Britische Elektronik-Unternehmen unter Staatseinfluß:

Zwischen Ausverkauf und Konzentration

03.08.1979

LONDON (ee) - Diskussion um die von der neuen konservativen Regierung Großbritanniens angekündigte Reprivatisierung der unter staatlicher Kontrolle stehenden Elektronik-Unternehmen: Aus Sorge um die Arbeitsplätze haben sich sowohl der Dachverband der britischen Industrie (CBI) wie auch der Gewerkschaftsdachverband (TUC) gegen "umfangreiche Verkäufe" und gegen Tätigkeitsbeschränkungen der von der NEB (National Enterprise Board) kontrollierten Elektronik-Unternehmen ausgesprochen.

Jetzt soll vor der Reprivatisierung eine Konzentration der Unternehmen zu einer Gruppe in die Überlegungen einbezogen worden sein. Betroffen sind die im Mikroelektronikbereich tätige Inmos International (NEB-Beteiligung 67,3 Prozent), der Computer-Hersteller Insac Data Systems Ltd. (100 Prozent), der Peripherie-Hersteller Data Recording Instruments Co. (63,1), der Büroelektronik-Spezialist Nexos Office Systems Ltd. (100 Prozent), die Ferranti Ltd. (50 Prozent) und die ICL Ltd. (25 Prozent).