL) begonnen habe, würde es mich interessieren, ob ich mit meinen Kenntnissen für die Firmen ein interessanter Kandidat bin? Mein Ziel ist es, entweder als Ausbilder, Trainer oder als Systemadministrator für Linux beschäftigt zu werden. Halten Sie es für sinnvoller, weitere Zertifizierungen wie MCSA oder doch lieber eine Hochschul- und/oder eine IHK-Qualifizierung anzustreben? Zu guter Letzt noch eine abschließende Frage: Wie schätzen Sie den Arbeitsmarkt für Trainer und Systemadministratoren ein? Für jede Anregung oder Idee wäre ich dankbar. Mit besten Grüßen -- Gerald Rathjen |
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#2
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Sehr geehrter Herr Rathjen,
gerne beantworte ich Ihre beiden zentralen Fragen. Die Liste Ihrer fachlichen Qualifikationen liest sich beeindruckend und zeitraubend. Hier gilt es, sich in der Kommunikation auf das Wesentliche zu beschränken. Ähnlich hinreichend, aber nicht ausschweifend, sollte die Darstellung Ihrer sozialen Kompetenzen sein. Beide Facetten, d.h. fachliche- und überfachliche Fähigkeiten, dürfen Sie durchaus gleichberechtigt nebeneinander stellen; z.B. ?soft skills?: kommunikativ, teamorientiert, etc....?hard skills?: NT/Novell-IHK, etc.... Der Wert eines Arbeitnehmers (AN) für einen Arbeitgeber (AG) ergibt sich primär aus zwei Komponenten: 1.) betriebswirtschaftlicher Gewinn und 2.) sozialer Gewinn Zu 1.) Nur wenn man als AG mit der Tätigkeit eines AN´ers Gewinn (direkt oder mittelbar) erwirtschaften kann, macht deren Beschäftigung betriebswirtschaftlich Sinn; d.h. Sie sollten darstellen können, dass der AG durch Ihre Mitarbeit Profit erzielen kann. Zu 2.) Wenn Sie ein kommunikatives-, integrierendes- etc. Wesen besitzen, stehen die Chancen gut, dass Sie auch ?sozialen Gewinn? für Ihren AG, z.B. in Form von kooperativem Betriebsklima etc., erzielen. Soziale Fähigkeiten kann man natürlich am besten persönlich, direkt, d.h. im Gespräch, zeigen. Viel Erfolg wünscht Ihnen Thomas Küpper www.karrierekick.de |
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