Weltweiter Outsourcing-Markt

Zweistellige Wachstumsraten trotz Krise

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Anzeige  Trotz weltweiter Wirtschaftskrise prognostizieren die Marktforscher des kanadischen Unternehmens XMG Global zweistellige Wachstumsraten im weltweiten Outsourcing-Markt. Dabei sorgt ein aggressiver Verdrängungswettbewerb dafür, dass der Anteil des Marktführers Indien sinkt.

Zum Ende des Jahres, so XMG Global, werde der weltweite Outsourcing-Markt einen Gesamtertrag von mehr als 25 Milliarden Euro erzielen. Das entspricht - allem Krisengerede zum Trotz - einem Anstieg von stolzen 14,4 Prozent.

"Wir bleiben bei unserer Vorhersage eines zweistelligen Wachstums", bekräftigt XMG-Analyst Vincent Altez, "aber es gibt keinen Zweifel darüber, dass die ökonomischen Sturmgewitter der Outsourcing-Industrie sehr zusetzen werden". Zum Outsourcing-Markt zählen die kanadischen Marktforscher die weltweiten In- und Offshore-Angebote gleichermaßen.

SAP-Anwender profitieren von Outsourcing

Für SAP Kunden hat sich Outsourcing als Instrument zur Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit in der Praxis bewährt. Das zeigt eine Vergleichsuntersuchung der ORGA GmbH zwischen 2004 und 2009. Die Vorteile für SAP-Anwender liegen vor allem in einer besseren Unterstützung der Marktprozesse und der schnelleren Umsetzung von Marktstrategien aufgrund der schlankeren IT-Organisation. In jedem zweiten Fall führten die sinkenden IT-Kosten auch zu niedrigeren Marktpreisen.

In der diesjährigen Erhebung gaben 68 Prozent der befragten Unternehmen an, mit SAP-Outsourcing eine Verbesserung der Wettbewerbssituation erreichen zu wollen - ein Plus von 7 Prozent gegenüber 2004. Als konkreten Nutzen der Auslagerung nennen die SAP-Anwender die höhere Qualität in der Unterstützung der marktbezogenen Geschäftsprozesse (69 Prozent). Rund zwei Drittel sehen die schnellere Umsetzung von Marktstrategien aufgrund einer schlankeren IT-Organisation als wichtigen Vorteil. Und mehr als die Hälfte sehen eine höhere Reaktionsfähigkeit im Markt als positiven Aspekt von Outsourcing.

Bei der Frage, ob durch die Kostenersparnisse beim Outsourcing größere finanzielle Freiräume für marktnahe Investitionen geschaffen werden konnten, gibt es wohl aufgrund der gegenwärtig schwierigen Konjunkturverhältnisse im Vergleich zu 2004 einen leichten Rückgang von 55 auf 52 Prozent.