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CW Risk Board
Die Top-Risiken im März 2008

Aktive Uralt-Würmer und wieder mehr Spam



Spammer zeigen neuen Tatendrang

Wie die Phisher sind auch die Spammer offenbar aus ihrem Kurzwinterschlaf erwacht und haben im März wieder emsig E-Müll verschickt. Nach den jüngsten Untersuchungen von MessageLabs liegt die Spam-Quote hierzulande im vergangenen Monat von 69 Prozent (Februar) auf 70,1 Prozent gestiegen, liegt allerdings nach wie vor unter dem internationalen Durchschnitt (73,8 Prozent).

Nach Angaben des auf E-Mail-Security spezialisierten Service-Providers war das überaus aktive Storm-Botnet (mit geschätzten zwei Millionen gekaperten Rechnern) im ersten Quartal 2008 für 20 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens verantwortlich. Dabei sollen Werbebotschaften in Zusammenhang mit Medikamenten für männliche Geschlechtsmerkmale 41 Prozent ausgemacht haben. Neben Spam will MessageLabs seit Januar mehr als vier Millionen E-Mails mit Links zu Malware oder zur Ausübung von Phishing-Angriffen aus dem Storm-Botnet abgefangen haben. "Das Storm-Botnet feierte zu Jahresbeginn seinen ersten Geburtstag und zelebrierte diesen mit einer signifikanten Welle an nostalgischem Spam", so Mark Sunner, Chief Security Analyst bei MessageLabs. Ihm zufolge entfielen rund 78 Prozent des Spam-Aufkommens in diesem Quartal auf Werbung für Uhrenfälschungen beziehungsweise Medikamente für männliche Geschlechtsmerkmale oder sexuelle Inhalte. "Storms Fokus auf Spam scheint allerdings nur die Spitze des Eisbergs zu sein, denn auch E-Mails mit Malware und Phishing-Angriffe aus dem Storm Botnet nehmen zu", erklärt der Experte.

Zu den weiteren interessanten Erscheinungen im aktuellen Spam-Umfeld zählt nach Beobachtungen von MessageLabs das Aufkommen der Strichmännchen-Kunst im Rahmen einer neuartigen Image-Spam-Kampagne: Den Experten zufolge sieht die Spam-Welle zwar aus wie immer, allerdings wechseln Bilder und Betreffzeilen stetig, um einer Identifizierung durch herkömmliche Signatur-Erkennung zu entgehen.

Wie schon im Februar hatten es die Spammer auch im März wieder verstärkt auf den IT-Dienstleistungssektor abgesehen: An sie richtete sich nach den MessageLabs-Analysen mit 69,8 Prozent das Gros des elektronischen Werbemülls. Nahezu ebenso viel Aufmerksamkeit widmeten die E-Schrott-Versender jedoch gemeinnützigen Organisationen (69 Prozent), dem Dienstleistungssektor (68,9), dem Produktionsbereich (68,5 Prozent) sowie dem Einzelhandel (68,4 Prozent). (kf)



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