|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Interessengemeinschaften | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
#1
|
|||
|
|||
|
Sehr geehrter Herr Heinrich,
ich bin zurzeit Senior-Berater bei einem der führenden IT-Beratungshäuser. Dort habe ich die Erfahrung gemacht, dass IT-fokussierte Mitarbeiter gegenüber den reinen Beratern langsamer in der Karriereleiter aufsteigen. Hinzu kommt, dass ich in nunmehr 10 Jahren Berufserfahrung fundierte Erfahrungen in der Projekt-Abwicklung und -Leitung mit verschiedensten Plattformen und Technologien gewonnen habe. Mein Ziel ist es, mich zu einer Führungskraft im IT-Bereich weiter zu entwickeln. Aus kleinen und mittelständischen Firmen kommend, nutze ich die Projekte als IT-Berater im Umfeld von Konzernen, um Anbahnung, Struktur und Ablauf von Großprojekten kennen zu lernen. Mir ist klar geworden, dass ich wohl nur mit einer Stärkung meiner betriebswirtschaftlichen Kenntnisse -ich bin Dipl. Wirtschaftsinformatiker- wirklich gute Chancen habe, Führungspositionen einnehmen zu können. Eine solche Position könnte ich mir bei Anbahnung und Management komplexer Projekte vorstellen, sehr gerne auch in einem multinationalen Team - z.B. via Offshore Development Centers. Daraus ergibt sich die Frage nach der geeigneten Fortbildung. Deren Gestaltung ist sehr davon abhängig, in welchem Umfang mein Arbeitgeber diese Bemühungen trägt und unterstützt. Diese Frage ist zurzeit noch offen, ich befürchte aber, dass ich die Kosten selbst schultern und die Zeit nebenberuflich aufbringen muss. Weitere Faktoren sind mein Alter (35) und meine Familie mit 2 Kindern. Nun die Fragen: 1. Ist der Weg über einen MBA einem Dipl.-BWL (Univ.), ggf. mit Doktorgrad (Projekt-bezogen) vorzuziehen? 2. Welchen Zeitrahmen und welche Kosten muss ich für die unter Punkt 1 genannten Alternativen in Ansatz bringen? 3. Ein MBA ist meines Wissens kein Abschluss mit standardisierten Inhalten. Ist es daher unabdingbar, bei einem der großen, renommierten Institute zu studieren? 3.2 Welche Schlüsselkriterien sind bei der Auswahl des richtigen Anbieters (MBA / Univ.) zu beachten? 3.3 Von einem unserer Partner wurde ein MBA mit Schwerpunkt Unternehmensberatung erwähnt, der in Friedrichshafen angeboten wird. Kennen Sie diesen Studiengang und wenn ja, wie beurteilen Sie ihn? 4. Ist Vertriebserfahrung unabdingbar für eine Position im leitenden Management? 5. Wie wichtig sind die Beziehungen und Netzwerke wirklich, die sich aus Aufbau-Studien ergeben? 6. Als Alleinstellungsmerkmal trage ich mich -soweit mir dazu noch Zeit bleibt- mit dem Gedanken, Mandarin zu erlernen. Dies erscheint mir vor dem Hintergrund internationaler Projekte und Märkte sowie angesichts von Chinas Potenzial sehr sinnvoll. Teilen Sie meine Einschätzung? Vielen Dank im voraus für Ihre Auskünfte. Mit freundlichen Grüßen Seraphin Berktold |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Sehr geehrter Herr Berktold,
angesichts Ihrer Praxis und Ihres Alters empfehle ich eher eine MBA-Ausbildung. Viele dieser Lehrgänge können berufsbegleitend durchgeführt werden. Es gibt die verschiedensten Anbieter solcher Lehrgänge. Eine komplette Auflistung sprengt sicher den Rahmen dieser Nachricht. Sie finden jedoch viele Informationen im Web, wenn Sie z.B. nach MBA berufsbegleitend suchen. Die Dauer der Lehrgänge variiert je nach Intensität vom einem bis zu vier Jahren. Suchen Sie sich einen Anbieter aus, der Ihren Vorstellungen, Ihrem Zeitbudget und Ihren Finanzen entspricht. Einen der renommierten Anbieter mit vorzeigbarer Erfahrung würde ich selbstverständlich vorziehen. Den Studiengang in Friedrichshafen kenne ich nicht und kann mich deshalb nicht dazu äussern. Erfahrungen aus dem Vertrieb helfen sehr, sind aber nicht unbedingte Voraussetzung. Jedes Unternehmen will verkaufen, also ist es sicher gut, wenn das Management davon etwas versteht. Bezeihungen und Netzwerke sind nur dann ertragreich, wenn Sie etwas daraus machen. Wenn Menschen aus den verschiedensten Unternehmen zusammen kommen um sich weiter zu qualifizieren, so sind darunter sicher einige, mit denen es sich lohnt Kontakt zu halten. Daraus kann sich später immer wieder eine gute Karrierechance ergeben. Sicher ist China und der dortige Markt sehr interessant. Ich bin nicht sicher, welchen Aufwand es bedeutet, Mandarin zu erlernen. Ich bin mir auch nicht im Klaren, welche konkreten Chancen sich für sie im IT-Umfeld ergeben würden. Die Chinesen, mit denen ich in meiner Karriere Kontakt hatte, sprechen deutlich besser English als ich wohl je Mandarin sprechen würde. In jedem Fall schlage ich Ihnen vor, sich zu fokussieren. Fangen Sie nicht zu viel gleichzeitug an. Mit freundlichen Grüßen Stephan Heinrich www.heinrichmc.de |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|