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  #1  
Alt 24.04.2003, 15:14
 
Registriert seit: 24.04.2003
Beiträge: 3
Standard Weiterbildung im IT-Bereich

Sehr geehrte Frau Krankowsky

Je mehr ich mich über eine mögliche Weiterbildung im IT-Sektor beschäftige, desto mehr komme ich ins rätseln.

Meine Ausbildung als Infomatikkaufmann beendete ich vor ca 2 Jahren und arbeite seither zwei Jahre als System- bzw. Netzwerkadministrator.
Aufgrund meines Wunsches mich weiter zu qualifizieren, mich weiterzubilden um schließlich Personalverantwortung und anspruchsvollere Aufgaben und Bereiche übernehmen zu können, rätsel ich über mögliche Weiterbildungen.

Ich habe mir primär die IT-Weiterbildung nach der neuen IT-Weiterbildungsverordnung angesehen. Dort gibt es die operativen und die strategischen Professionals. Wobei beide über jeweils 2 Jahre dauern und ziemlich viel kosten (IHK's).
Eine weitere Möglichkeit wäre eine Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker (Teilzeit = 4 Jahre).
Oder eben eine Weiterbildung auf Studienbasis, wobei ich dazu erst das Fachabi bzw. das allgemeine Abi nachholen müsste, was mir deshalb nicht besonders nahe liegt, da ich arbeiten will um Geld zu verdienen und Erfahrung zu sammeln.

Nun meine Frage, welche Weiterbildung ist den am Besten für eine spätere eventuelle Manager/Leitungsposition geeignet?
Gibt es irgendwelche Abstriche in der Qualifikation zwischen einem Wirtschaftsinformatiker und dem operativen Professional ?
Gibt es irgendwelche Hierachiestufen? Welche Weiterbildung ist den höher angesiedelt bzw. besser angesehen?

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen um mir Klarheit in diesem Dschungel zu verschaffen!

Besten Dank im vorraus

Cessor
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  #2  
Alt 25.04.2003, 13:54
 
Registriert seit: 10.04.2003
Beiträge: 23
Standard Weiterbildung

Sehr geehrter Cessor,

die Weiterbildungen, die die IHK im Bereich IT anbietet, sind in Ihrem Fall wohl eine sinnvolle Alternative zu einem Studium (zumal Sie das (Fach-)Abitur nachholen müssten) und haben den Vorteil, allgemein anerkannt zu sein.
Die Weiterbildung zum "operativen Professional" soll die Teilnehmer befähigen, anschließend eine Position im mittleren Management zu übernehmen. Ihr mittelfristiges Ziel könnte es also sein, nach einer solchen Fortbildung praktische Erfahrung in den Bereichen Team- und Projektleitung in einem eher mittelständischen Unternehmen zu sammeln.
Ich empfehle Ihnen, sich bei einer IHK vor Ort über die Lehrgänge und deren Inhalte im Detail zu informieren und mit den zuständige Beratern zu klären, ob Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
Ich rate Ihnen von Kursen, die mit weniger bekannten oder rennomierten Zertifikaten abschließen ab, da diese aufgrund uneinheitlicher Lehrgänge meist von Unternehmen nicht so hoch angesehen sind.
Ebenso sollten Sie bedenken, dass ein gewisser Zeitaufwand nötig ist: wenn Sie Positionen im mittleren Management anstreben, konkurrieren Sie u.a. mit Kandidaten, die sich in einem Studium über mehrere Jahre praktisch und theoretisch mit Themen wie Projektmanagement, SW-Engineering, Personalführung etc. beschäftigt haben und danach Berufspraxis gesammelt haben - ein zweimonatiger Kurs bringt Sie nicht auf die gleiche Höhe.

Bezüglich der Kosten einer Weiterbildung: überlegen Sie, mit Ihrem Arbeitgeber über eine (teilweise) Übernahme der Kosten zu sprechen und dafür auf die nächste Gehaltserhöhung (teilweise) zu verzichten. Viele Arbeitgeber finden Modelle, um Ihre Mitarbeiter bei Weiterbildungs-Projekten zu unterstützen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Krankowsky
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  #3  
Alt 28.04.2003, 12:25
 
Registriert seit: 10.04.2003
Beiträge: 23
Standard Re: Frage dazu

Guten Tag, Garfield,

Sie haben schon Recht mit Ihrer Aussage, dass man bei gewissen Firmen ohne Studium keine Chance hat.
Einige unserer Kunden setzen ein abgeschlossenes Studium als Muss-Kriterium voraus, v.a. wenn es um Positionen im Bereich Analyse und Konzeption geht. Für Softwareentwickler in der Produktentwicklung, Adminstratoren, Help-Desk-Mitarbeiter etc. ist ein Studium jedoch oft eine "nice to have"-Anforderung.

Wenn in einer Stellenausschreibung ein Studium zum (Wirtschafts)informatiker 'oder vergleichbare Kenntnisse' gefordert sind, dann meint der Personaler meist eine fundierte Ausbildung im IT-Bereich und praktische Erfahrung im entsprechenden Umfeld als Alternative zum Studium. Wenn Sie außer dem fehlenden Studium alle Kriterien erfüllen, macht eine Bewerbung auch Sinn - aber auch nur dann. Wenn ein Unternehmen z.B. einen C++-Spezialisten mit Studium sucht und Sie eine IHK-Ausbildung und HTML / Php-Kenntnisse haben, dürfen Sie auf wenig positive Reaktionen hoffen.

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Krankowsky
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