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Zweite Gewinnwarnung von ATI: Aktie sinkt

02.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am gestrigen Donnerstag sprach der kanadische Grafikchiphersteller ATI Technologies zum zweiten Mal eine Gewinnwarnung für das zweite Fiskalquartal aus, das am 28. Februar 2001 endete. Das in Markham, Ontario, ansässige Unternehmen rechnet nun mit einem Verlust von elf bis 13 Cent je Aktie und einem Umsatz von rund 230 Millionen Dollar. Anfang Januar war ATI noch von einem ausgeglichenen Ergebnis und Einnahmen von 300 Millionen Dollar ausgegangen. Den Einbruch begründet die Company mit der schwächelnden PC-Branche. Ferner macht ATI die zunehmende Konkurrenz von Nvidia zu schaffen, das erst in der vergangenen Woche seinen neuen "Geforce-3"-Chip für Apples "Power-Mac"-Serie vorgestellt hat (Computerwoche online berichtete). Bis vor kurzem waren die Kanadier die einzigen Chip-Lieferanten

für Apple. Zudem verlor die Company PC-Marktanteile. Im dritten Fiskalquartal erwartet ATI ein moderates Umsatzwachstum gegenüber den vergangenen drei Monaten und den Breakeven.

Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Nachrichten: Das ATI-Papier fiel um 14 Prozent und notierte zum gestrigen Börsenschluss bei 4,50 Dollar.