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  #1  
Alt 09.10.2003, 12:43
 
Registriert seit: 14.03.2003
Beiträge: 3
Standard Selbstein(über)schätzung?

Guten Tag Herr Krumbach-Mollenhauer,

kurz zu meiner Person:
Quereinsteiger,seit ca. 10 Jahren im IT-Bereich beschäftigt, seit diesem Jahr auch IT-Prozess-Manager (IHK), Schwerpunkte waren Netzwerk und Projektmanagement.

Meine Projekterfahrung bezieht sich nur auf kleine Projekte, ohne die sog. "Projektools", da die Firma auch nicht sehr gross ist.

Wie soll ich Ihrer Meinung nach auf Stellenausschreibungen reagieren, die einen Projektleiter mit langjähriger Erfahrung, sicheren Umgang mit Projektmanagementtools, etc. fordern?
Sollte man sich sagen, "ran an den Speck", das schaff ich schon, oder ist hier die Gefahr nicht zu gross, noch innerhalb der Probezeit(wenn man es soweit überhaupt schafft), "enttarnt" zu werden?

Ist es vielleicht besser, sich in einem solche Fall nicht direkt auf die Stelle zu beziehen, sondern den Umweg einer Initiavbewerbung als "Projektmitarbeiter" zu gehen, um dann evtl. nach einer gewissen Einarbeitungszeit doch noch Projektleiter zu werden?

Freue mich auf Ihre Antwort

MfG
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  #2  
Alt 09.10.2003, 17:35
 
Registriert seit: 09.12.2002
Beiträge: 73
Standard Selbsteinschätzung

Hallo,

ich schätze Leute, die sich erst einmal auf den Prüfstand stellen. Auf der anderen Seite erlebe ich aber auch von vielen Bewerbern ein kräftiges Trommeln. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte.
Sicherlich ist es in Ihrer Funktion wichtig, dass Sie sich möglichst umgehend mit Projektmanagement-Tools beschäftigen. Dies gilt sowohl inhaltlich als auch it-mäßig (MS Projekt). Dann lassen sich solche Fragen für einen stimmiger beantworten.
Tipp aktuell: Anrufen und Fragen stellen. Welche Qualifikationen werden genau erwartet. Gerade im Projektmanagement fällt mir nämlich verstärkt auf, dass hier die Interpretationen gravierend unterschiedlich sind. Also nicht abschrecken lassen, vielleicht können Sie nach 10 Jahren des Managements viel besser Projekte stemmen als Berufseinsteiger mit Trockenübungen!

Mit den besten Wünschen für den Bewerbungsprozess
Ihr Peter Krumbach-Mollenhauer
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  #3  
Alt 09.10.2003, 21:52
 
Registriert seit: 26.03.2003
Beiträge: 20
Standard Re: Selbstein(über)schätzung?

Hallo,

mit mehrjähriger Projekterfahrung in großen Projekten finde ich es ziemlich lächerlich das Beherrschen von Projektmanagementtools so in der Vordergrund zu stellen. Wer tatsächlich 10 Jahre im Projektmanagement war, dem sollte man eigentlich zutrauen solche tools in kürzester Zeit eigenständig zu erlernen.

Aber das ist ein typisches Zeichen unserer Zeit, daß in IT-Projekten mehr Wert auf die Formalitäten als auf die Inhalte gelegt wird.

Aber das muss wohl so sein, damit die ganzen Heerscharen an Betriebswirten, Kaufleuten, Philosophen und sonstigen "IT-Spezialisten" auch mit irgendwas glänzen können ...

Gruß von einem seltenen Exemplar, der sogar noch programmieren kann, und deswegen für solche Jobs wie Projektleiter -oder Manager natürlich völlig ungeeignet ist ;-))
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  #4  
Alt 10.10.2003, 21:56
 
Registriert seit: 10.10.2003
Beiträge: 1
Standard Brandy hat Recht...





heute ist es in der IT so, dass HR-Leute Milchbubis suchen, die für wenig Lohn nutzlos drei Tage die cashcow beim Kunden mimen und der Kunde löhnt dann 2.000$ je Manntag. Kritisch werden erst die Leute mit Ahnung, weil die ja 10 Manntage zu 2.000$ in 5 Minuten erledigen. Damit verkommt die IT zur Abzockergemeinde, deren Mitarbeiter von den wohl unfähigsten Leuten einer Firma "beurteilt" werden, den Personalern.- Hauptsache billig und willig.Kompetenz und Know-how - wer will das heute noch ???????????? Und einige klopfen dann moderate Sprüche, die diesen Milchbärten auch noch einlullen, daß IHK- oder MBA-Zertifikate was tolles sind. Klar, da verdienen wieder eine Schar von Leuten an unnützer "Zertifizierung". Fragt doch mal nen MCSE wie man auf Mausklick den Rechner runterfährt- der kennt dann ggf. wen, der es weiss ( der Profi, arbeitslos, über 25 und teuer). Hört doch mal auf mit solchen "Bravo-Dr.Sommer"-mässigen Diskussionen. Der Markt ist heute nur noch Korrupt, Personaler fühlen sich als Götter ( sind aber meist Pfeifen ), Chefe will nix Qualität - Chefe will Kohle ! Und um es mit Harald Schmidt zu sagen : Araber und Deutsche haben Gemeinsmkeiten : Araber haben 1000 und 1 Geschichte, wir die Agenda 2010. Dann wird es richtig abgehen.
Baerchen
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  #5  
Alt 13.10.2003, 11:01
 
Registriert seit: 09.12.2002
Beiträge: 73
Standard Selbsteinschätzung

Hallo,

der letzte Beitrag von Bärchen ruft schon nach einer gewissen Kommentierung!
Als Psychologe schwingt mir da doch ein gewisser Frust entgegen, der zu nicht immer klaren Ableitungen führt.

Ich finde es in Unternehmen teilweise sehr erschreckend, wie wenig Prozess-Knowhow in den Köpfen von "Nur-Spezialisten" zu finden ist. Und gerade im IT-Bereich laufen extrem viele Projekte aus dem Ruder, da die Materie hier recht komplex ist und häufig Technik und Mensch aufeinander treffen. Gerade bei den verantwortlichen Projektleitern sehe ich hier oft Defizite, die auch das grundlegende 1X1 betreffen. Ich selber habe ein 2-jähriges Projekt der Umstellung des Controllings auf Oracle hinter mir, ein Desaster! Dies lag aber nicht an dem IT-Knowhow, sondern unfähigen Projektleitern, die die Auswirkungen Ihres Tuns nur unzureichend abschätzen und Ihre Sicht der Welt nicht verlassen konnten.

Deshalb halte ich es nach wie vor für extrem wichtig - wenn man sich entwickeln möchte - Tools für das Mangement komplexer Projekte zu erwerben. Dies gilt übrigens nicht nur für ITler sondern alle Gruppen, die oben skizziert wurden.

Lassen Sie sich deshalb nicht beirren und verfolgen Sie konsequent den vorgesclagenen Weg!

Mit herzlichem Gruß
Ihr Peter Krumbach-Mollenhauer
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