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Platz 1 - Michael Gorriz, Daimler

Smarter Innovator

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Schwierige IT-Trennung von Chrysler

Der IT-seitig aufwendigste Teil bei der Herauslösung von Chrysler waren jedoch die Anwendungen für Financial-Services in den USA. Der Grund: Im Jahr 2004 wurden die bestehenden Daimler-Applikationen auf die Financial-Services-Anwendungen von Chrysler migriert. Somit war Daimler gezwungen, eine komplett neue Rechnerumgebung zu errichten und die insgesamt 220 völlig unterschiedlichen Applikationen (darunter Lotus Notes, Java-Applikationen und Mainframe-Software) in ihre Daimler- und Chrysler-Bestandteile aufzuspalten. Vor allem der Mainframe-Part war eine Herausforderung, da es für viele dieser Altanwendungen keinen Quellcode mehr gab.

Elf Monate hatte das Team dazu Zeit, ohne dabei den Produktivbetrieb zu beeinträchtigen. Und dies mit einer halb so großen Mannschaft, da die andere Hälfte der Chrysler-Systeme betreute. "Die Leute haben Tag und Nacht gearbeitet, es gab kein Weihnachten und kein Ostern", so Gorriz. "Gefreut hat sich der lokale Pizza-Service."

Dr. Michael Gorriz - Daimler AG

Position: CIO

Branche: Automobilindustrie

Ein CIO … ist dann erfolgreich, wenn der Wertbeitrag der IT von der Unternehmensleitung positiv wahrgenommen wird.

Er liest gerade ... Wikinomics von Don Tapscott

Er ärgert sich ... wenn man nicht sagt, was man denkt.

Ein Leben ohne Blackberry ist für mich … kein Beinbruch

Wichtigstes Projekt: car2go

Beschreibung: car2go ist ein komplett neues Mobilitätskonzept der Daimler AG, das individuellen Transport in Ballungsräumen neu definiert. Zum ersten Mal können Kunden smart fortwo Fahrzeuge mieten - überall, zu jeder Zeit und zu attraktiven Raten, die wie beim Handy im Minutentakt abgerechnet werden. Via Handy oder Internet können die Fahrzeuge lokalisiert und spontan benutzt oder auch vorab gebucht werden. Innovative Telematik-Technologie ermöglicht einen einfachen Mietprozess. Die Fahrzeuge müssen nicht an die Mietstation zurückgebracht werden. Das Projekt bezieht sich auf den car2go-Piloten in der Stadt Ulm.

Besondere Herausforderungen (in Bezug auf das Projekt): Die Zeitleiste von Zwölf Monaten war für ein Projekt dieser Größenordnung und innovativem Anspruch seitens der IT-Lösung eine sehr große Herausforderung. Erschwerend kam hinzu, dass keine am Markt verfügbare Lösung die Projektziele 1:1 erfüllen konnte.

Zeitrahmen: Zwölf Monate

Zahl der IT-Mitarbeiter (allg.): 4.600

Zahl der IT-Mitarbeiter im oben beschriebenen Projekt: 20 IT-Experten und externe Partner / Lieferanten

IT-Budget (allg.): Rund 1,5 Milliarden Euro

IT-Budget (für das beschriebene Projekt): Zweistelliger Millionenbereich

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