Web

Böses Omen für Facebook

Zynga wird an der Börse verprügelt

26.07.2012
Die schlechten Nachrichten nach dem verpatzten Börsengang von Facebook nehmen einfach kein Ende.
Zynga-Chef Mark Pincus
Zynga-Chef Mark Pincus
Foto: Zynga

Einen Tag bevor das Soziale Netzwerk seine Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal vorlegt, enttäuschte der enge Spiele-Partner Zynga am Mittwoch mit seinem Abschneiden. Die Zynga-Aktie stürzte nachbörslich ins Bodenlose. Sie verlor fast 40 Prozent ihres Werts. Für Facebook ging es in der Folge um annähernd acht Prozent runter.

Zynga und Facebook haben noch immer eine fast symbiotische Verbindung: Über das Soziale Netzwerk kommen die meisten Spieler zu Zynga. Der Entwickler verdient sein Geld dabei mit dem Verkauf virtueller Güter wie Traktoren in "Farmville" oder Gebäuden in "Cityville". Facebook bekommt einen Anteil an diesen Einnahmen. Zynga verlor nun im Quartal fast 23 Millionen Dollar und kappte auch noch seine Jahresprognose.

Die Anspannung vor der ersten Zahlenvorlage von Facebook als börsennotiertem Unternehmen ist ohnehin zum Zerreißen gespannt. In den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte, dass Facebook die Nutzer weglaufen. Viele Beobachter rechnen zumindest mit einer Abschwächung des Wachstums. Die Facebook-Aktie lag mit nachbörslich gut 27 Dollar nur noch knapp über ihrem Allzeittief von 25,52 Dollar. Im Mai beim Börsengang hatten Gründer Mark Zuckerberg und andere Investoren die Papiere zu 38 Dollar unters Volk gebracht. (dpa/tc)