Branchenmonitor Februar 2012
Ein Jahr der Herausforderungen
von Martin Bayer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
2012 wird ohne Zweifel ein schwieriges Jahr. Die Schuldenkrise
dürfte das Wirtschaftswachstum deutlich einbremsen. Da sind
sich die Ökonomen einig. Die spannende Frage wird sein, wie
sich das auf die IT-Investitionen auswirken wird.
Die Analysten von Gartner sind schon deutlich vorsichtiger geworden, was das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben anbelangt. Statt 4,6 Prozent wie ursprünglich prognostiziert, rechnen sie nur noch mit einem Plus von 3,7 Prozent. In Westeuropa könnten die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 0,7 Prozent zurückgehen. Während die Marktforscher eher pessimistisch sind, blicken die CIOs zuversichtlich ins neue Jahr. Der Anteil derer, die mit steigenden Budgets rechnen, liegt nach wie vor hoch.
Vielleicht haben die Verantwortlichen in den Unternehmen verstanden, dass sich gerade mit Hilfe von IT die Auswirkungen eines angespannteren wirtschaftlichen Umfelds durchaus abfedern lassen. Neue IT- Lösungen bieten schließlich das Potenzial, das eigene Geschäft effizienter zu machen und auch neue Geschäftsfelder zu erschließen. Da wäre es sicher zu kurz gedacht, nur auf blindes Cost-Cutting zu setzen und die IT-Budgets zu beschneiden. Vielmehr gilt es die Chancen auszuloten, die neue Technik bietet. Doch dafür müssen Anbieter, IT-Abteilungen und das Business an einem Strang ziehen.
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